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Was ist Asthma?
Inhaltsübersicht:
Definition
Begünstigende Faktoren
Asthmaformen
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Definition
Buch dazu anzeigenAstmabronchiale. Die widersinnigen Entzündungen. Allergische Erkrankungen der Atemwege haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Insbesondere die Zunahme von Asthma bronchiale ist besorgniserregend. In Deutschland geht man davon aus, dass 3 Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Aktuelle Schätzungen zeigen: 5 bis 12 Prozent der Kinder sind betroffen.

 

Bei einem Asthmaanfall können die Betroffenen nur schwer ausatmen. Das führt zu Atemnot. Asthma ist eine wiederholt und plötzlich auftretende Verengung der Atemwege. Dabei ziehen sich die Muskeln der Bronchien zusammen. Als Folge verengen sich die Bronchien. Verursacht wird die Verengung durch eine Entzündung der Schleimhaut in den Bronchien. Zäher Schleim verengt die Luftwege zusätzlich. Dabei kommt es zu schwerer Atemnot und Hustenanfällen, bei denen oft (nicht immer) ein zäher, klebriger Schleim abgehustet wird. Die Atemnot wird nicht, wie man annehmen könnte, dadurch verursacht, dass die Betroffenen schlecht Luft holen können. Vielmehr führt die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur dazu, dass die "verbrauchte" Luft nicht aus den Lungen entweichen kann. Aus diesem Grund können die Betroffenen nicht genug neue Luft einatmen und das führt dann zu einem Sauerstoffmangel.

 

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Begünstigende Faktoren
Atopiker entwickelt häufiger eine Hyperreaktivität der Atemwege. Asthma bronchiale ist eine sehr komplizierte Erkrankung. Was die eigentliche Ursache ist, ist auch heute noch nicht eindeutig geklärt. Zu den Faktoren, die eine Erkrankung begünstigen gehören:
  • eine angeborene Allergiebereitschaft (Atopie) und
  • eine Überempfindlichkeit der Atemwege (Hyperreaktivität).

Allergisches Asthma zählt zu den Typ 1 Allergien. Asthma hat aber nicht ausschließlich eine allergische Ursache. Die Hyperreaktivität der Atemwege vor allem auf Umweltreize und Luftschadstoffe muss ebenfalls berücksichtigt werden. Meistens sind die Betroffenen in der frühen Kindheit in häufigen Kontakt mit diesen Auslösern gekommen. Dazu gehören z. B. Abgase, Industriestäube, Zigarettenrauch, Duftstoffe wie Parfüms aber auch Hausstaub, Milben, Schimmelpilzsporen, Tierhaare etc. Asthmatiker reagieren auf eingeatmete Substanzen empfindlicher, als Nicht-Asthmatiker.

 

Verändertes Bauen und Wohnen und ungesunde Gewohnheiten schaffen ideale Voraussetzungen. Veränderte Lebensgewohnheiten und die unübersehbare Zunahme an Luftschadstoffen sind der Grund für die starke Zunahme von Asthma in industriellen Ballungsgebieten. Epidemiologische Untersuchungen haben diesen Zusammenhang z. B. bei den veränderten Lebensgewohnheiten deutlich gemacht. Durch die moderne Bauweise sind Häuser und Wohnungen sehr gut wärmeisoliert. Dadurch ist die Feuchtigkeit in den Wänden höher. Die Luftzirkulation bzw. der Austausch von Luft von außen nach innen ist stark vermindert. In den meisten Fällen wird auch Teppichboden verlegt. Das sind ideale Bedingungen für Milben und Schimmelpilze. Außerdem werden immer mehr Tiere in der Wohnung gehalten, wodurch nahezu überall Tierhaare zu finden sind. Die Luft in den Wohnräumen ist heute sehr viel stärker mit Allergenen belastet.

 

Leben in industriellen Ballungsgebieten begünstigt die Entstehung von Asthma. Erhöhte Schadstoffkonzentrationen in der Luft (Industriestäube, Autoabgase, chemische Stoffe wie FCKW etc.) schädigen die feinen Epithelgewebe der Atemwege. Dadurch wird die Aufnahme von Allergenen erleichtert und es entwickelt sich eine verstärkte Allergiebereitschaft. Dasselbe gilt für feine Stäube, Ruß und Asche, die vielfach die Atemluft verunreinigen. Dazu gehört vor allem auch der Zigarettenrauch, der häufig mit verursachend ist für kindliches Asthma. Dieser Zusammenhang ist eindeutig belegt.

 

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Asthmaformen
Asthma wird anhand der Auslöser in unterschiedliche Formen eingeteilt. Die Auslöser, bzw. Ursachen für Asthma können aus unterschiedlichen Bereichen kommen. Danach werden drei wesentliche Unterscheidungen getroffen:
  • Extrinsic Asthma: Allergisches Asthma bronchiale, bei dem die Reaktion der IgE-Antikörper die alleinige Ursache für die Erkrankung sind (vgl. Typ 1 Allergien)
  • Intrinsic Asthma: Alle Formen von Asthma ohne allergische Ursache werden unter diesem Begriff zusammengefasst. Auslöser sind meistens Virusinfektionen und unspezifische Reize, z. B. körperliche Belastungen.
  • Mischformen: Diese Form ist die häufigste Form bei Kindern und bei Erwachsenen. Dabei führen sowohl allergische Reaktionen, als auch andere Auslöser zu einem Asthmaanfall.

 

Buch dazu anzeigenPraktische Pneumologie. Für Internisten und Allgemeinmediziner.
Kurzbeschreibung
Die nachfolgende Grafik zeigt, welche Faktoren einen Asthmaanfall auslösen können und welche pathologischen Mechanismen einem Anfall zugrunde liegen.

Pathologische Mechanismen bei Asthma bronchiale.

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Asthma bronchiale
 



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