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Diagnostik: HLA-System
HLA sind Gewebsantigene. HLA bedeutet human leucocyte antigen und bezeichnet ein System von Gewebsantigenen beim Menschen, die bei vielen Erkrankungen eine Rolle spielen und deshalb zur Diagnostik herangezogen werden.

 

HLA werden vererbt. Oft finden sich in Familien bestimmte Erkrankungen gehäuft. Das lässt die Vermutung zu, dass Vererbung eine bestimmte Rolle bei der Erkrankung spielt. Es ist möglich, dass Erbfaktoren die Krankheit direkt auslösen. Andererseits kommt es für die Träger von bestimmten Erbfaktoren aber auch nur zu einem erhöhten Risiko, eine bestimmte Krankheit zu bekommen. Das ist z. B. bei der Gicht so. Wie hängt das zusammen?

 

Die Eigenschaften der Gewebsgruppen machen einen "genetischen Fingerabdruck" möglich. Von den Blutgruppen weiß man, dass eine Unterscheidung in A, B und Resusfaktoren usw. getroffen wird. Auch die Gewebsgruppen des Körpers lassen sich unterscheiden. Diese Entdeckung wurde gemacht, als Organverpflanzungen immer häufiger durchgeführt wurden. Passen die Gewebsgruppeneigenschaften von Spender und Empfänger gut zusammen, so wird das fremde Organ schneller vom Körper akzeptiert. Diese Gewebsgruppeneigenschaften werden vererbt. Aber anders als bei den Blutgruppen ist das Gewebsgruppensystem sehr viel komplizierter. Es sind schon über 70 verschiedene Gewebsgruppeneigenschaften bekannt und es kommen immer neue hinzu. Die einzelnen Eigenschaften lassen sich auch miteinander kombinieren, so dass eine individuelle Ausprägungen möglich ist. Man ist schon in der Lage, aufgrund von Gewebsgruppeneigenschaften einen "genetischen Fingerabdruck" herzustellen. Das wird z. B. bei Vaterschaftsnachweisen und in der Verbrechensbekämpfung genutzt.

 

HLA befinden sich auf fast allen Körperzellen. Chemisch gesehen besteht das HLA-System aus Proteinen. Sie sitzen auf nahezu allen Körperzellen. Sie lassen sich im Labor am leichtesten auf bestimmten weißen Blutkörperchen, den Lymphozyten bestimmen. Zur Unterscheidung werden sie mit Buchstaben und Zahlen benannt.

 

Bedeutung haben sie bei der Immunabwehr, als Indikator für bestimmte Krankheiten und zur Vaterschaftsbestimmung. HLA-Antigene haben verschiedene Bedeutung:

1. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Das wird u. a. deutlich darin, dass eine unzureichende Übereinstimmung des HLA-Systems zu Abstoßungsreaktionen bei Organtransplantationen führt.

2. Bestimmte HLA-Typen und Erkrankungen stehen miteinander in Verbindung, so dass ihre Bestimmung ein diagnostisches Kriterium darstellt. Unter anderem:

3. HLA-Gutachten zum Vaterschaftsnachweis.

 

HLA-Antigen-Frequenz (%)

HLA-assoziierte Erkrankungen

HLA-

bei Erkrankten

bei Gesunden

relatives Risiko*

Rheumatologie
Morbus Bechterew

B27

90

9

9

Morbus Reiter

B27

79

9

38

Akute vord. Uveitis

B27

52

9

11

rheumatoide Arthritis

B27

42

9

5

Dermatologie
Psoriasis vulgaris

Cw6

74

26

8

Morbus Behcet

B5

41

10

6

Recurr. Herpes lab.

A1

56

32

3

Neurologie
Myasthenia gravis

B8

57

25

4

Endokrinologie
subakute Thyreoiditis

Bw35

70

14

14

Gastroenterologie
Idiop. Hämochromatose

A3

76

28

8

* rel. Risiko =

 

Anzahl HLA-pos. Patienten x Anzahl HLA-neg.Kontrollen
Anzahl HLA-neg. Patienten x Anzahl HLA-pos. Kontrollen

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