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Schimmelpilze
Die Sporen der Schimmelpilze wirken allergen. Pilzsporen von Schimmelpilzen wirken bei etwa einem Drittel aller Allergiker als Allergen. Häufig sind sie aber nicht alleiniges Allergen. Die meisten vertragen auch andere Allergene, die über die Luft eingeatmet werden, nicht. Nur etwa 4 Prozent reagieren ausschließlich auf Schimmelpilze allergisch.

 

Die Farmerlunge wird durch intensiven Kontakt mit Schimmelpilzen verursacht. Typische Erkrankungen bei einer schimmelpilzinduzierten Allergien ist z. B. der allergische Dauerschnupfen oder Asthma bronchiale. Bei Allergikern, die beruflich oder durch ein Hobby intensiven Kontakt mit Schimmelpilzen haben, kann es zu einer sogenannten Farmerlunge kommen. Das ist eine Erkrankung, die durch Schimmelpilzbestandteile, Kot und Staub aus der Haltung von Vögeln, z. B. Tauben oder Wellensittichen oder Hühnern hervorgerufen wird. Möglich ist auch eine Infektion über feuchtes, schimmeliges Heu. Klimaanlagen und Luftbefeuchter begünstigen die Verteilung der Allergene im Haus. Die Symptome der Farmerlunge sind, 3 bis 12 Stunden nach dem Allergenkontakt auftretende Atembeschwerden, Husten und Fieber. Ursache ist eine Entzündung der Lungenbläschen, der Alveolen. Unbehandelt und wenn der Kontakt mit dem Allergen nicht gemieden wird, kommt es zu einer Vernarbung von Lungengewebe und zu Herzbeschwerden. Die Farmerlunge zählt zu den meldepflichtigen Berufserkrankungen.

 

Pilzgeflechte sind sehr widerstandsfähig. Schimmelpilze bilden Pilzfäden die sich verzweigen und widerstandsfähige Geflechte mit einer typischen pelzigen Oberfläche, die hell oder dunkel schimmern kann, bilden.  Diese Geflechte werden Myzel genannt. Die Sporen sind der Teil des Pilzes, der für die Vermehrung zuständig ist. Sporen haben eine Dauerform und können praktisch ohne Stoffwechsel überleben. Finden sie dann ideale Lebensbedingungen, fangen sie an zu keimen und ein Pilzgeflecht zu entwickeln. Die Schimmelpilzsporen, die die eigentlichen Allergene sind, sind so klein, dass sie mit dem Auge nicht wahrgenommen werden können. Auch ein Schimmelpilzbefall ist nicht immer mit dem bloßen Auge zu erkennen.

 

Schimmelpilze kommen überall vor. Schimmelpilze treten äußerst vielfältig in Erscheinung. Schimmel wächst auf Nahrungsmittel wie Käse, Brot, Obst, sogar auf Marmelade. Es kann aber auch auf Holz, Papier und Leder entstehen, ebenso wie auf Akten und Buchdeckeln. Die häufigsten Quellen für Schimmelpilzallergene sind:

 

In der Nahrung:
  • auf Obst und Gemüse ab 5° C
  • mit enzymatisch gewonnenem Zuckersirup gesüßter Essig und alkoholische Getränke
  • Säfte
  • Korn
  • Mehl
Im Haus:
  • feuchte, schlecht belüftete Badezimmer
  • feuchte Keller
  • Tapeten auf kalten Wänden
  • ungenutzte Ferienhäuser
  • feuchte Textilien
  • Fensterrahmen mit Kondenswasserbelastung
  • Luftbefeuchter
  • Klimaanlagen. Da gedeihen Pilze besonders gut. Gleichzeitig werden die Sporen überall verteilt.
In der Natur:
  • Heu, Stroh, Gras, Korn, Mehl
  • sich zersetzende Blätter auf Komposthaufen, im Treibhaus und im Wald
  • starke Belastung bei Arbeiten in Scheunen, Erntearbeiten, Mühlen, Bäckereien, Rasen mähen etc.
 

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