Hat sich eine Verstopfung eingestellt, dann können Sie selbst einiges
tun, damit es Ihnen und Ihrem Darm wieder besser geht. Wichtig ist, dass Sie nicht sofort
zu einem Abführmittel greifen. Die Gründe dafür können
Sie hier nachlesen. Wenn Sie ein Abführmittel anwenden,
sollten Sie sich über die Wirkungsweise klar sein. Außerdem sollten Sie nach spätestens
zwei Wochen zum Arzt gehen, wenn das Medikament nicht wirkt.
Wer eine Selbstbehandlung mit Abführmitteln durchführen
möchte, für den kann das folgende Schema eine Hilfe sein:
Eine Ernährungsumstellung wirkt am besten
Am nachhaltigsten wirkt eine Umstellung Ihrer Ernährung auf faser- und ballaststoffreiche Kost. Das ist
nicht nur für Ihren Stuhlgang, sondern für die Gesundheit Ihres gesamten Körpers
wichtig. 80 Prozent unserer Abwehrzellen sind im Darm aktiv. Ein gesunder Darm und ein
leistungsfähiges Immunsystem gehören zusammen. Sehen Sie sich unsere Tipps für
eine gesunde Ernährung an.
Weitere Tipps für einen regelmäßigen Stuhlgang
Außerdem sollten Sie folgendes beachten:
Trinken Sie viel. Ihr Körper braucht täglich bis zu 2 Liter Wasser. Das macht auch
Ihren Stuhl weich und geschmeidig.
Regelmäßige Bewegung hilft dem Darm auf die Sprünge. Schon ein täglicher Spaziergang
von einer halben Stunde wirkt sich positiv auf Ihren Stuhlgang aus. Benutzen Sie die
Treppe, statt den Fahrstuhl.
Oma´s Hausmittel Sauerkraut auch Sauerkrautsaft, Feigen und Trockenpflaumen wirken
abführend. Tipp: Weichen Sie Pflaumen ein und essen Sie sie dann mit etwas Joghurt. Das
ist besonders lecker.
Direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser oder Obstsaft trinken, das regt die
Darmtätigkeit an.
Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen durch Vollkornprodukte,
Weizenkleie, Gemüse und Obst z.B. Äpfel etc. Dazu viel trinken.
Einmal durchgeführt, reichen diese Maßnahmen nicht aus. Besser ist eine dauerhafte
Anwendung. Seien Sie konsequent.
Eine Verstopfung sollte in manchen Fällen auch ärztlich behandelt
werden
Sie sollten zum Arzt gehen,
wenn Verstopfung und Durchfall abwechselnd
auftreten
wenn die Verstopfung trotz Ihrer Bemühungen weiter besteht
wenn Sie Blut im Stuhl feststellen
wenn noch andere Beschwerden (siehe dazu akute
Verstopfung) hinzukommen
Die Therapie wird individuell ausgerichtet
Der Arzt wird feststellen, welche Ursachen ihre Verstopfung hat. Als
erstes wird die zugrundeliegende Erkrankung
behandelt, wenn Ihre Verstopfung das Symptom für eine andere Erkrankung ist. Gleichzeitig
wird Ihr Arzt mit Ihnen eine für Sie geeignete Therapie der Verstopfung besprechen. Dabei
können auch Abführmittel unterstützend eingesetzt werden.