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Krankheitsbild der Lyme-Borreliose in Stadien

Borreliose im Internet

Inhaltsübersicht
Allgemeines
Stadium I
Stadium II
Stadium III
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Allgemeines
Die Diagnose ist schwierig. Die Symptomatik der Lyme-Borreliose ist ausgesprochen vielschichtig. Viele Beschwerden, die durch eine Borreliose hervorgerufen werden, können auch bei anderen Krankheitsbildern auftreten. Aus diesem Grund ist die Diagnose schwierig.

 

Winnie die ZeckeIhr Menschen nehmt das mit dem Einteilen immer so ernst. Alles muss in bestimmte Kästchen sortiert werden. Ich will aber nicht in so eins rein. In Anlehnung an die Syphilis, die durch einen artverwandten Erreger hervorgerufen wird, wird die klinische Symptomatik der Lyme-Borreliose in drei Stadien eingeteilt. Wichtig zu beachten ist dabei, dass atypische Verläufe sehr häufig vorkommen. Es ist  daher sinnvoll, sich nicht zu sehr auf die Stadieneinteilung zu verlassen. Es gilt auch zu bedenken, dass es Wochen, Monate ja in Ausnahmefällen Jahre dauern kann, bis die Erkrankung ausbricht. Zwischen den einzelnen Stadien kann der Betroffene wochenlang völlig beschwerdefrei sein.

 

Keine generelle Meldepflicht. Eine Meldepflicht, wie bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis, besteht nicht. Es kann aber sein, dass eine Meningitis, die als Folge der Borreliose möglich ist, gemeldet werden muss.

 

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Stadium I
Winnie die ZeckeWas ist rot und wandert. Das finde ich witzig. (Sorry) Als charakteristisches Leitsymptom des Stadiums I kann das Erythema chronicum migrans, oder Erythema migrans bezeichnet werden. Tage bis etwa 10 Wochen nach dem Zeckenstich bildet sich um die Einstichstelle eine Hautrötung. Sie breitet sich langsam kreisförmig aus und kann auch an anderen Körperstellen auftreten. Deshalb wird das Erythema migrans auch Wanderröte genannt. Im weiteren Verlauf verblasst das Erythem von der Mitte aus, so dass es anfangs als scheibenförmige, später als ringförmige Rötung zu sehen ist. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Die Wanderröte tritt bei fast der Hälfte aller Erkrankungen auf. Das Erythema migrans entwickelt sich nur in etwa 50 Prozent der Borrelioseerkrankungen. Es ist aber ein sicheres Zeichen für eine Borrelieninfektion.

 

Schlapp, matt und zerschlagen, so fühlen sich die Betroffenen oft in Stadium I.

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Weitere Symptome im Stadium I sind u. a.:
  • Fieber
  • Myalgien (Muskelschmerzen)
  • Kopfschmerzen
  • Schwellungen der Lymphknoten
  • extreme Schweißausbrüche
  • Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsprobleme
  • Schwindelattacken
  • "Sommergrippe"

 

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Stadium II
Die Meningoradikulitis in Stadium II wird schon mal mit einem Bandscheibenvorfall verwechselt. Im zweiten Stadium können Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich schwere Organsymptome auftreten. Entzündliche Vorgänge an peripheren Nerven (Neuritiden) verursachen pseudoradikuläre Syndrome mit oft unerträglichen Schmerzen. Die Meningoradikulitis Bannwarth kann als Leitsymptom des Stadium II angesehen werden. Neurologische Defizite und starke Schmerzen können wie ein Bandscheibenvorfall aussehen. Dabei hat der Patient besonders Nachts Schmerzen. Bei Belastung werden die Schmerzen schlimmer. Normale Schmerzmittel und nichtsteroidale Antiphlogistika (entzündungshemmende Medikamente) helfen kaum.

 

Neurologische Störungen ähnlich dem Karpaltunnelsyndrom. Sehr häufig kommt es zu sensorischen und neurologischen Störungen. Die neurologischen Störungen können gelegentlich mit einem Karpaltunnelsyndrom verwechselt werden. Es sind schon entsprechenden Operationen an Patienten durchgeführt worden. Komplette motorische Ausfälle dagegen kommen eher selten vor.

 

Facialisparesen sind nicht so häufig, wie bisher angenommen wurde. Gelegentlich treten Hirnnervenausfällen auf. Am häufigsten sind Lähmungen des Gesichtsnerven, Nervus facialis, sogenannte periphere Facialisparesen. Die Häufigkeit von Facialisparesen wird aber überschätzt, was daran liegen könnte, dass in vielen Fällen erst die Facialisparese Anlass ist, an eine Borreliose zu denken. Weiter kommen häufig vor:
  • vom Nacken ausstrahlende Kopfschmerzen
  • Schwindelattacken
  • Sehstörungen
  • ein erhöhter Ruhepuls.

Einige Betroffene wachen manchmal mit unangenehmem Herzklopfen auf.  Die akute Lyme-Karditis (Herzmuskelentzündung) kann zu einer Myokardinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) mit Herzvergrößerung führen.

 

Selten tritt ein Lymphozytom auf. Eine typische aber eher selten auftretende Hautmanifestation des Stadiums II ist die Lymphadenosis cutis benigna Bäfverstedt (Borrelien-Lymphozytom). Sie tritt als rötlicher bis blassbläulicher Tumor meisten an den Ohrläppchen, an den Brustwarzen (Mamillen) oder am Hodensack (Skrotum) auf. Weitere Infos und Bilder hier.

 

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Stadium III
Winnie die ZeckeDas finde ich aber gemein von den Borrelien, dass die euch Menschen so lange und so schwer krank machen. Monate bis Jahre nach dem Zeckenstich kann es zu Symptomen des Spätstadiums kommen. Besonders typisch sind:

 

Haut, dünn wie Zigarettenpapier. Bei ACA kommt es besonders an Händen und Füßen zu kissenartig geschwollener und blaurot verfärbter Haut. Besonders betroffen sind die Streckseiten der Gelenke. Später bildet sich die Haut zunehmend zurück. Sie wird dünn wie Zigarettenpapier und sieht zunehmend durchsichtig aus.

 

Eine eher seltene Spätfolge ist die chronische Enzephalomyelitis. Auch das Krankheitsbild eines Schlaganfalls kann im Spätstadium imitiert werden. Es kann sogar zu tatsächlichen Gefäßverschlüssen kommen. Dass die Ursache dieser Gefäßverschlüsse eine Borrelieninfektion ist, kann nur durch den Nachweis der entsprechenden Antikörper im Liquor festgestellt werden. Die Angiographie weist keine Unterschiede auf.

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