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Therapie der Herzschwäche: Kalziumantagonisten

Der Sauerstoffbedarf des Herzmuskels sinkt.

Kalziumantagonisten sind Medikamente, die den Sauerstoffbedarf des Herzmuskels senken. Allgemein hemmen sie den Einstrom von Kalzium in die Zelle. Bei den glatten Muskelzellen der Blutgefäße führt das dazu, dass sich die Gefäße weiten. Weite Blutgefäße bieten dem Blut weniger Widerstand, der Blutdruck sinkt und das Herz wird entlastet. Der Sauerstoffbedarf des Herzmuskels sinkt. Gleichzeitig ist das Angebot an Sauerstoff durch die geweiteten Blutgefäße am Herzen erhöht.

 

Bei Herzschwäche ist die Wirkung begrenzt.

Diesen Mechanismus macht man sich zunutze. Kalziumantagonisten werden bei Angina pectoris bzw. koronarer Herzkrankheit erfolgreich eingesetzt. Weil die koronare Herzkrankheit eine der Hauptursachen für eine Herzschwäche ist, werden Kalziumantagonisten auch bei Herzschwäche häufig eingesetzt. Viele klinische Studien in den 80er Jahren belegen aber, dass Kalziumantagonisten bei Herzschwäche nicht den erhofften Erfolg bringen. Vermutet wurde, dass durch die Erweiterung der Blutgefäße eine vermehrte Ausschüttung von Hormonen z. B. von Angiotensin II angeregt wird, die bei der Unterhaltung des Teufelskreises der Herzschwäche eine Rolle spielen.

 

Einsatz nur ergänzend und unter bestimmten Bedingungen sinnvoll.

Kalziumantagonisten des neuen Typs haben eine spezifischere Wirkstruktur. Die PRAISE-Studie von 1996 und in Einschränkungen auch die V-HeFT-III-Studie haben gezeigt, dass Medikamente dieses neuen Typs die Leistungsfähigkeit verbessern und die Überlebensrate steigern können bei Betroffenen, deren Herzschwäche nicht auf eine Durchblutungsstörungen zurückzuführen ist. Insgesamt werden heute bei der Therapie der Herzschwäche Kalziumantagonisten nur zusätzlich bzw. ergänzend angewandt, wenn neben der Herzschwäche gleichzeitig eine Hypertonie und/oder eine koronare Herzkrankheit besteht.

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