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Was sind Herzrhythmusstörungen?

Normwerte der Herzfrequenz:

Ausgelöst durch einen elektrischen Impuls schlägt das Herz bei einem gesunden erwachsenen Menschen in Ruhe etwa 60 bis 80 mal in der Minute. Bei Frauen ist die normale Herzschlagfrequenz geringfügig höher, als bei Männern. Grund dafür ist vor allem das normalerweise anatomisch etwas kleiner Herz, das aber dennoch die gleiche Pumpleistung hervorbringen muss, wie das Herz eines Mannes. Auch Muskelmasse, Körpergröße und Blutmenge beeinflussen die Schlagfrequenz. Zusätzliche hormonelle Einflüsse wirken sich ebenfalls auf die weibliche Schlagfrequenz aus.

Bei Neugeborenen liegt die Schlagfrequenz zwischen 110 und 150 Schlägen in der Minute, bei Vorschulkindern zwischen 85 und 115 Schlägen in der Minute. Schulkinder erreichen mit 80 - 90 Schlägen in der Minute nahezu die Schlagfrequenz eines Erwachsenen.

 

Individuelle Unterschiede zeigen die Flexibilität des Herzens.

Die Schlagfrequenz stimmt normalerweise mit dem Pulsschlag überein. Der Puls, den ein Mensch in Ruhe hat, ist individuell sehr unterschiedlich. Er hängt z.B. davon ab, wie alt jemand ist, ob er Sport treibt und wie gut sein allgemeiner Gesundheitszustand ist.  Wer sich kaum bewegt, hat einen hohen Ruhepuls, z. B. 80 Schläge. Ein aktiver Leistungssportler kann aber einen Ruhepuls auch unterhalb der 60 Schläge haben, z. B. 55 Schläge in der Minute. Das liegt daran, dass man den Herzmuskel, wie jeden anderen Muskel trainieren kann. Ein Sportlerherz kann mit einem Herzschlag mehr Blut befördern, weil es eine kräftigere Muskelschicht entwickelt hat.

 

Genussmittel und Medikamente beeinflussen den Herzschlag.

Bei körperlicher Belastung, z. B. beim Treppensteigen, Laufen, Radfahren oder auch nur beim Staubsaugen, steigt die Pulsfrequenz an. Auch bei verschiedenen Erkrankungen, z. B. bei Fieber, erhöht sich der Herzschlag. Stress, aber auch Freude, wirken sich ebenfalls anregend aus. Verschiedene Genussmittel wie Nikotin, Alkohol und Koffein und auch einige Medikamente erhöhen den Pulsschlag.

 

Fehlfunktionen in der Erregungsleitung können sich unterschiedlich auswirken.

Von Herzrhythmusstörungen spricht man, wenn die Herztätigkeit aufgrund einer Fehlfunktion des Erregungsleitungssystems verändert ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten von Störungen:
  • Die elektrische Impulsgebung durch das Erregungsleitungssystems des Herzens ist unregelmäßig. Das nennt sich auch Arrhythmie. Das Herz schlägt mit Unterbrechungen und Extra-Schlägen.
  • Die Schlagfrequenz weicht von der normalen Herzfrequenz ab, wobei eine Bandbreite zwischen 60 bis 100 Schlägen als normal angesehen wird.
  • Die zeitliche Abfolge der Funktionsphasen der Herzaktionen (Ruhe, Füllzeit, Anspannungszeit, Austreibungszeit) ist durcheinander geraten, bzw. nicht mehr richtig aufeinander abgestimmt.

 

Zu schnell oder zu langsam?

Als Herzrhythmusstörungen unterschieden werden:
  • Bradykardie: Die Schlagfrequenz ist zu langsam und liegt unter 60 Schlägen in der Minute.
  • Tachykardie: Die Schlagfrequenz ist zu schnell und liegt über 100 Schlägen in der Minute.

 

Bradykarde Herzrhythmusstörungen:

Die wichtigsten, bradykarden Herzrhythmusstörungen sind:

 

Tachykarde Herzrhythmusstörungen:

Bei den tachykarden Herzrhythmusstörungen wird zwischen Herzrhythmusstörungen unterschieden, die von den Herzvorhöfen ausgehen (supraventrikuläre Herzrhythmusstörungen), und solchen, die ihren Ursprung in den Herzkammern haben (ventrikuläre Herzrhythmusstörungen). Zu den supraventrikulären Herzrhythmusstörungen zählen folgende Krankheitsbilder:

 Die ventrikulären Herzrhythmusstörungen unterscheiden sich in:

 

Herzrhythmusstörungen können vielfältige Ursachen haben.

Es gibt auch noch andere Unterscheidungskriterien, z. B. nach dem Ort der Entstehung (im Bereich der Kammer oder des Vorhofs) oder ob die Erregungsbildung oder die Erregungsweiterleitung gestört ist. Als mögliche Ursachen für Herzrhythmusstörungen kommen in Frage:

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Herzrhythmusstörungen

 




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