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Notfälle während der Geburt:
Nabelschnurkomplikationen

Vorfall der Nabelschnur

Die Nabelschnur kann sich während der Geburt zwischen den Kopf des Kindes und den Ausgang der Gebärmutter legen. Dadurch befindet sie sich auf dem Geburtsweg des Kindes. Man spricht in diesem Fall von einem Vorliegen der Nabelschnur. Zu einem Nabelschnurvorfall kommt es, wenn die Nabelschnur nach Platzen der Fruchtblase am Kopf des Kindes vorbei aus dem Muttermund ragt. Letzteres ist jedoch sehr selten (etwa 0,5 Prozent aller Geburten).

 

Mangelversorgung des Kindes

Eine Gefahr ergibt sich in diesen Situationen durch den Druck des Kindes auf die Nabelschnur. Der Druck schränkt die Durchblutung über die Nabelschnur und damit die Blutversorgung des Kindes ein.

 

Sofortiges Handeln ist notwendig

Bei einem Nabelschnurvorfall kann das Umlagern der Gebärenden ausreichen, damit die Nabelschnur wieder in eine normale Position rutscht. Gelingt dies nicht, werden zunächst Medikamente verabreicht, die die Wehen hemmen. So wird das Kind durch eine weitere Wehentätigkeit nicht mehr gegen die Nabelschnur gedrückt und die Blutversorgung nicht weiter einschränkt. Anschließend erfolgt eine rasche Kaiserschnittentbindung.

 

Die Nabelschnur umschlingt den Körper des Kindes

Eine weitere Nabelschnurkomplikation ist die Nabelschnurumschlingung. Unter Nabelschnurumschlingungen versteht man eine Situation, bei der die Nabelschnur um Teile des kindlichen Körpers geschlungen ist, z.B. Rumpf, Schultern oder Hals. Bei lockerer Umschlingung entstehen dem Kind keine Nachteile. Bei festeren Umschlingungen kann die Blutversorgung des Kindes beeinträchtigt sein. In diesem Fall ist eine Lösung der Umschlingung durch die Finger des Geburtshelfers notwendig oder - falls dies nicht möglich ist oder nicht gelingt - eine rasche Kaiserschnittentbindung.

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