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Allergene: Pollen
Insekten werden als Postboten "missbraucht". Eine Blüte beherbergt männliches und weibliches Erbgut. Die Pollen sind Zellen, die das männliche Erbgut tragen. Deshalb müssen sie irgendwie an die weiblichen Eizellen einer anderen Blüte von derselben Art gelangen. Aus diesem Grunde locken manche Pflanzen Insekten, z. B. Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge an, die dann als Überträger "missbraucht" werden. Ihre Post, die Pollen, bleibt an ihnen kleben, während sie Nektar sammeln. Um an den beliebten Nektar zu gelangen, müssen sie sich an den weiblichen Teilen einer Blüte vorbei drängeln. So werden die Pollen an die richtige Stelle geliefert, während die Postboten von Blüte zu Blüte fliegen.

 

Pollen von Blütenpflanzen lösen selten eine Allergie aus. Die meisten Blütenpflanzen haben große und schwere Pollen. Deshalb sind sie auch selten Ursache für eine Allergie. Das geschieht meistens nur bei Menschen, die häufig, z. B. wegen ihres Berufes, in Kontakt mit Blütenpflanzen kommen. Bei Gärtnern und Floristen sind Chrysanthemen oder Margeriten Hauptauslöser für eine Allergie.

 

Windblütler verteilen sich flächendeckend. Die Pollen von Bäumen, Gräsern und Kräutern sind aber sehr viel feiner. Manche sind so winzig, dass sie mit dem bloßen Auge nicht mehr sichtbar sind. Sie sind ideale Allergene, weil sie tief in die Atemwege eindringen. Außerdem werden sie meistens nicht durch Insekten, sondern durch den Wind weit verteilt. Manche Pollen fliegen bis zu 400 Kilometer durch die Luft. So werden sehr große Flächen vom den Pollen abgedeckt. Außerdem produzieren Windblütler häufig sehr große Mengen von Pollen, damit sie sich flächendeckend verteilen und artgleiche Pflanzen befruchten können. Ein Haselstrauch beispielsweise produziert über 600 Millionen Pollenkörner. Pflanzen, die ihre Pollenkörner über den Wind verteilen, nennt man auch Windblütler.

 

Für eine allergische Reaktion reichen oft schon wenige dieser Pollen aus. Je höher die Konzentration der Pollen, desto heftiger sind die Beschwerden.

 

Infotipp

In unserem Pollenflugkalender können sie generell nachsehen, wann sie mit Allergenen der verschiedenen Pflanzen rechnen müssen.

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