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Eisenstoffwechsel

Hämoglobin braucht 4 Eisenionen

Das Spurenelement Eisen ist unerlässlich zur Bildung vieler lebensnotwendiger Stoffe unseres Körpers, wie z.B. Hämoglobin. Hämoglobin ist Hauptbestandteil der roten Blutkörperchen. Seine Aufgabe besteht darin, den Sauerstofftransport des Körpers zu gewährleisten. Jedes Hämoglobinmolekül ist aus vier gleichartigen Eiweißketten aufgebaut. In deren Mitte sich jeweils ein Eisenion (Fe2+) befindet. An dieses Eisenion kann ein Sauerstoffmolekül (O2) gebunden werden. Die Sauerstoffbindung kann nur stattfinden, wenn das Hämoglobinmolekül in dieser Form zusammengesetzt ist. Fehlt eines der vier Eisenionen in einem Hämoglobinmolekül, so fällt das gesamte Molekül für den Sauerstofftransport aus.

 

Normalerweise ist genügend Eisen in der Nahrung enthalten

Eisen muss täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Der tägliche Eisenbedarf des gesunden Erwachsenen beträgt bei Männern und nicht menstruierenden Frauen 1 mg, bei Frauen im Menstruationsalter etwa 2 mg. Diese Menge kann normalerweise aus der Nahrung aufgenommen werden, da der durchschnittliche tägliche Eisengehalt der Nahrung in Deutschland zwischen 10 und 20 mg pro Tag beträgt. Hiervon werden nur ca. 10 bis 20 Prozent vom Dünndarm aufgenommen. Durch gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C, z. B. durch das Trinken von O-Saft zur Mahlzeit, wird die Aufnahmequote von Eisen erhöht.

 

Eisen wird an vielen Stellen im Körper benötigt und gespeichert

Der gesamte Bestand des Körpers an Eisen beträgt 4 bis 5 g. Davon sind enthalten:
  • 65 Prozent im Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff
  • 4,5 Prozent im Myoglobin, dem roten Muskelfarbstoff
  • 15 bis 30 Prozent in den zellulären Eisenspeichern als Ferritin und bei Absättigung des Ferritinspeichers als Hämosiderin. Die Eisenspeicher befinden sich vor allem in Leber, Knochenmark und Milz.
  • im Blutplasma, gebunden an das Protein Transferrin ca. 2,2 Prozent
  • in eisenhaltigen Enzymen 0,2 Prozent. Diese Enzyme sind in allen Zellen enthalten und sind an allen wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt

 

Eisen wird aus der Nahrung aufgenommen

Eisen wird vorwiegend als zweiwertiges Eisen im Zwölffingerdarm aus der Nahrung aufgenommen und gelangt von dort ins Blut. Dort wird es in dreiwertiger Form, an das Protein Transferrin gebunden und so weiter transportiert.

 

Männer und Frauen scheiden unterschiedlich viel Eisen aus

Die Eisenausscheidung des Organismus erfolgt über die Abschilferung von Zellen der inneren und äußeren Körperoberflächen mit dem Stuhl, Urin und dem Schweiß. Männer scheiden zwischen 0,5 bis 1 mg pro Tag. Bei menstruierenden Frauen gehen über die Menstruationsblutung zusätzlich etwa 20 mg Eisen pro Monat verloren. Über diese Werte kann die Eisenausscheidung nicht mehr zusätzlich gesteigert werden.

 

Aufnahme und Ausscheidung sind meistens gleich

Im Normalfall ist die Eisenbilanz beim Menschen genau ausgeglichen. Das bedeutet, es wird täglich soviel Eisen aus der Nahrung über den Darm aufgenommen, wie benötigt wird, um den Eisenverlust durch Urin, Schweiß und abgeschilferte Zellen zu ersetzen.

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