Labormedizin

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Gesamteiweiß

Normalwerte

Der Begriff "Gesamteiweiß" steht für die Gesamtkonzentration aller Eiweiße im Blut. Der Normalwert beträgt für
  • Kinder und Erwachsene 65-85 g/Liter (bzw. 6,5-8,5 g/dl)
  • Neugeborene und Säuglinge 45-75 g/Liter (bzw. 4,5-7,5 g/dl)

 

Erhöhte Konzentration

Die Gesamteiweißkonzentration im Blut kann bei folgenden Erkrankungen bzw. in folgenden Situationen erhöht sein:
  • chronische Infektionskrankheiten
  • Erkrankungen, bei denen Zellen des Immunsystems in erhöhtem Maße Eiweiße in das Blut abgeben (beispielsweise bei einer bestimmten Tumorerkrankung, dem Plasmozytom, welche mit einer verstärkten Bildung von Immunzellen einhergeht, die wiederum große Mengen an Eiweißen in das Blut abgeben)
  • Verminderung des Wasseranteils des Blutes (Wassermangel), z.B. Austrocknung infolge starker Durchfälle oder einer zu geringen Trinkmenge. In diesem Fall ist die Menge des Eiweißes im Blut nicht vermehrt, wohl aber der relative Anteil an Eiweiß im Verhältnis zur Flüssigkeit.

 

Erniedrigte Konzentration

Bei folgenden Erkrankungen bzw. in folgenden Situationen kann die Gesamteiweißkonzentration im Blut verringert sein:
  • Eiweißverlust über die Nieren bei schweren Nierenerkrankungen, z.B. Nierenschwäche (Niereninsuffizienz)
  • Ausscheidung von Eiweiß über den Darm, beispielsweise bei Morbus Crohn
  • Eiweißverlust über die Haut bei schweren Verbrennungen
  • häufiges Punktieren von Ergüssen, die große Mengen an Eiweiß enthalten, z.B. bei einem Pleuraerguss oder bei der Bauchwassersucht (Aszites)
  • akute, durch Viren bedingte Leberentzündung (akute Virushepatitis)
  • verminderte Aufnahme von Eiweißen aus dem Darm bei Bauchspeicheldrüsenschwäche (Pankreasinsuffizienz)
  • bei "Überwässerung", z.B. bei Gabe zahlreicher Infusionen, sowie in der Schwangerschaft; in diesen beiden Fällen ist der Flüssigkeitsgehalt des Blutes erhöht, wogegen der Eiweißgehalt gleich bleibt, sodass nur relativ (aber nicht absolut) weniger Eiweiß pro Volumenmenge Blut vorhanden ist.

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