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Insulintherapie mit einer Insulinpumpe

Herstellung fast natürlicher Bedingungen

Durch eine Insulinpumpe lässt sich eine Insulinabgabe in das Blut erreichen, die annähernd der Insulinfreisetzung aus der gesunden Bauchspeicheldrüse entspricht - der Patient kann dadurch nahezu "natürliche" Bedingungen erreichen. Die auf diese Weise erreichten Blutzuckerwerte sind in der Regel sehr gut, und die Patienten fühlen sich mit dieser Art der Therapie oft ausgesprochen wohl.

 

Die Pumpe wird 24 Stunden am Tag getragen

Die programmierbare Pumpe kann beispielsweise am Gürtel getragen werden. Sie ist über einen Schlauch mit einer Injektionsnadel verbunden, die unter der Haut im Fettgewebe platziert wird. Da sie in der Regel für 24 Stunden an einer Stelle verbleibt, ist eine sorgfältige Hygiene unerlässlich, um Infektionen an der Injektionsstelle zu vermeiden. Je nach Programmierung der Pumpe wird zu festgelegten Zeitpunkten jeweils eine bestimmte Insulinmenge aus dem Medikamentenbehälter über den Schlauch und die Injektionsnadel in das Unterhautfettgewebe abgegeben.

 

Probleme bei Fehlfunktion der Pumpe

Probleme können sich ergeben, wenn der Schlauch abknickt, eine Undichtigkeit auftritt oder die Injektionsnadel aus dem Unterhautfettgewebe herausrutscht. In diesen Fällen kommt es zu einer Unterversorgung mit Insulin und entsprechend zu einer Überzuckerung (Hyperglykämie). Zu Unterzuckerungen (Hypoglykämien) kommt es bei dieser Therapieform hingegen seltener als bei der Insulingabe über eine Spritze.

 

Die Handhabung muss gut gelernt werden

Da eine Insulinpumpe komplexer zu handhaben ist als Insulinspritzen und Pens, kommt eine derartige Therapie nur für hoch motivierte Patienten infrage. Diese Diabetiker müssen zudem in der Lage sein, diese Therapie weitgehend selbstständig durchzuführen. Allerdings werden sie zu Behandlungsbeginn sorgfältig geschult, und es steht immer ein Ansprechpartner zur Verfügung.

 

Für einige Patienten kann eine Insulinpumpe sinnvoll sein

Eine Insulinpumpe kommt insbesondere für folgende Patienten in Betracht:
  • Patienten mit schwer einstellbarem Diabetes mit häufigen Über- und Unterzuckerungszuständen (Hyper- und Hypoglykämien)
  • Patienten mit nächtlichen Unterzuckerungen (nächtliche Hypoglykämien)
  • schwangere Diabetikerinnen mit schwer einzustellenden Blutzuckerwerten
  • rasch nach Diagnosestellung des Diabetes auftretende Spätfolgen, z.B. schmerzhafte Neuropathie
  • Patienten, die sich eine Insulintherapie mit einer Pumpe wünschen und auch in der Lage sind, diese weitgehend selbstständig durchzuführen

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