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Verhütung: Hormonstäbchen

Ein kleines Stäbchen wird unter die Haut des Oberarms geschoben.

Wie die Hormonspritzen gehören auch die Hormonstäbchen zu den Depotpräparaten. Hormonstäbchen sind sehr dünne Kunststoffstäbchen, die mehrere Zentimeter lang sind. Sie ähneln einem Streichholz. Sie werden mit Hilfe einer feinen Nadel an der Innenseite des Oberarms unter die Haut geschoben. Vorher wird diese Stelle örtlich betäubt.

 

Die Wirkung hält drei Jahre an.

Nach dem Einsetzen gibt das Hormonstäbchen kontinuierlich eine geringe Menge des Hormons Etonorgestrel ab. Das ist ein Gestagen, das den Eisprung verhindert und die Schleimhaut im Gebärmutterhals so verändert, dass er für Samenzellen nur schwer passierbar ist. Die verhütende Wirkung hält drei Jahre lang an. Wollen Sie die Anwendung abbrechen, so kann das Implantat jederzeit wieder entfernt werden, auch wenn die drei Jahre noch nicht vorüber sind.

 

Pearl Index Null

Hormonstäbchen sind ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Der Pearl-Index wird, auch nach Langzeitstudien mit Null (P=0) angegeben. Weil die Hormone über die Haut in den Blutkreislauf gelangen, umgehen sie den Magen-Darm-Trakt. Deshalb bleibt die Wirksamkeit auch bei Durchfall oder Erbrechen erhalten.

 

Besonders häufig kommt es zu Veränderungen der Monatsblutung.

Die Nebenwirkungen ähneln denen der Pille, u.a. Schmierblutungen, Dauerschmierblutungen, Kopfschmerzen, Brustspannen, Depressionen, Gewichtszunahmen. Es kann vorkommen, das das Entfernen des Stäbchens schwierig ist, weil es in das umgebende Gewebe eingewachsen ist. Besonders oft kommt es zu Veränderungen des Blutungsverhaltens insbesondere unregelmäßigen Blutungen. Die Hälfte der Frauen hatte verkürzte und schwächere Blutungen. Bei 20 Prozent blieben die Blutungen ganz aus. Etwa 12 Prozent hatte verlängerte Periodenblutungen, bei ca. 6 Prozent waren die Menstruationsblutungen stärker, als normal.

 

Nicht jede Frau kann das Hormonstäbchen anwenden.

Grundsätzlich kann jede Frau das Hormonstäbchen anwenden. Es gibt keine altersbedingten Einschränkungen. Weil die Hormonstäbchen kein Östrogen enthalten, sind sie besonders geeignet für Frauen, die keine Östrogen-Gestage-Präpärate vertragen oder wegen des Östrogens in der Pille ein erhöhtes Risiko für z. B. Thrombosen tragen, u.a. Frauen ab 35 oder Raucherinnen.

Nicht angewandt werden dürfen Hormonstäbchen, wenn die Frau unter venösen Durchblutungsstörungen z. B. Thrombosen leidet. Kontraindiziert ist das Hormonstäbchen auch bei gestagenabhängigen Tumoren, Lebererkrankungen, bei Vorliegen einer Schwangerschaft und bei ungeklärten Blutungen aus der Scheide.

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