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Herzrhythmusstörungen

Kein anderer Muskel im menschlichen Körper arbeitet so ununterbrochen reibungslos und exakt. Das Herz ist ein Wunderwerk an Präzision. Unabhängig von außen schlägt es im immer gleichen Takt und ist fähig, sich automatisch an Belastungen anzupassen. Das Herz kann aber auch stolpern und stottern, Extraschläge ausführen, anhaltend sehr langsam oder sehr schnell schlagen. Solche Herzrhythmusstörungen können harmlos sein. Sie können aber auch lebensgefährlich sein. In jedem Fall sollten Sie durch einen Spezialisten untersucht werden, damit schwerwiegende Folgen gar nicht erst entstehen.

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Herzrhythmusstörungen - Teil 1: Beschwerden und Diagnose
Herzrhythmusstörungen - Teil 2: Therapie

Die Erregungsleitung des Herzens
Das Herz arbeitet unabhängig. Spezielle Muskelfasern sorgen für den kontinuierlichen Impuls, der einen Herzschlag auslöst.
Was sind Herzrhythmusstörungen?
Die Schlagfrequenz des Herzens ist individuell sehr unterschiedlich. Erwachsene Herzen schlagen anders, als die Herzen von Säuglingen und Kindern. Störungen können vielfältig auftreten.

Herzrhythmusstörungen

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Bradykardie: Herzrhythmusstörungen mit zu langsamem Herzschlag

Sinusbradykardie
Auch gesunde Menschen können eine Sinusbradykardie haben. Die Abgrenzung erfolgt durch ein Belastungs-EKG.
Sick-Sinus-Syndrom
Beim Syndrom des kranken Sinusknotens kann es zu Schwindel und Ohnmachtsanfällen; Herzstolpern und Herzenge kommen.
Hypersensitiver Karotissinus / Karotissinussyndrom
Bei dieser Erkrankung ist der biologische Messfühler für den Blutdruck, der Karotissinus, überempfindlich und meldet falsche Blutdruckwerte an das Gehirn.
Bradykardes Vorhofflimmern
Rasend schnelle, schwache Bewegungen lösen nicht immer einen Herzschlag aus. Die Thrombenbildung in den Vorhöfen wird gefördert und bildet ein potentielles Gesundheitsrisiko.
Störungen der Erregungsleitung
Fällt der Sinusknoten als Taktgeber aus, so übernehmen andere Strukturen diese Funktion. Das Herz schlägt dann viel langsamer.

Tachykardie: Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag

Vorhoftachykardien Kammertachykardien
Sinustachykardie
Eine Herzschlagerhöhung, die vom Sinusknoten ausgeht, kann auch natürlichen Ursprungs sein. Die Höchstgrenze ist 220 minus Alter.
Kammertachykardie
Von leichtem Schwindel bis hin zu einem lebensbedrohenden Schock können die Folgen der Kammertachykardie sehr unterschiedlich sein.
Supraventrikuläre Extrasystolie
Zusätzliche Schläge lassen das Herz stolpern. Eine Behandlung ist notwendig, wenn eine andere Erkrankung der Auslöser ist.
Ventrikuläre Extrasystolie
Extraschläge gehen von einem zusätzlichen Reizbildungszentrum aus, das sich in der Wand der Herzkammern befindet.
Vorhofflattern
Eine kurzschlussartige Dauererregung führt zu einer sehr hohen Schlagfrequenz der Vorhöfe, die nicht immer einen Herzschlag auslöst.
Kammerflattern und Kammerflimmern
Das Herz schlägt rasend, pumpt aber kaum noch Blut durch den Kreislauf. Es besteht akute Lebensgefahr.
Vorhofflimmern
Vorhofflimmern ist die häufigste Arrhythmie im Erwachsenenalter. Sie können Vorläufer einer schwerwiegenden Herzerkrankung sein.
Torsade-de-pointes-Tachykardie
Diese Sonderform der Kammertachykardie tritt anfallsweise auf und geht in Kammerflimmern über. Auch hier besteht akute Lebensgefahr.
Paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie
Ausgehend von den Vorhöfen kommt es zu anfallsartigen Folgen schneller Herzschläge.

Diagnostik bei Herzrhythmusstörungen

Anamnese
Die Beschreibung der Beschwerden liefert für den Arzt meistens schon einen deutlichen Hinweis auf Herzrhythmusstörungen.
Körperliche Untersuchung
Das Messen von Puls und Blutdruck und das Abhören mit dem Stethoskop gehören zur Routine.
Apparative Diagnostik
Gesichert wird die Diagnose durch das EKG. Auch vorübergehenden Herzrhythmusstörungen können sicher erkannt werden.
EKG
Die elektrische Darstellung der Herztätigkeit ist die klassische diagnostische Maßnahme bei Herzrhythmusstörungen.
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Echokardiographie
Mit Hilfe des Ultraschalls kann ein Arzt das gesamte Herz in seiner Funktion beurteilen. Ultraschalluntersuchungen sind schmerzfrei.
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Therapie bei Herzrhythmusstörungen

Behandlungsgrundlagen
Neben Medikamenten, die Einfluss auf den Herzrhythmus haben, gibt es eine Vielzahl von Einflussmöglichkeiten, die sich individuell einsetzen lassen.
Antiarrhythmika
Diese Gruppe von Medikamenten werden anhand ihres Wirkmechanismus in 4 Gruppen eingeteilt. Sie beeinflussen den Herzrhythmus direkt.
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Apparative Therapie
Übersicht über die apparativen Möglichkeiten
Herzschrittmacher
Diese kleinen Geräte werden unter der Haut eingesetzt und normalisieren den Herzschlag.
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