Rheuma

MedizInfo®: Rheumatologie
Rheumakliniken

Anatomie der Gelenke
Rheuma-Medikamente
Physiotherapie

Arthritis - Gelenkentzündungen
Ernährung bei Rheumatoider Arthritis
Arthrose
Hüftgelenksarthrose
Fibromyalgiesyndrom

Gicht
Kollagenosen
Lupus erythematodes
Osteoporose
Sklerodermie
Vaskulitiden

Für die Ernährung bei Gicht:
Lebensmitteltabellen für Purine und Harnsäure

Krankheitsverlauf der Rheumatoiden Arthritis / Chronischen Polyarthritis

Allgemeine Symptome verdecken den Beginn der Krankheit

Der Beginn der rheumatoiden Arthritis ist häufig gekennzeichnet durch ein allgemeines Krankheitsgefühl. In dieser Vorphase treten auf:
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Müdigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Depressionen
  • Leistungsminderung
  • erhöhte Temperatur, leichtes Fieber (um 38 Grad Celsius)

Diese allgemeinen Symptome können auch zu Zeiten eines akuten Schubes auftreten.

 

Schmerzen und Kraftlosigkeit sind ein erstes Alarmzeichen

Nach dieser Phase beginnt das Frühstadium, in dem Schmerzen in verschiedenen Gelenken, z. B. in den Finger und Zehen, hinzukommen. Die Schmerzen können in Ruhe, bei Bewegungen und/oder als Dauerschmerzen auftreten. Kraftlosigkeit führt oft dazu, dass Betroffene z. B. eine Kaffeetasse nicht mehr richtig halten oder ein Glas nicht mehr öffnen können. Sie lassen auch öfter Gegenstände fallen. In dieser Phase treten ebenfalls Sehnenscheidenentzündungen auf. Das alles sind erste Alarmzeichen.

 

Die Beschwerden treten symmetrisch auf

Hinzu kommen dann auch die Gelenkschwellungen mit den typischen Zeichen der Überwärmung und Schmerzen. Besonders am Morgen sind die Gelenke oft steif. Es dauert einige Zeit, bis die Bewegung wieder leichter wird. Typisch für die rheumatoide Arthritis ist, dass die Beschwerden immer symmetrisch (rechts und links gleichzeitig) auftreten, auch wenn die betroffenen Gelenke wechseln können.

 

Schleichend oder schlagartig - die Krankheit beginnt unterschiedlich

Die rheumatoide Arthritis beginnt auf unterschiedliche Weise. Bei vielen Betroffenen setzten die typischen Beschwerden langsam und schleichend ein. Manchmal kann dieser Prozess Jahre dauern. Das führt oft dazu, dass zu Beginn nicht die richtige Diagnose gestellt wird. Bei anderen setzen die Krankheitssymptome schlagartig ein. Warum das so ist, ist bis heute nicht bekannt.

 

RA kann sich in Schüben oder langsam steigernd entwickeln

Der weitere Verlauf kann ebenso unterschiedlich sein wie der Beginn der Erkrankung. Häufig verläuft die rheumatoide Arthritis in Schüben. Dann klingen zwischen den einzelnen Entzündungsphasen/Schüben die Beschwerden der Betroffenen wieder ab. Zurück bleiben aber die Gelenkschäden, die sich bei jedem neuen Schub summieren. Bei anderen Betroffenen entwickelt sich die rheumatoide Arthritis über Jahre langsam und steigernd. Bei diesem Verlauf kommt es nur selten zu Schüben.

 

Im Spätstadium entstehen charakteristische Schäden an den Gelenken - Verformungen der Hände sind besonders häufig

Im Spätstadium der Erkrankung entstehen verschiedene charakteristische Schäden. Am häufigsten sind Verformungen der Hände, wie sie in der Grafik übersichtlich gezeigt werden.

Typische Deformitäten der Hand bei RA.

Oft sind bei verschiedenen rheumatischen Erkrankungen typische Gelenke betroffen. Ein Vergleich für die Gelenke der Hand zeigt die nachfolgende Grafik.

Typischer Gelenkbefall der Hände bei verschiedenen rheumatischen Krankheitsbildern.

 

Häufig sind, außer den Hand- und Fingergelenken, auch noch andere Gelenke betroffen

Rheumatoide Arthritis kann sich auch an anderen Gelenken zeigen. Die Häufigkeit, mit der andere Gelenke befallen werden, ist sehr unterschiedlich. Der Befall äußert sich durch Schwellung, Schmerzen, Deformität und Bewegungseinschränkungen der betroffenen Gelenke mit unterschiedlichem Schweregrad. Die prozentuale Verteilung der betroffenen Gelenke liegt ungefähr bei:
  • Kiefergelenke 18 Prozent
  • Halswirbelsäule 20 Prozent
  • Schultergelenke 50 Prozent
  • Ellenbogengelenke 40 Prozent
  • Hüftgelenke 20 Prozent
  • Handgelenke 60 Prozent
  • Fingergelenke 75 Prozent
  • Kniegelenke 65 Prozent
  • Sprunggelenke 50 Prozent
  • Zehengelenke 45 Prozent

Der Befall großer Gelenke, wie z. B. das Kniegelenk, tritt in der Regel erst im Endstadium der rheumatoiden Arthritis auf.

 

Verlauf der Gelenkzerstörung

Die Grafik zeigt, wie entzündliche rheumatische Erkrankungen im Gelenk typischerweise verlaufen.

Stadien der Veränderungen im Gelenk bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen.

 

Haut und Haar sind ebenfalls betroffen

Bei vielen Betroffenen wird die Haut trockener und benötigt mehr Pflege. Auch die Schleimhäute können trockener sein. Das führt z. B. zu trockenen Augen oder auch zu einer trockenen Scheide bei Frauen. Letzteres kann beim Geschlechtsverkehr unangenehm sein. An Händen und Füßen kann es auch zu verstärktem Schwitzen kommen. Das Wachstum der Nägel kann beeinträchtigt sein. Nägel werden brüchig. Haare wachsen langsamer und brechen schnell. Es kann auch zu Haarausfall kommen.

 

Selten - aber gefürchtet -  ist die Beteiligung von Organen

Am gefürchtetsten ist ein Organbefall bei rheumatoider Arthritis. Das kommt aber mit 2 bis 5 Prozent nur selten vor. Dann sind häufig das Herz, die Lunge und die Augen betroffen. Das zeigt sich u.a. in rheumatisch bedingten Rippenfellentzündungen (Pleuritis), Herzbeutelentzündungen (Perikarditis), Gefäßentzündungen (Vaskulitis) und Sjögren-Syndrom. Als Folge der rheumatoiden Arthritis kann es nach langjährigem Verlauf zusätzlich zur Ausbildung einer Osteoporose oder Amyloidose kommen. Das Krankheitsbild zeigt die für Vaskulitiden typischen Leitsymptome.

Top

Zur Übersicht
Arthritis - Gelenkentzündungen

 

MedizInfo®Klinikbewertungen
Klinikdatenbank mit individuellen Erfahrungsberichten
Geben Sie jetzt Ihre Klinik-Bewertung ab!


Rheumakliniken listen.



MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas