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Quincke-Ödem
Die Schwellungen des Quincke-Ödems sind prall gespannt und dick. Das Quincke-Ödem wird auch oft als Variante der Nesselsucht beschrieben. Bei der Nesselsucht entstehen die Schwellungen in der Oberhaut. Beim Quincke-Ödem liegt die Schwellung tiefer, in der Unterhaut. Die Schwellungen sind oft sehr groß. Die Haut über dem Ödem ist gerötet. Die Schwellungen sind prall gespannt. In einigen Fällen verursachen sie auch Schmerzen. Das Quincke-Ödem juckt in der Regel nicht.

 

Normalerweise bilden sich die Schwellungen innerhalb von drei Tagen zurück. Meistens sind das Gesicht und die Genitalregion betroffen. Insbesondere kommt es oft zu starken Schwellungen der Lippen und Augenlider. Die Gesichter der Betroffenen können regelrecht entstellt aussehen. Bilden sich starke Schwellungen im Bereich des Kehlkopfes, besteht Erstickungsgefahr. Normalerweise bildet sich das Quincke-Ödem innerhalb von ein bis drei Tagen zurück.

 

Die vererbte Form des Quincke-Ödems tritt anfallsartig auf.

HAE-Vereinigung e.V.

Bei einigen Menschen, besteht die ererbte Veranlagung zu vermehrter Ödem-Bildung. Sie leiden an dem hereditären Quincke-Ödem oder hereditären Angioödem abgekürzt HAE (hereditär von vererbt). Diesen Menschen fehlt eine spezielle Substanz, der C1-Inaktivator, die das Immunsystem bei unkontrollierten Reaktionen bremst. Die Betroffenen neigen schon in der Kindheit dazu, in für einen normalen Menschen harmlosen Situationen, starke Ödeme zu bilden. Dabei können unter Umständen lebensbedrohende Situationen entstehen, wenn die Schwellungen im Bereich des Gesichts und der Luftröhre das Atmen erschweren. So eine Reaktion kann bei Spielen schnell hervorgerufen werden. Das Kind braucht sich nur leicht stoßen. Früher, als dieser Mechanismus noch nicht bekannt war, gab es aufgrund des hereditären   Quincke-Ödems eine Sterblichkeit von 25 Prozent.

 

Der C 1-Inaktivator kann medikamentös ersetzt werden. Mittlerweile gibt es eine Substanz, die einen gereinigten C1-Inaktivator enthält und die man entweder bei einem Anfall oder vorbeugend verabreichen kann. Als Langzeitprophylaxe eignet sich eine Hormontherapie mit Androgenen und ebenfalls der C1-Inaktivator. Antihistaminika und Kortikosteriode, wie sie bei der Nesselsucht Anwendung finden können, sind beim hereditären Quincke-Ödem wirkungslos. Betroffene sollten immer einen entsprechenden Notfallausweis mit sich führen.

 

Das Quincke-Ödem tritt anfallsartig auf. Die Auslöser sind häufig dieselben, wie bei der Nesselsucht.

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