Nierenerkrankungen - Nephrologie

Bücher zum Thema aussuchen Bücherliste: Nephrologie

Aufbau und Funktion der Nieren
Säuren-Basen-Haushalt
Leitsymptome
Diagnostik

Infektionen und Entzündungen
Steinleiden
Glomerulopathien
 

Chronische Niereninsuffizienz
Akutes Nierenversagen

Zystische Nierenerkrankungen
Nierenzellkarzinom
Nierenersatztherapie

Steinleiden

Steinleiden: Steinvorbeugung / Rezidivprophylaxe

Steine können wiederkommen

Leider gibt es keine Möglichkeit, einen möglichen Steingefährdeten zu erkennen. Vorbeugende Maßnahmen werden deshalb eher zur Prophylaxe von Rezidiven (Wiederentstehen eines Harnsteins) eingesetzt.

 

Das A und O: Viel Trinken

Allgemein sollte jeder Steinträger nach einer erfolgreichen Steintherapie darauf achten, dass er ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Die Urinmenge sollte dabei mehr als 2 Liter pro Tag betragen. Damit wird eine Verdünnung des Urins erreicht und einer Übersättigung von steinbildenden Substanzen vorgebeugt.

 

Fleischkonsum reduzieren

Träger von Harnsäuresteinen sind häufig übergewichtig. Eine Gewichtsreduktion ist eine wichtige vorbeugende Maßnahme. Außerdem ist eine Reduktion von purinreicher Kost (Fleisch, Fleischprodukte etc.) anzustreben. Sie sollten nicht häufiger als 5-mal in der Woche Fleisch oder Fisch essen. Das Trinken von Zitrusfruchtsäften bewirkt eine Alkalisierung des Harns.

 

Milchprodukte und oxalathaltige Nahrung begrenzen

Bei Kalziumphosphat- oder -oxalatsteinen empfiehlt sich die Reduktion von kalziumhaltigen Speisen (Milch- und Molkereiprodukte). Die Zufuhr von 7 dl Milch oder 100 g Hartkäse oder 200 g Weichkäse oder 3 dl Joghurt gilt als empfohlene Menge. Eine weiterreichende Reduzierung von Milchprodukten ist bei den meisten Betroffenen nicht sinnvoll, weil dann die Aufnahme von Oxalat aus dem Darm begünstigt wird. Das führt wiederum zu einer verstärkten Oxalatkonzentration im Urin. Gerade dies will man aber vermeiden. Stark oxalathaltige Nahrungsmittel wie Nüsse, Schokolade, Spinat und Rhabarber sollten nur in Maßen genossen werden.

 

Diuretika können unterstützen

Des weiteren können harntreibende Medikamente (Diuretika von Thiazid-Typ) eingesetzt werden, die zu einer Resorption des Kalziums in der Niere führen und dadurch den Harn von Kalzium entlasten.

 

Langzeitbehandlung mit Antibiotika bei Infektsteinen

Bei Infektsteinen ist eine komplette Steinsanierung die Voraussetzung. Außerdem ist eine antibiotische Langzeitbehandlung erforderlich, um ein Wiederauftreten der Infektion und damit eine Neubildung eines Steines zu verhindern.

Top

Zur Übersicht
Steinleiden - Urolithiasis

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas