Nierenerkrankungen - Nephrologie

Bücher zum Thema aussuchen Bücherliste: Nephrologie

Aufbau und Funktion der Nieren
Säuren-Basen-Haushalt
Leitsymptome
Diagnostik

Infektionen und Entzündungen
Steinleiden
Glomerulopathien
 

Chronische Niereninsuffizienz
Akutes Nierenversagen

Zystische Nierenerkrankungen
Nierenzellkarzinom
Nierenersatztherapie

Steinleiden

Steinleiden: Spontaner Steinabgang

Kleine Steine werden meistens auf natürliche Weise ausgeschieden

Mehr als 80 Prozent aller Steine gehen spontan ab. Nach Abklingen einer Steinkolik und nach einer genauen Diagnostik zur Bestimmung von Größe und Lage des Steins, wird deshalb in vielen Fällen einfach abgewartet und mit bestimmten Maßnahmen versucht, den natürlichen Prozess zu unterstützen. Dabei sollte die Größe des Steins 5 Millimeter nicht überschreiten. Die Betroffenen sollten keine Beschwerden haben, der Harnfluss sollte normal sein. Eine Infektion darf ebenfalls nicht vorliegen.

 

Viel Trinken fördert die "natürliche Spülung"

In einem solchen Fall wird häufig als Bestandteil der konservativen Therapie die Flüssigkeitszufuhr gesteigert. Der Betroffene sollte sich körperlich viel bewegen, z. B. wird geraten zu Treppensteigen, Laufen, Hüpfen etc. Wärme in Form von Vollbädern, heißen Wickeln oder Wärmflasche werden ebenfalls empfohlen. Die Wirksamkeit dieser Therapie ist bisher wissenschaftlich nicht erwiesen. Eine schädigende Wirkung ist, vorausgesetzt es besteht keine Verengung der Harnwege, nicht zu erwarten. Man geht davon aus, dass diese Maßnahmen die Aktivität des Harnleiters unterstützen und somit den natürlichen Steinabgang fördern.

 

Mit Kontrolluntersuchungen wird der Erfolg der Therapie geprüft

Während des Abwartens ist es unbedingt notwendig, regelmäßig Ultraschall- und/oder Röntgenuntersuchungen zur Kontrolle durchzuführen. Nur so kann man feststellen, ob ein stummer Stein sich auch wirklich fortbewegt. Auch ein möglicherweise auftretender Harnrückstau oder eine beginnende Infektion wird durch die Kontrolluntersuchungen entdeckt. Kommt es während dieser Zeit zu einer Infektion oder zu starken Koliken, so sollte die abwartende Haltung aufgegeben und eine Steinentfernung eingeleitet werden.

 

Bei machen Steinen muss sofort eingegriffen werden

Obwohl auf diese Weise viele Steine spontan abgehen, gibt es für ein Abwarten auch Kontraindikationen. Insbesondere unter den folgenden Bedingungen darf der Spontanabgang nicht abgewartet werden:
  • Steinen mit einem Durchmesser über 8 Millimeter
  • wiederholten Steinkoliken
  • medikamentös nicht beherrschbaren Koliken
  • Harnwegsinfekten mit Fieber
  • Harnstauung

In diesen Fällen ist eine aktive Steinentfernung erforderlich.

Top

Zur Übersicht
Steinleiden - Urolithiasis

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas