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Depression

Depression erkennen
Inhaltsübersicht:
Erkennen - Verstehen - Behandeln
Depression erkennen
Seelische Krankheitszeichen
Störungen des Antriebs
Körperliche Krankheitszeichen

 

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Erkennen - Verstehen - Behandeln
Nicht jede Verstimmung ist gleich eine Depression.
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Depression ist nicht gleich Depression. Dabei sollen DEPRESSIONEN zunehmen, heißt es. Manche behaupten sogar, wir lebten in einem "Zeitalter der Depressionen". Doch dies ist nicht nur eine Übertreibung, es ist auch eine Verwechslung, und eine schwerwiegende dazu. Denn wenn man jede Gemütsbewegung mit einer Depression gleichsetzt, dann wird man auch diejenigen nicht mehr erkennen können, die wirklich unter einer quälenden Schwermut zu leiden haben.

 

Unterscheidungen sind wichtig. Deshalb ist es wichtig, die verschiedenen Beeinträchtigungen des Gemütslebens auseinander zuhalten. Nur so wird man allen Betroffenen gerecht, kann sie verstehen, stützen und ggf. zu einem Arztbesuch ermuntern. Es gilt also zu unterscheiden:

 

Schwankungen der Stimmung, Trauer, Depression. Stimmungsschwankungen sind allgemeine Möglichkeiten menschlichen Erlebens; sie sind typisch für das Auf und Ab im Alltag. Trauer ist zwar die schmerzliche Folge eines Schicksalsschlages, aber ebenfalls eine natürliche Reaktionsweise. Die Depression dagegen ist eine Krankheit - und eine unter Umständen gefährliche dazu (Selbstmordgefahr).

 

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Depression erkennen
Depression ist eine komplizierte Krankheit. Eine Depression ist eine Gemütskrankheit. Sie setzt sich aus seelischen und sogar körperlichen Beschwerden zusammen, jedoch ohne organischen Befund. Nach und nach kompliziert sich dieses Leiden durch zwischenmenschliche, berufliche und weitere Folgen.

 

Depressionen können sich verstecken. Depressionen können sich in ausgeprägter Schwermut äußern, die dann auch jedem als Depression auffällt. Doch das muss nicht so sein. Eine wachsende Zahl von Depressionen zeigt sich uncharakteristisch, versteckt hinter körperlichen Beschwerden (lavierte oder maskierte Depression).

 

"Eingebildete Kranke" sind besonders schwer betroffen.
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Diese Kranken sind besonders belastet, denn niemand versteht sie, verstehen sie sich doch selbst am allerwenigsten. Dabei werden sie häufig von einer Untersuchung zur anderen geschickt und am Schluss vielleicht sogar als "eingebildete Kranke" ("Hypochonder") verkannt. Dies ist eine besonders schmerzliche Entwicklung, die den Betroffenen noch tiefer in Selbstzweifel, Minderwertigkeitsgefühle und damit Isolationsgefahr treiben kann.

 

Alles Täuschung? Das größte Problem ist also das vielschichtige und manchmal sogar täuschende Beschwerdebild der Depression. Auf was muss man deshalb achten?

 

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Seelische Krankheitszeichen
Niedergedrückt:
  • Herabgestimmt, bedrückt, niedergeschlagen, trostlos, resigniert, unglücklich, quälend schwermütig.
Gefühllos:
  • Überdrüssig, lustlos, freudlos (wichtiger Hinweis: an nichts mehr Freude haben), ferner unfähig zu genießen, ja überhaupt etwas zu empfinden ("gefühlte Gefühllosigkeit"), schließlich sogar unfähig zu trauern bzw. zu weinen ("tränenlose Trauer").
Elendsgefühl:
  • Allgemeines Elendigkeitsgefühl, wie zerschlagen, tiefes Unwohlsein mit einer Art genereller, schwer beschreibbarer "Übelkeit" usw.
Passiv:
  • Energielos, passiv, schwach, kraftlos, leicht und rasch erschöpfbar, ohne Initiative, Schwung und Antrieb, willenlos, matt, apathisch, bisweilen regelrecht "versteinert".
Unruhig:
  • Innerlich unruhig, gespannt, getrieben, fahrig, nervös, "wie unter Strom", mit leerem Beschäftigungsdrang, ziellosem oder rastlosem Umhergetriebensein (Fachausdruck: agitiert), ferner jammerig, klagsam, anklammernd (erhöhte Selbsttötungsgefahr).
Pessimistisch:
  • Mutlos, verzagt, ratlos, schwernehmend, pessimistisch, leicht irritierbar, hoffnungslos, selbstzerstörerisch, negative Sichtweise ("schwarze Brille"), Überbewertung aller Probleme, Gefühl der Aussichtslosigkeit, ja fatalistisch, mit unbeirrbarer Suche nach Negativem.
Interesselos:
  • Interesselos, schließlich völlige Gleichgültigkeit auf allen Gebieten, teils durch eine alles durchdringende Kraftlosigkeit, teils durch die gefürchtete "Leere im Kopf".
Überempfindlich:
  • Überempfindlich, leicht verletzlich, kränkbar, unzufrieden, vorwurfsvoll und ungerecht, rasch und unvermittelt mit Verzweiflung reagierend, aber auch reizbar, missgestimmt, mürrisch, aufbrausend oder gar aggressiv bis feindselig ("feindselige Depression", insbesondere im höheren Lebensalter).
Minderwertig:
  • Minderwertigkeitsgefühle, allgemeine Unsicherheit, mangelndes Selbstwertgefühl, negative Selbsteinschätzung.
Schwache Konzentration:
  • Merk- und Konzentrationsstörungen ("Gedächtnisschwäche"): langsames, umständliches, zähflüssiges, mühsames Denken, Ideenarmut, "Leere im Kopf" bis zur Angst, schwachsinnig geworden zu sein (sogenannte depressive Pseudo-Demenz, die natürlich kein echter erworbener Schwachsinn, sondern nur eine vorübergehende Denkerschwernis ist).
Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen.
  • Entscheidungsunfähig, wankelmütig, zwiespältig, hin- und hergerissen, alles bis zum Ende durchdenken und dann von neuem anfangen wollend, ziellos, ängstlich abwägend, ohne abschließende Entscheidungsfähigkeit.
Grübelsucht:
  • Grübelneigung bis zur Grübelsucht, unfruchtbares Gedankenkreisen.
Schuldgefühle:
  • Schuldgefühle: Überbewertung früherer oder aktueller Ereignisse, häufig maßlos übertrieben, nicht selten grundlos, dennoch schuldhaftes Verarbeiten krankheitsbedingten Versagens mit Versündigungsideen, Selbstanschuldigungen ohne Grund (Partnerschaft, Beruf, Verbote, ja sogar kriminelle Handlungen).
Probleme, Gefühle zu vermitteln:
  • Beziehungsstörungen zu anderen: Unfähigkeit, gefühlsmäßig mitzuschwingen, zwischenmenschliche Zuwendung und Wärme zu vermitteln, dafür Angst vor "innerlichem Erkalten", "Glaswand zu den anderen".
Ängste:
  • Angstzustände: Gefühl, unerwünscht oder im Wege zu sein, nicht geliebt oder akzeptiert bzw. verlassen zu werden bis hin zu Panikattacken.
Verarmungsideen:
  • Verarmungsideen: nichts vorweisen können, nichts haben, nur Geld verbrauchen, Krankenkasse und Familie schädigen, schließlich unkorrigierbarer depressiver Verarmungswahn.
Innere Leere:
  • Innere Leere mit Absterben aller Gefühle, Gefühl der Gefühllosigkeit, wie benommen, dumpf, ausgebrannt, versteinert.
Misstrauen:
  • Beziehungsideen: Angst vor Tuscheleien und übler Nachrede, Misstrauen, furchtsame Verfolgungsideen.
Entfremdung:
  • Entfremdungserlebnisse ("ich bin nicht mehr ich", "alles unwirklich, fremd, abgerückt", "die Zeit geht nicht voran").
Zwänge:
  • Weitere Krankheitszeichen wie Zwangsdenken, Zwangsbefürchtungen, Zwangshandeln, hypochondrische Ängste vor seelischen, körperlichen oder sonstigen Veränderungen, mitunter sogar wahnhafte Reaktionen.
Schuldgefühle:
  • Bei allem kein echtes Krankheitsgefühl, trotz massiver Störungen, damit auch keine Krankheitseinsicht, eher Schuldgefühle ("Ich bin schuldig, nicht krank", "Warten auf Strafe von oben" usw.).

 

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Störungen des Antriebs
Antriebsstörungen können psychisch oder physisch sein. Bei den depressiven Störungen des Antriebs handelt es sich entweder um eine körperliche Unruhe und innere Getriebenheit oder um eine unerklärliche, unnatürliche tiefe Müdigkeit, Mattigkeit, Antriebslosigkeit, bis hin zu innerem Erstarren oder seelisch-körperlicher Blockierung. Besonders quälend: äußerlich gehemmt, aber innerlich unruhig.

 

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Körperliche Krankheitszeichen
Trotz Teilbefunden bleiben körperliche Symptome unerklärlich. Bei den körperlichen Krankheitszeichen im Rahmen einer Depression finden sich vielfältige Störungen, meist ohne nachweisbare Ursache. Bisweilen ergeben sich bestimmte Befunde, die jedoch nur einen Teil des geklagten Beschwerdebildes erklären können (z.B. Blutdruckabfall, Gewichtsverlust, Störungen des Schlafablaufs usw.). Die häufigsten Beispiele sind.
Schlaf:
  • Schlaf: Ein- und Durchschlafstörungen, Früherwachen, schwere Träume, tagsüber unfrisch oder dösig.
Appetit:
  • Appetit: häufig Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust, manchmal auch Heißhunger.
Magen/Darm:
Kopf:
  • Kopf: Kopfdruck, manchmal über den Augen, manchmal als Hinterhauptsdruck, manchmal wie ein "Helm" oder "Reifen" um den Kopf (vgl. Spannungskopfschmerz).
Sinne:
  • Sinnesorgane: Nachlassen von Seh- und Hörfähigkeit bzw. Geruch oder Geschmack, bisweilen auch Überempfindlichkeit.
Herz/Atmung:
  • Herz und Atmung: vielfältige Beschwerden bis Schmerzen in der Herzgegend (z. B. Druck auf der Brust, besonders nach dem Früherwachen), ferner Atemenge, Kreislaufstörungen usw.
Vegetative und sonstige Beschwerden:
  • Vegetative und andere Beschwerden: Kloß im Hals, Verspannungen, Gelenk-, Rücken- und Muskelschmerzen, meist nicht exakt festlegbar, oft wandernd, Blasenstörungen, Zungenbrennen, Mundtrockenheit, Hautüberempfindlichkeit, schwere Beine, Hitzewallungen, Kälteschauer, Störungen der Schweiß- und Tränensekretion ("tränenlose Trauer"), Nachlassen von sexuellem Verlangen und Potenz, allgemeine Missempfindungen am ganzen Körper usw.

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