Hämatologie - Erkrankungen des Blutes

Bücher zum Thema aussuchen Bücherliste: Hämatologie

Anatomie und Physiologie des Blutes
Diagnostik in der Hämatologie
Bluttransfusion - Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen

Anämie - Blutarmut
Blutungsneigung - Hämorrhagische Diathese
Neigung zu Thrombosen - Thrombophilie

Leukämie
Hodgkin-Lymphome
Non-Hodgkin-Lymphome
Plasmozytom - Multiples Myelom - Morbus Kahler

Myelodysplastische Syndrome (MDS)
Myeloproliferative Erkrankungen (CMPE)
Milzveränderungen
Polyglobulie

Thrombophilie:
Diagnostik

Laborwerte

Bei einer tiefen Venenthrombose werden zunächst die üblichen Gerinnungslaborwerte bestimmt, Thrombozytenzahl, Quick-Wert/INR, aPTT, Thrombinzeit und Fibrinogen.

 

Familiengeschichte

Erst beim Auftreten der zweiten Thrombose wird ein so genanntes Thrombophilie-Screening in einem Speziallabor durchgeführt. Bei Betroffenen unter 30 Jahren und eindeutiger Familiengeschichte in Bezug auf Thrombosen sollte eine solche Untersuchung allerdings schon bei der ersten Thrombose vorgenommen werden.

 

Thrombophilie- Screening

Zum Thrombophilie-Screening gehört die Bestimmung der Werte von Antithrombin-III, Protein C , Protein S, außerdem ein Suchtest auf APC- Resistenz (Link genetische Risikofaktoren). Ergibt sich dadurch ein Hinweis auf das Vorliegen einer erbbedingten Thrombophilie, empfiehlt sich eine Bestätigung durch eine molekulargenetische Untersuchung einzuholen. Auch eine Untersuchung der in Frage kommenden übrigen Familienmitglieder ist in diesem Fall anzuraten. Nur durch eine derartige Untersuchung lässt sich zwischen heterozygoten* und homozygoten* Mutationen unterscheiden, was zur Beurteilung des Risikos notwendig ist. Mit einer molekulargenetischen Untersuchung kann auch eine Prothrombin Genmutation erkannt werden.

 

Tumore

Bei einer ungeklärten Venenthrombose sollte auch ein Tumorleiden ausgeschlossen werden, weil Thrombosen häufig als Begleitleiden auf ein Tumorleiden hinweisen.

 

Nachweis von Antikörpern

Bei arteriellen Thrombosen kann ein Antiphosholipid-Antikörper-Syndrom vorliegen. Das lässt sich durch den Nachweis solcher Antikörper diagnostizieren. Eventuell kann auch eine Bestimmung des Homocysteins und des Plasminogens die richtige Diagnose erbringen.

 

Definition "homozygot" und "heterozygot"

*Homozygot bedeutet "reinerbig", d.h. Lebewesen mit doppeltem Chromosomensatz wie der Mensch tragen zwei identische Allele eines Gens zu einem bestimmten Merkmal. Sie sind bezüglich dieses Gens homozygot.

*Heterozygot bedeutet "mischerbig", d.h. Lebewesen mit doppeltem Chromosomensatz wie der Mensch tragen zwei verschiedene Allele eines Gens zu einem bestimmten Merkmal. Sie sind bezüglich dieses Gens heterozygot.

Top

Zur Übersicht
Neigung zu Thrombosen - Thrombophilie

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas