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Brille: Pro und Contra
Inhaltsübersicht:
Wissenswertes über Brillen
Vorteile der Brille
Nachteile der Brille
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Wissenswertes über Brillen
Aus Lesesteinen wurden hochentwickelte Geräte. Brillen, die früher als Lesesteine bezeichnet wurden, galten lange Zeit als etwas Besonderes. Heute sind sie so alltäglich, daß viele Menschen beim flüchtigen Kennenlernen sich oft nicht einmal daran erinnern, ob er oder Sie eine Brille getragen hat, oder nicht. Zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten, die auf Brechungsfehlern beruhen, ist die Brille heute ein hochentwickeltes und sehr gebräuchliches Gerät.

 

Eine Brille kann äußerst vielseitig sein. Brillen bieten für ein entspanntes Sehen vielfältigen Komfort. Sie sind heute aus sehr leichtem Material erhältlich. Hochbrechendes Kronglas und Kunststoff verringern das Gewicht auch starker Brillengläser ganz erheblich. Eine Brille mit Zweistärkengläsern ermöglicht scharfes Sehen für Nah und Fern. Gleitsichtgläser können sogar einen Übergang von der Fernsicht zur Nahsicht ohne Sprung ermöglichen. Brillen können entspiegelt werden und schalten dann störende Lichtreflexe aus. Phototrope Gläser färben sich unter dem Einfluß von ultraviolettem Licht dunkel.

 

Sorgfalt bei der Anpassung einer Brille ist notwendig. Brillen müssen immer optimal angepaßt werden. Dabei ist die Zentrierung von besonderer Bedeutung, weil schlecht zentrierte Gläser zu gesundheitlichen Beschwerden führen können. Auch sollte, besonders bei starken Brillengläsern darauf geachtet werden, das der Abstand zwischen Hornhaut und hinterem Glasscheitel richtig eingestellt ist. Bei schlechter Einstellung leidet die Sehschärfe und der Betroffene kann trotz der richtigen Gläser nicht scharf sehen.

 

Brillen verändern die Größe des gesehenen Bildes. Besonders bei starken Brillengläsern sollten berücksichtigt werden, daß eine Brille das gesehene Bild in seiner Größe verändert. Bei einer Sammellinse (Weitsichtigkeit) ist das gesehene Bild größer, als das "Original", bei einer Zerstreuungslinse (Kurzsichtigkeit) ist es kleiner. Das kann möglicherweise bei hohen Dioptrienwerten, zu Problemen führen, ganz besonders dann, wenn rechts und links unterschiedliche Sehschärfen ausgeglichen werden müssen.

 

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Vorteile der Brille
Die Brille hat sich millionenfach bewährt. Die Brille ist die häufigste und effektivste Form, einen Brechungsfehler zu korrigieren. Sie findet millionenfach Anwendung, allein in Deutschland tragen ungefähr 38 Millionen Menschen eine Brille.

 

Die Brille: leicht, einfach, wirksam und kostengünstig. Brillen sind leicht zu handhaben, jeder kommt mit ihnen zurecht.

Für die Alterssichtigkeit sind Brillen bisher die einzige wirksame Hilfe.

Die Kosten für eine Brille sind vergleichsweise gering.

 

Die Mode hat die Brille entdeckt. Die Brille ist ein Bestandteil der Mode geworden. Sie kann Persönlichkeit hervorheben, oder einen Gesamteindruck abrunden. Durch die vielfältigen Formen und Farben werden Brillen zu einem ganz persönlichen modischen Accessoire.

 

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Nachteile der Brille
Starke Brillen können optische Mängel haben. Insbesondere bei hohen Dioptrienwerten können Brillengläser optische Mängel haben. Zum Beispiel kommt es bei starken Gläser oft zu einer unterschiedlichen Brechung von Farben, Randstrahlen werden stärker gebrochen, als zentrale Strahlen. Durch aufwendiges spezielles Schleifen kann versucht werden, diese Mängel zu minimieren.

 

Bei der Mehrstärkenbrille springt das Bild. Bei Mehrstärkenbrillen, die besonders aus praktischen Gründen häufig gewählt werden, kommt es beim Wechsel von der Nah- zur Fernsicht zu Sprüngen im Bild. Zwar werden diese Sprünge bei der Gleitsichtbrille vermieden, dort kann es aber bei seitlichem Blick zu Bildverzerrungen kommen.

 

Nicht jeder Sehfehler kann ausreichend korrigiert werden. Brillen können komplizierte Brechungsfehler des Auges, z. B. eine Hornhautkegelbildung oder unregelmäßige Hornhautkrümmungen nur mangelhaft korrigieren.

 

Die Welt wird größer, oder kleiner, manchmal bis zu 30 Prozent. Der Vergrößerungs- bzw. Verkleinerungseffekt von Brillen zeigt sich im Gesicht des jeweiligen Brillenträgers. Die Proportionen verschieben sich. Das ist bei hohen Dioptrienwerten oder bei unterschiedlichen Sehstärken rechts und links häufig ein Grund, Kontaktlinsen zu verordnen.

 

Das Gesichtsfeld ist eingeschränkt. Brillenträger haben ein eingeschränktes Gesichtsfeld. Brillenfassung und Brillenrahmen schränken die Sehmöglichkeiten ein. Bei starken Brillengläsern kann die Fassung nicht beliebig groß gewählt werden. Auch das bedeutet eine Einschränkung.

 

Beschlagene Brillen sind ein Ärgernis. Brillengläser können beschlagen. Das wird in vielen Fällen als störend empfunden. Bei bestimmten Berufsgruppen, z. B. Seeleute, Köche oder Sportler, ist das ein echtes Problem.

 

Leichtgewichtige Brillen zerkratzen schnell. Plastikgläser und hochbrechende Gläser sind empfindlich und können schnell zerkratzen. Sie sind aber, wegen ihres geringeren Gewichts bei starken Gläsern zu bevorzugen.

 

Erschwerte Anpassung. Sind Nase und Gesicht eines Brillenträgers nicht symmetrisch geformt, kann es bei der Anpassung der Brille Schwierigkeiten geben.

 

Beim Sport eine Behinderung. Beim Sport wird eine Brille häufig als Behinderung empfunden. Dies gilt besonders für starke Sehfehler.

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