Labormedizin

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Ferritin

Das Eiweiß Ferritin speichert Eisen

Das Eiweiß Ferritin wird in der Dünndarmschleimhaut sowie in den Zellen des Knochenmarks, der Milz und der Leber gebildet. Es stellt den Eisenspeicher des Körpers dar: Jedes einzelne Ferritin-Molekül bindet bis zu 4000 Eisenatome. Mit Hilfe des Ferritin-Wertes kann man daher einen guten Eindruck über die Größe des "Eisenspeichers" des Körpers erhalten.

 

Normalwerte

Die Normalwerte für die Ferritin-Konzentration im Blut betragen:
  • für Neugeborene: 30-400 µl (Mikroliter)/Liter bzw. 54,6-728 pmol (Pikomol)/Liter
  • für Kinder: 7-145 µg/Liter bzw. 12,7-263,9 pmol/Liter
  • für Frauen im Alter von 20-50 Jahren: 25-110 µg/Liter bzw. 45,5-200 pmol/Liter
  • für Frauen im Alter von 65-90 Jahren: 15-650 µg/Liter bzw. 27,3-1183 pmol/Liter
  • für Männer im Alter von 20-50 Jahren: 35-220 µg/Liter bzw. 63,7-400 pmol/Liter
  • für Männer im Alter von 65-90 Jahren: 5-665 µg/Liter bzw. 9,1-1210 pmol/Liter

Um einen Wert mit der Einheit µg/Liter in einen Wert mit der Einheit pmol/Liter umzurechnen, wird der Wert mit der Einheit µg/Liter mit 1,82 multipliziert.

 

Ursachen für erhöhte Ferritin- Werte

Bei folgenden Erkrankungen kann die Ferritin-Konzentration im Blut erhöht sein:
  • Eisenüberladung (Werte von mehr als 400 µg/Liter bzw. mehr als 728 pmol/Liter), z.B. durch zahlreiche Bluttransfusionen oder Eisenablagerungen im Gewebe (Hämochromatose)
  • Infektionen, vor allem bei Beteiligung von Leber und Milz
  • Erkrankungen, die mit einer Schädigung des Lebergewebes einhergehen, da in diesem Fall das in den Leberzellen gebildete Ferritin freigesetzt wird und in die Blutbahn gelangt. Beispiele für solche Lebererkrankungen sind die Leberentzündung (Hepatitis) und die Leberzirrhose
  • Tumorerkrankungen ("Krebs")

 

Ursachen für erniedrigte Ferritin- Werte

Eine Verringerung der Ferritin-Konzentration im Blut findet sich zum einen bei Eisenmangel (hier werden Werte von weniger als 15 µg/Liter bzw. weniger als 27,3 pmol/Liter erreicht) und zum anderen während der Schwangerschaft. Das Absinken der Ferritin-Konzentration während der Schwangerschaft ist auf den erhöhten Eisenbedarf zurückzuführen. Außerdem erfolgt eine "Blutverdünnung" durch Vermehrung des Flüssigkeitsgehaltes des Blutes. Dadurch verringert sich die Konzentration fester Bestandteile im Blut (z.B. von Eiweißen wie Ferritin) zusätzlich.

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