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Kaudalanästhesie

 

Die Kaudalanästhesie ist eine Sonderform der Periduralanästhesie. Wie bei der Periduralanästhesie wird das Betäubungsmittel in den Raum zwischen Wirbelkanal und Rückenmarkshaut eingespritzt und zwar im Bereich des Kreuzbeins.

 

KaudalanästhesieDie 5 Kreuzbeinwirbel und die dazugehörenden Zwischenwirbelscheiben sind zu einer knöchernen Einheit verschmolzen, dem Kreuzbein oder Os sacrum. Das macht die Injektion kompliziert. Der Einstich erfolgt durch die untere Öffnung des Kreuzbeins (Hiatus sacralis), die sich etwa 2 Zentimeter oberhalb der Gesäßspalte befindet.

Um diese Öffnung gut zugänglich zu machen, muss der Patient in Bauchlage auf einem abgeknickten Tisch gelagert werden. Die Beine sind gespreizt, wobei die Fersen nach außen und die Zehen nach innen zeigen sollten. Bei Schwangeren kann die Injektion auch eine Seitenlage oder auf den Knien in Knie-Ellenbogenlage erfolgen.

 

Indikation

Kaudalanästhesie wird angewandt zur kurzzeitigen Schmerzbekämpfung während der Entbindung in der Austreibungsphase bei Kindern, wenn Eingriffe unterhalb des Bauchnabels durchgeführt werden (Leistenbruch, Klumpfußkorrektur). Die Anwendung in der Geburtshilfe sind aber heute eher selten.

 

Risiken

Wegen der Nähe zum Analbereich ist das Infektionsrisiko bei dieser Form der Regionalanästhesie sehr viel höher, als bei der Peridural- oder Spinalanästhesie. Außerdem ist für eine relativ weite Ausdehnung der Anästhesie eine hohe Dosierung des Anästhetikums notwendig. Dadurch ist das Risiko für toxische Reaktionen erhöht.

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