Allergie

Immunsystem
Pathologische Immunreaktionen
Allergene

Agranulozytose
Alveolitis
Anaphylaktischer Schock
Arthritis
Arzneimittel-Exanthem
Asthma

Farmerlunge
Hämolytische Anämie
Heuschnupfen
Kontaktekzem
Lichtallergie
Nahrungsmittelallergie

Nephritis
Nesselsucht
Nickelallergie
Quincke-Ödem
Serumkrankheit
Sonnenallergie
Vaskulitis

Hämolytische Anämie
 

Hämolytische Anämie
im Internet

 
Kurzinfo: Hämolytische Anämie
Symptome Schnelle Ermüdbarkeit, Schwindel , blasse Haut, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Angina pectoris, Atemnot, dunkler Stuhl, dunkelroter Urin, Gelbsucht, Vergrößerung der Milz.
Wann zum Arzt? Sofort
Therapie Behandlung der auslösenden Schädigung, Absetzen auslösender Medikamente, Bluttransfusion, möglicherweise Glukokortikoide.
Blutarmut kann verschiedene Ursachen haben. Die hämolytische Anämie ist eine Erkrankung, bei der die Zahl der roten Blutkörperchen zu niedrig ist. Die geringe Zahl kann durch verschiedene Mechanismen entstehen:
  • Die Erythrozyten werden zu schnell abgebaut.
  • Die Lebensdauer der Erythrozyten ist verkürzt.
  • Die Zellwände der Erythrozyten werden angegriffen, so dass sich die Zellen auflösen.

In allen Fällen ist die Folge eine Blutarmut.

 

Die allergisch bedingte hämolytische Anämie ist eine erworbene Form. Die hämolytische Anämie wird aufgrund ihrer Ursachen in verschiedene Formen eingeteilt:
  • Bei angeborenen hämolytischen Anämien liegt die Ursache in einer Fehlfunktion der Erythrozyten selbst, z. B. kann der Zellkern fehlen oder die Zelle kann verformt sein. Beispiele sind die Sichelzellenanämie oder die Kugelzellenanämie.
  • Bei den erworbenen hämolytischen Anämien liegen die Ursachen für die Erkrankung in äußeren Einflüssen auf die roten Blutkörperchen. Einflüsse, die sich auf die Erythrozyten auswirken, können aus folgenden Bereichen kommen:
    • chemisch, z. B. durch Vergiftungen
    • physikalisch, z. B. durch Verbrennungen
    • infektiös, z. B. durch eine Infektion mit Malaria, Cholera, Mumps
    • immunologisch z. B. durch Blutgruppenantikörper, Wärmeantikörper (80 Prozent), Kälteantikörper
    • autoimmunologisch durch die Bildung von Antikörpern gegen das eigene Blut (Autoimmunreaktion)
    • immunologisch durch allergische Reaktion gegen Medikamente

 

Die Schwere der Symptomatik hängt davon ab, wie viele rote Blutkörperchen zerstört wurden. Die Symptome, die bei jeder Form der Anämie auftreten können, sind:

 

Dunkler Stuhl und dunkelroter Urin sind ein zusätzlicher Hinweis. Zusätzlich zu diesen Symptomen, die bei allen Anämien in unterschiedlicher Schwere auftreten können, kommen bei der hämolytischen Anämie noch Gelbsucht (Ikterus), Vergrößerung der Milz (Splenomegalie), dunkler Stuhl und dunkelroter Urin.

 

Auslösende Medikamente sofort absetzen. Die Behandlung unterscheidet sich nach den Ursachen. Bei erworbenen Formen ist unbedingt erforderlich, die auslösenden Ursachen zu identifizieren und sofort zu beseitigen. Medikamente müssen sofort abgesetzt werden.

 

Transfusionen ersetzen die fehlenden Blutkörperchen. Dann wird eine Bluttransfusion durchgeführt. Bei den durch Medikamente hervorgerufenen Formen kann zur Unterdrückung der allergischen Immunreaktion eine Behandlung mit Glukokortikoiden sinnvoll sein. Möglicherweise ist eine Entfernung der Milz erforderlich.

Top

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas