Labormedizin

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Eisen (Fe)

Eisen ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen

Eisen ist für den Körper von größter Bedeutung, da es ein wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) ist. Der rote Blutfarbstoff wiederum bindet den eingeatmeten Sauerstoff und transportiert ihn zu den einzelnen Zellen der verschiedenen Organe. Umgekehrt nimmt Hämoglobin von den Zellen Kohlendioxid (CO2) auf und gibt dieses in der Lunge wieder ab, wo es mit der Ausatemluft den Körper verlässt.

 

Normalwerte

Der Normalwert der Eisenkonzentration des Blutes beträgt 45-160 µg/dl bzw. 8,1-28,6 µmol/Liter.

Um einen Wert mit der Einheit µg/dl in einen Wert mit der Einheit µmol/Liter umzurechnen, muss der Wert mit der Einheit µg/dl mit dem Faktor 0,179 multipliziert werden.

 

Eisenmangel

Eine verringerte Eisenkonzentration des Blutes allein beweist noch keinen Eisenmangel, da auch eine Eisenverteilungsstörung innerhalb des Körpers bestehen kann. Eine Beurteilung des Eisenhaushalts des Körpers ist nur zusammen mit den Laborbefunden für Transferrin und Ferritin möglich.

 

Ursachen für
vermindertes Eisen
vermindertes Transferrin
erhöhtes Ferritin

Bei einem verminderte Eisenspiegel und gleichzeitig vermindertem Transferrinwert sowie erhöhtem Ferritinwert können folgende Ursachen zugrunde liegen:
  • bösartige Tumoren ("Krebs")
  • chronische Entzündungen, beispielsweise chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Eisenüberladung des Körpers infolge zahlreicher Bluttransfusionen (und damit auch Übertragung des im roten Blutfarbstoff enthaltenen Eisens)

 

Ursachen für
vermindertes Eisen
erhöhtes Transferrin
vermindertes Ferritin

Ein verminderter Eisenspiegel bei gleichzeitiger Erhöhung des Transferrinwertes und Erniedrigung des Ferritinwertes kann auf Folgendes zurückzuführen sein:
  • Eisenverlust durch Blutungen
  • Aufnahmestörungen von Eisen aus dem Darm, beispielsweise nach Entfernung von Teilen des Magens und/oder des Dünndarms
  • Mangelernährung: Eisen ist unter anderem in Fleisch und grünem Gemüse enthalten
  • Eisenverluste durch eine Blutwäsche (Dialyse)
  • Schwangerschaft, da die Mutter durch das Wachstum des Kindes einen erhöhten Eisenbedarf hat

 

Ursachen für
erhöhtes Eisen
vermindertes Transferrin
erhöhtes Ferritin

Eine erhöhte Eisenkonzentration des Blutes findet sich - bei gleichzeitig vermindertem Transferrinwert und erhöhtem Ferritinwert - unter anderem bei:
  • Eisenüberladung des Körpers (Hämochromatose)
  • Blutarmut (Anämie), die mit einer Störung des Eiseneinbaus in den roten Blutfarbstoff verbunden ist (sideroblastische Anämie)
  • Zerstörung roter Blutkörperchen (Hämolyse), beispielsweise an künstlichen Herzklappen oder durch Vergiftungen
  • Störungen der Bildung von roten Blutkörperchen mit vermindertem Einbau von Eisen in den roten Blutfarbstoff
  • Bleivergiftung
  • Leberschädigungen
  • Einnahme von Östrogenpräparaten, z.B. in Form einer Anti-Baby-Pille oder zur Therapie von Wechseljahresbeschwerden

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