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Hypertonie

Bluthochdruck - Hypertonie
Salz und Bluthochdruck

Nicht jeder Patient mit Bluthochdruck reagiert auf Salz

In der Bundesrepublik Deutschland liegt der durchschnittliche Salzverbrauch mit 10 bis 15 g pro Tag ungefähr doppelt so hoch, wie ihn kochsalzsensitive Menschen mit hohem Blutdruck vertragen. Wirklich notwendig ist eine Zufuhr von nur einem Gramm täglich. Die früher vertretene These, dass Kochsalz generell für einen hohen Blutdruck mitverantwortlich ist, und deshalb unbedingt reduziert werden muss, gilt heute als überholt.

 

Bei jedem Zweiten sinkt der Blutdruck bei salzarmer Kost

Betroffene, bei denen der hohe Blutdruck auf eine Nierenfunktionsstörung zurückzuführen ist, müssen auf ihren Kochsalzverbrauch achten. Bei diesen Menschen führt eine geringere Menge Kochsalz auch tatsächlich zu einem niedrigeren Blutdruck. Andere sollten testen, ob eine verminderte Kochsalzzufuhr ihren Blutdruck senkt. Jeder zweite Betroffene reagiert auf eine salzarme Ernährung. Durch eine Verminderung der Kochsalzzufuhr auf etwa 5-6 g/Tag sinkt der Blutdruck etwa um 5 bis 8 mmHg. Gesund ist das für alle Menschen, denn insgesamt wird viel zu viel Salz verzehrt. Das stört den Wasser- und Natriumhaushalt und wirkt sich auch auf die Magenschleimhaut negativ aus.

 

Es gibt Alternativen

Salzarm zu essen bedeutet eine große Umstellung. Dennoch gilt nach wie vor, dass viele Gerichte auch ohne Salz ganz hervorragend schmecken. Viele pflanzlichen Gewürze, können das Salz überflüssig machen und oft noch feiner und stärker als Salz sein. Eine Vielzahl von Möglichkeiten bieten schon Ingwer, Dill und Senf. Möglich ist auch das Würzen mit Diätsalzen, die es in Reformhäusern gibt. In der folgenden Tabelle erhalten Sie eine Übersicht über den Salzgehalt der am häufigsten verwendeten Grundnahrungsmittel.

 

Lebensmittel

Gewicht in g

Kochsalzgehalt in g

Bachforelle
200
0,20
Blumenkohl, gekocht
200
0,056
Bohnen in Dosen
200
1,40
Bohnen, grün, roh
200
0,01
Bückling
100
1,80
Butter
100
0,012
Camembert
100
1,8 - 2,4
Champignons
200
0,06
Champignons in Dosen
200
1,83
Doppelrahmfrischkäse
100
1,5
Erbsen in Dosen
200
1,20
Erbsen, grün, roh
200
0,01
gekörnte Brühe
250 (1/4 l)
2,50
Gewürzgurken
100
2,40
Hackfleisch (halb u. halb)
150
0,13
Haferflocken
100
0,0075
Hartwurst
100
3,30
Heringsfilet in Tomatensoße
100
1,34
Huhn
250
0,53
Hühnerei
55 (1 Ei)
0,19
Joghurt, 3,5 % Fett
175
0,21
Kartoffeln, ohne Schale
60 (1 St)
0,03
Kasseler
150
3,65
Knäckebrot
10 (1 Scheibe)
0,12
Kondensmilch, 10 % Fett
3 (1 Teel.)
0,01
Kopfsalat, roh
30
0,008
Margarine
100
0,20
Matjesfilet
100
6,40
Milch, fettarm, 1,5 % Fett
500
0,60
Möhren, gekocht
200
0,20
Reis, poliert
100
0,02
Rindfleisch in Dosen
150
2,29
Rindfleischfilet
150
0,19
Roggenmischbrot
50 (1 Scheibe)
0,51
Sauerkraut, abgetropft, roh
200
1,80
Schinken, gekocht
100
2,17
Schinken, geräuchert, roh
100
4,50
Schmelzkäse
100
3,1
Schnittkäse
100
1,5 - 3,3
Schnitzel
150
0,21
Schweinefleisch (Schulter)
150
0,28
Spagetti, eifrei
100
0,013
Spargel in Dosen
200
1,080
Spargel, roh
200
0,02
Speisequark, 40 % Fett i. Tr.
100
0,05
Tomate, roh
60 (1 St)
0,01
Tomatenketchup
15 (1 Eßl.)
0,44
Vollkornbrot
50 (1 Scheibe)
0,54
Vollmilch, 3,5 % Fett
500 (1/2 l)
0,61
Weizenbrot
50 (1 Scheibe)
0,49
Weizengrieß
100
0,002
Wurst im Durchschnitt
100
1,5 - 2,0
Zwiebeln, gewürfelt, roh
5 (1 Eßl.)
0,001
Zwiebeln, getrocknet
5 (1 Eßl.)
0,013

 

Kalorientabellen können sinnvoll sein

Zusätzlich sollte sich jeder, der sich bewusst ernähren will, eine Kalorientabelle der gebräuchlichsten Lebensmittel anschaffen. Sie gibt es im Buchhandel in diversen Ausführungen. Achten Sie aber nicht nur auf die einfache Kalorienzahl. Viel wichtiger ist eine ausgewogene Ernährung mit deutlich reduziertem Fettanteil.

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