Gynäkologie


Anatomie und Physiologie der weiblichen Geschlechtsorgane
Fehlbildungen der weiblichen Geschlechtsorgane
Lage- und Haltungsveränderungen der Gebärmutter

Gynäkologische Untersuchungen
Gynäkologische Operationen und Eingriffe
Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett
Endometriose
Entzündungen der weiblichen Geschlechtsorgane

Hormonsystem
Prämenstruelles Syndrom
Sexualstörungen der Frau
Tumore der weiblichen Geschlechtsorgane
Unfruchtbarkeit der Frau
Verhütung
Wechseljahre

Häufige Erkrankungen :
Gesund Abnehmen
Akne
Blasenentzündung
Bulimie
Cellulite-Tipps
Diabetes
Herzerkrankungen bei Frauen
Magersucht
Multiple Sklerose
Osteoporose

Normaler Verlauf des Wochenbetts - Umstellungsprozesse

 
Inhaltsübersicht:
Euphorie direkt nach der Geburt
Hormonelle Umstellung
Körperliche Umstellung

Top

 

Euphorie direkt nach der Geburt
 

  Endlich ist es soweit und das Baby ist da. Die Erleichterung ist groß und die meisten Mütter fühlen sich geradezu euphorisch. Schließlich haben sie gerade eine große Leistung vollbracht. Stolz- und Glücksgefühle sind aber nur eine Seite dieser Hochstimmung.

 

Hormone machen die Geburt leichter

Ein weiterer Grund für die Euphorie ist die Wirkung von Endorphin. Dieses Hormon wird während der Geburt verstärkt ausgeschüttet, um die Schmerzen erträglicher zu machen. Es ist der stärkste natürliche Schmerzkiller, den der Körper kennt und hat außerdem eine starke stimmungsaufhellende Wirkung. Endorphine sind mit der Wirkung von Morphium und Opiaten zu vergleichen. Durch das Einstellen der Endorphinproduktion nach der Geburt geht auch der aufhellende Einfluss des Hormons verloren.

 

Top

 

Hormonelle Umstellung
 

Plötzlicher und vollständiger Verlust

Nicht nur die Endorphinproduktion wird eingestellt. Nach der Geburt findet eine erhebliche hormonelle Umstellung im Körper der Frau statt. Die Plazenta, die während der Schwangerschaft sehr viele Hormone produziert hat, ist nicht mehr da. Dieser plötzliche vollständige Verlust muss erst einmal verarbeitet werden.

 

Östrogen sinkt ab

Der Östrogenspiegel sinkt stark ab, oder anders ausgedrückt, er normalisiert sich wieder auf "nicht schwanger". Kurz vor der Geburt ist der Östrogenspiegel 100 mal höher, als bei einer nicht schwangeren Frau.

 

Progesteron normalisiert sich

Das Hormon Progesteron, das während der Schwangerschaft die Aufgabe hat, für eine ausgeglichene Stimmung zu sorgen, reguliert sich auch wieder auf "normal". Diese natürlichen Umstellungsprozesse führen zu Stimmungsschwankungen.

 

Top

 

Körperliche Umstellung
 

Die körperlichen Prozesse der Rückbildung brauchen Zeit

Die hormonelle Umstellung nach der Geburt ist aber nicht der einzige Grund, für Stimmungsschwankungen im Wochenbett. Jede Mutter muss sich erst daran gewöhnen, dass sie nicht mehr schwanger ist:
  • Der Bauch ist leer, aber er ist immer noch recht rund.
  • Die Brust spannt und ist schwer, weil die Milch nach Beendigung der Geburt einschießt. Das Kind kann sofort gestillt werden.
  • Die Scheide ist empfindlich.
  • Die Gebärmutter zieht sich zurück. Unmittelbar nach der Geburt ist die Gebärmutter ungefähr in Höhe des Nabels zu tasten und wiegt etwa 1000 Gramm. 10 Tage später hat sich die Gebärmutter etwa bis auf die Höhe des Schambeins zurückgebildet. Nach Ablauf von 6 bis 8 Wochen wiegt das Organ nur noch etwa 70 Gramm.
  • An der Ablösungsstelle der Plazenta bildet sich der Wochenfluss. Er ist zunächst blutig und nach einigen Tagen bräunlich verfärbt, bis er sich nach etwa 10 Tagen in einen weißliche Flüssigkeit wandelt. Nicht erschrecken: Es kann durchaus sein, dass einige Liter blutiger und manchmal sogar klumpiger Flüssigkeit austreten. Der Wochenfluss stört viele Mütter, weil er als unangenehm empfunden wird.
  • Das Wasserlassen kann schmerzhaft und manchmal behindert sein, weil die Scheide geschwollen ist und deshalb die Harnröhre verkrampft.
  • Sitzen, besonders nach einem Dammschnitt, kann ebenfalls ein Problem sein.
  • Der während der Geburt gedehnte Beckenboden sowie die Bauchdecken straffen sich wieder.

 

 

Diese vielfältigen körperlichen, hormonellen und psychischen Umstellungsprozesse können sowohl durch körperliche, als auch psychische Störungen erschwert werden.

Top

 

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas