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Stress

Was ist Stress ???
Inhaltsübersicht:
Gibt es den Stress?
Wie reagiert der Körper?
Was kann ich tun?
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Gibt es den Stress?
Jeder reagiert auf Stress ganz individuell. Würde man 100 Leute fragen, erhielte man wohl auch 100 Antworten. Jeder meint darüber Bescheid zu wissen, doch kaum einer kennt die physiologischen Hintergründe von Stress.

 

Stress ist eine ganz ureigene individuelle Reaktion auf Empfindung jedes Einzelnen.
Was den Einen stresst, ist für den Anderen das reinste Aphrodisiakum. Der Eine braucht Stress um überhaupt Antrieb zu erhalten und anzufangen zu können, den Anderen lähmt das kleinste bisschen Druck und er kommt überhaupt nicht voran.
Stress ist nicht unbedingt negativ zu besetzen, da Stress auch beflügeln und zu höherer Leistung anspornen kann. Oftmals begeben wir uns freiwillig in Stress um einen gewissen Kick zu erhalten oder um ungeliebte Dinge rascher erledigen zu können. Nach positivem Stress wird oftmals ein tiefes Gefühl der Befriedigung erlangt. Negativ wird Stress erst dann, wenn der Druck über einen längeren Zeitraum anhält und wenn das körperliche befinden deutlich darunter leidet.

 

Viele Situationen werden oft nicht als stressauslösend erkannt. Stress ist nicht immer nur der reine Zeitdruck, was viele fälschlich annehmen. Stress baut sich vielmehr in vielen Situationen auf, welche die betreffenden Personen in Druck geraten lassen. Das kann eine ungelöste Partnerschaftsfrage, ständige Dissonanzen mit dem Chef, den Schwiegereltern/Eltern, den Schwiegerkindern etc., ständige finanzielle Probleme, sehr beengte Verhältnisse, ein nicht verarbeiteter Trauerfall, Lärm oder vieles anderes mehr sein.
Auch ein permanentes Überangebot an Reizen lässt den Körper in Druck geraten.
Das immer nebenbei laufende Radio; das Fernsehprogramm, das einen über viele Stunden des Tages „anregt", die vielen lieben Freunde die einen ständig besuchen; immer „Action" am Wochenende; die häufigen Anrufe von einem nahestehenden Personen....

 

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Wie reagiert der Körper?
Dauerdruck lässt den Körper reagieren.
Der Körper fängt an zu reagieren, wenn über einen langen Zeitraum unter Druck setzende Situationen bestehen :

 

Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Genickschmerzen, Schwindelanfälle, Schlafschwierigkeiten, Sodbrennen...

 

....sind nur die am häufigsten auftretenden Symptome, doch gibt es noch eine Fülle weiterer Reaktionen, die oft nicht ursächlich mit Stress in Verbindung gebracht werden.

 

Verkannte Vielfalt an Symptomen, die stressauslösend sein können. Als da wären z.B. : Ausschläge, Juckreiz, Allergien, trockener Mund oder Schluckbeschwerden, Zähneknirschen, Stottern und Stammeln, nervöse Zuckungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Verdauungsprobleme, plötzliche Durchfälle, Verstopfung, Blähungen, häufiger Harndrang, Alpträume, Halluzinationen, Überreiztheit, Weinkrämpfe, Einsamkeitsgefühle, Erröten, Schuldgefühle, häufige Angst, andauerndes Frustrationsgefühl, Suizidgedanken, Panikanfälle, Brechreiz, Herzrasen, zwanghaftes Verhalten, Eßstörungen wie Freßsucht oder Appetitlosigkeit,Gewichtszu- bzw. -abnahme, sexuelle Schwierigkeiten, überzogene Selbstzweifel, Wutanfälle, Launen, Nervosität, Hitzewallungen, Kältegefühle in den Extremitäten, häufiges Seufzen, Depressionen, Schwächegefühle, Unentschlossenheit, auffällige Vergesslichkeit, Überlastungsgefühle, Kommunikationsschwierigkeiten, Isolation, vermehrter Alkohol- und Nikotinkonsum u.v.m.

 

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Was kann ich tun?
Symptome nicht ignorieren ! Viele Menschen neigen dazu Symptome zu ignorieren, so dass sich aus den oben genannten Reaktionen oftmals schwere Krankheiten manifestieren.

 

Den Stress an der Wurzel packen. Anerkennen der Situationen ist überhaupt der wichtigste Schritt um eine Umkehr der Stressreaktionen zu erreichen. Macht man sich bewusst, das man sich einem Dauerdruck aussetzt, ist oft die Lösung auch schon in Sicht, weil  dann die Situation erkannt und das Übel an der Wurzel gepackt werden kann.

 

Hausgemachter Stress: Bei hausgemachtem Stress: Z.B. ständig in Verzug zu geraten, häufig unpünktlich sein, alles aufzustauen, sind die ersten Fragen:

Was muss wirklich gemacht werden?
Kann ich meine Ansprüche herabsetzen?
Was würde passieren, wenn etwas nicht gemacht wird?
Muss ich das alles machen?
Kann ich delegieren?

 

Ungelöste mitmenschliche Probleme: Schwieriger werden die Lösungen dann, wenn der Stress seine Ursache in ungelösten mitmenschlichen Problemen hat, da dann sehr häufig die Situationen nicht objektiv gesehen werden können.

 

Ein Beistand kann stärken ! Sehr wichtig ist dann ein objektiver Beistand der einem hilft die Situation Schritt für Schritt zu lösen. Es erfordert häufig Mut sich jemandem anzuvertrauen und die Problematik von einer anderen Seite zu beleuchten. Es erfordert auch Mut sich ehrlich mit seinen eigenen Verhaltensweisen auseinanderzusetzen. Darum ist es doppelt wichtig eine objektive Vertrauensperson zu Rate zu ziehen. Beim Ansatz von Lösungen ist es erforderlich zuerst zu klären:
„Was will ich wirklich?"  und
„Was will ich wirklich nicht?"
„Muß ich diese Situation wirklich um jeden Preis so hinnehmen?"
„Gibt es andere Wege?"
„Wo sind meine Stärken und meine Schwächen?"
„Wie kann ich beides positiv nutzen?"
Zu denken, das sich nur etwas bessert, wenn der/ die „Andere(n)" sich ändert, lässt einen meistens in eine Sackgase geraten. Besser ist die Frage:
"Wie kann ich anders auf diese Situation reagieren?"

 

Kleine Schritte zum Erfolg, statt Hau-Ruck-Verfahren. Stress bedingt durch mitmenschliche Probleme erfordert oft einen langen Lösungsweg. Sein Leben   einfach im Hau-Ruck-Verfahren umzustellen geht nicht. Nachhaltiger wirkt vielmehr die Politik der kleinen Schritte. Auf keinem Fall ist es ratsam,  sich mit zu hohen Erwartungen zusätzlich unter Druck zu setzen. Dazu braucht es einen langen Atem und Durchhaltewillen. Um sich die dafür notwendigen Kraftreserven aufzubauen sind Entspannungsübungen, meditativer Rückzug, lange Spaziergänge u. ä. sehr hilfreich. Auch sich selbst etwas Gutes zu tun bewirkt oft wahre Wunder. Ein Spieleabend in geselliger Runde, ein lustiges Theaterstück, ein langes ausgiebiges Bad, seine eigenen Stärken mehr wahrnehmen, sich belohnen durch Erfolgserlebnisse...

 

Doch sind das alles nur begleitende Hilfen, im Vordergrund steht die Arbeit an der Ursache.

 

 




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