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Verhütung: Risiken, Nebenwirkungen, Kontraindikationen beim Langzyklus

Die Verträglichkeit ist gut untersucht

Es gibt eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen zum Langzyklus, die sich aber vorwiegend mit der Verträglichkeit beschäftigen. Die Datenlage über Risiken insbesondere bei langjähriger Anwendung des Langzyklus sind bisher noch ungenügend. Man geht aber davon aus, dass keine erhöhten Risiken bei der Langzeitanwendung der Mikropille vorliegen. Risiken und Kontraindikationen bei der Anwendung des Langzyklus sind dieselben, wie bei der normalen zyklischen Anwendung der Pille.

 

Hormonschwankungen entfallen

Nebenwirkungen treten beim Langzyklus nicht häufiger auf, als bei der konventionellen Anwendung mit regelmäßiger Einnahmepause. Während der zyklischen Anwendung schwanken die Hormonspiegel stark, weil in der Einnahmepause keine Hormone zugeführt werden. Diese Schwankungen entfallen beim Langzyklus. Aus diesem Grunde ist diese Form der Anwendung für viele Frauen sogar verträglicher.

 

Das Risiko für Zwischenblutungen ist leicht erhöht

Im Vergleich zur zyklischen Anwendung ist aber das Risiko für Zwischenblutungen leicht erhöht. Die Zwischenblutungen treten häufig während der 3. bis 5. Einnahmewoche auf. Sie nehmen aber im weiteren Verlauf der Anwendung schnell ab. Im zweiten Langzyklus treten sie deutlich seltener auf und sind dann in etwa vergleichbar mit der Häufigkeit bei der zyklischen Anwendung. Je länger der Langzyklus angewandt wird, desto seltener treten Zwischenblutungen auf. In Untersuchungen traten Zwischenblutungen in den meisten Fällen als einmaliges Ereignis auf. Bei längerer Anwendung von Langzyklen kommt es zu einem deutlich verminderten Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so dass auch in den Einnahmepausen häufig keine deutliche Blutung auftritt.

 

Erstanwenderinnen sind besonders betroffen

Besonders betroffen von Zwischenblutungen im ersten Langzyklus sind Frauen, die zum ersten Mal die Pille anwenden oder bei Frauen, die das Präparat wechseln. Um das Risiko für Zwischenblutungen zu senken könnte die vorherige zyklische Anwendung des gleichen Präparates über 3 Zyklen sinnvoll sein, bevor mit einem Langzyklus begonnen wird. Das senkt die Wahrscheinlichkeit von Zwischenblutungen erheblich.

 

Die Fruchtbarkeit ist langfristig nicht herabgesetzt

Die Fruchtbarkeit wird durch den Langzyklus langfristig nicht beeinträchtigt. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die Eierstöcke nach dem Absetzen ihre Funktion schnell wieder normalisieren. Frauen, die vor der Anwendung des Langzyklus keine regelmäßigen Zyklen hatten, müssen nach dem Absetzen ebenfalls mit schwankenden Zyklen rechnen.

 

Verhütung oder Lifestyle

Zweifler warnen davor, dass aus der Mikropille ein reines Lifestyleprodukt wird. Hintergrund ist das psychologische Problem vieler junger Frauen, die Schwierigkeiten haben, ihre Weiblichkeit zu akzeptieren (vgl. Magersucht). Der Langzyklus könnte diese Entwicklung fördern.

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