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Schlaf
Schlafstörungen bei älteren Menschen

Inhaltsübersicht:
Häufigkeit
Ursachen

Therapie

 

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Häufigkeit

 

pf.gif (877 Byte)Schlaf im Alter: Informationen des Schlafmedizinischen Zentrums Dortmund. Schlafstörungen sind bei jüngeren Menschen häufig Ausdruck bzw. Begleiterscheinung einer primären Erkrankung. Bei vielen älteren Menschen aber können sich Schlafstörungen zu einem eigenständigen Krankheitsbild entwickeln.

 

40 Prozent leiden darunter. Über 40 Prozent der über 65jährigen Menschen leiden an chronischen Schlafstörungen. Von diesen ist etwa die Hälfte besonders schwerwiegend.

 

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Ursachen

 

Veränderung des Schlafes im Alter sollte berücksichtigt werden.
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Zur Abklärung der Krankheitsursachen sollte die altersbedingte Veränderung des Schlafmusters berücksichtigt werden. Im Alter nimmt die Dauer des Schlafes ab. Sie liegt durchschnittlich zwischen 6 bis 7 Stunden und kann bei sehr alten Menschen auch auf 5 Stunden sinken. Die Tiefschlafphasen sind häufig verkürzt. Ältere Menschen wachen oft für kurze Zeit auf. Sie lassen sich auch leichter wecken und ihr Schlaf wird eher durch Geräusche gestört.

 

Äußere Störfaktoren

pf.gif (877 Byte)Liste der Selbsthilfegruppen in Deutschland.

Der Schlaf kann durch verschiedene äußere Faktoren gestört sein. Dazu gehören u.a.:
  • Zu warmer Schlafraum,
  • "Schnarchen" des Partners,
  • Lärm,
  • zu weiche Matratze,
  • zu schwere Bettdecke,
  • Ortswechsel, z. B. Umzug in ein Altersheim,
  • schwere und üppige Mahlzeit am Abend vorher.

 

Psychische Belastungen Psychische Belastungen können den Schlaf stören. Zu ihnen gehören:
  • Einsamkeit,
  • Konflikte,
  • Unterforderung.

Es sollte auch an psychische Erkrankungen gedacht werden, die mit einer Schlafstörung einhergehen können. Zu ihnen gehören, Depressionen, Demenz, Angsterkrankungen und Abhängigkeit von Alkohol oder Medikamenten.

 

Somatische Ursachen müssen gründlich abgeklärt werden. Zu den körperlichen Faktoren, die den Schlaf beeinträchtigen können, gehören:
  • Bewegungsmangel,
  • Schmerzen,
  • nächtliche Wadenkrämpfe,
  • Erkrankungen von Herz und Lunge,
  • Husten,
  • Ödeme,
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • nächtliche Hypoglykämie (Unterzuckerung).

 

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Therapie

 

Gespräche schaffen Aufklärung. Das therapeutische Vorgehen stützt sich zuerst auf das Gespräch mit dem Patienten. Er sollte unbedingt über die altersmäßigen Veränderungen des Schlafes informiert werden, damit eine möglicherweise falsche Erwartungshaltung an den Schlaf verändert wird.

 

pf.gif (877 Byte)Lichttherapie bei Schlafstörungen Sind Schlafstörungen auf äußere Faktoren zurückzuführen, z. B. Lärm, schlechte Luft etc., so können diese leicht verändert werden.

 

Die Grunderkrankung behandeln.
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Liegt eine Grunderkrankung vor, so wird diese primär behandelt. Insbesondere bei Schmerzen als Ursache von Schlafstörungen müssen diese gezielt und umfassend behandelt werden.

 

pf.gif (877 Byte)Schlafstörungen: Auf der Basis der Naturheilkunde und Naturmedizin werden mögliche Wege der Heilung beschrieben. Eine wirksame Hilfe, Schlafstörungen entgegenzuwirken, ist das Erlernen und der Einsatz von Entspannungstechniken. Relativ leicht zu erlernen und durchzuführen sind die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson und das autogene Training. Lassen Sie sich von ihrem Arzt beraten.

 

Schlafmittel nur kurzfristig einsetzen. Schlafmittel sollten vorsichtig eingesetzt werden, wenn andere Behandlungsversuche keinen Erfolg zeigen. Das ist häufiger bei kurzfristigen psychischen Belastungen und bei chronischen Schlafstörungen der Fall.

 

Vorsicht mit Benzodiazepinen. Eine Behandlung mit Benzodiazepinen kann bei verschiedenen somatischen Erkrankungen sinnvoll sein. Wenig geeignet ist es bei einer hirnorganischen Erkrankung. Wegen der Suchtgefahr sollte die Behandlung nur für einen kurzen Zeitraum erfolgen. Aufgrund der muskelentspannenden Wirkung kann es bei älteren Menschen zu Stürzen kommen. Hier ist eher der Einsatz neuerer Nicht-Benzodiazepine zu empfehlen.

 

Neuroleptika bei Demenz. Besonders geeignet bei Demenz ist die Medikation mit Neuroleptika. Bei ihnen ist die Gefahr einer Abhängigkeit nicht gegeben.

 

Antidepressiva bei Depressionen. Der Einsatz von Antidepressiva ist nur sinnvoll, wenn eine depressive Begleiterscheinung vorhanden ist. In diesem Fall können sie eine wirksame Alternative zu Schlafmitteln darstellen.

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