Haut und Haar

Anatomie und Physiologie der Haut
Akne
Allergien
Berufsdermatosen
Bakterielle Erkrankungen der Haut
Ekzeme - Juckflechte
Juckreiz

Haare und Haarerkrankungen
Haarausfall - Alopezie
Kleidung und Haut
Nagel und Nagelerkrankungen
Narben und Narbenbehandlung

Neurodermitis
Parasiten, Ungeziefer, Insekten
Hautpilze
Psoriasis
Sexuell übertragene Erkrankungen
Sonne, Hitze, Kälte
Symptome
Talg- und Schweißdüsen

Tattoos und Piercing
Bösartige Tumore
Gutartige Tumore
Verhornungsstörungen und Erbkrankheiten
Viruserkrankungen der Haut
Vitiligo
Wundmanagement

Mehr zu Allergien bei
MedizInfo®Allergie
Arzneimittel-Exantheme
Exantheme unterliegen einem zeitlichen Ablaufschema. Exantheme sind entzündliche Hautveränderungen, die sich auf größere Bereiche der Haut auswirken. Sie unterliegen einem zeitlichen Ablauf mit Beginn, Höhepunkt und Ende. In dieser Zeit ändern sich die Hauterscheinungen. Klassische Exantheme sind z. B. in der Kindheit das Auftreten von  Röteln oder Scharlach.

 

Exantheme können lebensbedrohend sein. Arzneimittelexantheme sind Reaktionen auf die Einnahme eines Medikamentes. Sie können zu schweren Hautveränderungen und in besonders schweren Fällen sogar lebensbedrohend sein. Arzneimittelexantheme können schon bei einer normalen, nicht schädigenden Dosis eines Medikamentes vorkommen.

 

Es kommt oft zu Verwechslungen bei der Diagnose. Das Erscheinungsbild sehr vielfältig. In den meisten Fällen läßt sich ein Symptom mit genau mit einem Medikament in Verbindung bringen. Oft haben Arzneimittelreaktionen sehr große Ähnlichkeit mit anderen Erkrankungen, z.B. Röteln, Masern oder Scharlach. Deshalb ist die Therapie oft falsch ausgelegt.

 

Die Ursachen für Arzneimittel- Exantheme sind noch unklar. Die pathologischen Mechanismen, die zu einer solchen „unphysiologischen" Reaktion des Körpers auf ein Medikament führen, sind bis heute nicht im einzelnen geklärt. Allergische Reaktion werden vermutet, allerdings ist ein fieberhafter Infekt in vielen Fällen der Grundstein eines Arzneimittelexanthems. Dies erklärt, wieso die Einnahme des scheinbar allergenen Medikamentes in krankheitsfreien Zeiten oft ohne Nebenwirkungen verläuft.

 

Nur in schweren Fällen sind Antihistaminika erforderlich. Am häufigsten treten Arzneimittel-Exantheme bei Ampicillin auf. Normalerweise kommt es zur Erkrankung 7-10 Tage nach Verabreichung des Antibiotikums. Typisch ist, daß die Hauterscheinungen sich auf den Rumpf konzentrieren und das Gesicht aussparen. Es   bilden sich kleine rote Flecken, die jucken können. Der Ausschlag klingt ab, obwohl das Ampicillin weiter eingenommen wird. In schweren Fällen kann das Medikament nach Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden.  Gelegentlich ist die Gabe von Antihistaminika erforderlich.

Top

Mehr zu Allergien bei
MedizInfo®Allergie
Zur Übersicht
Allergien der Haut

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas