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Wechseljahre der Frau: Ängste vor einer Hormonersatztherapie

Unsicherheit herrscht vor.

Viele Frauen entschließen sich nur zögernd für eine Hormonersatztherapie. Manche Frauen glauben die Beschwerden "aushalten" zu müssen, weil sie zu einem natürlichen Lebenszyklus dazugehören. Auch religiöse und weltanschauliche Gründe führen immer wieder zu einer Ablehnung der Hormonersatztherapie.

 

Frauen werden immer älter.

Es sollte aber nicht vergessen werden, dass sich das Leben und die Lebensspanne in den letzten einhundert Jahre revolutionär geändert haben. Noch um die Jahrhundertwende wurden Frauen nicht einmal so alt, dass sie in die Wechseljahre kamen. Die Spätfolgen des Östrogenmangels, insbesondere die Osteoporose, traten praktisch kaum auf. Das ist heute, wo Frauen eine Lebenserwartung von ca. 86 Jahren haben - Tendenz steigend - ganz anders.

 

Hauptängste:

Die Hauptgründe, warum Frauen sich oft gegen eine Hormonersatztherapie entscheiden, kann man zusammenfassen:

 

Aufklärung tut not.

Damit Frauen nicht auf die positiven Wirkungen einer Hormonersatztherapie verzichten müssen, ist deshalb die Aufklärung und das intensive Gespräch mit dem Arzt besonders wichtig. Hormone wirken nicht nur gegen die Beschwerden der Wechseljahre, sie bieten auch einen langfristigen vorbeugenden Schutz gegen Osteoporose. Auch ein gefäßschützender Effekt scheint gesichert. Allerdings ist hier die Voraussetzung für die Therapie, dass die Betroffenen keine Vorschädigungen an den Gefäßen haben.

 

Blutungen treten nur vorübergehend auf.

Blutungen, die bei einer Hormonersatztherapie auftreten können, sind eine vorübergehende Erscheinung. Bei der kontinuierlich kombinierten Therapieform führt die Mischung aus Östrogenen und Gestagenen zu einer Rückbildung der Gebärmutterschleimhaut. Das ist eine Entwicklung, die nicht schlagartig eintreten kann, denn die Gebärmutterschleimhaut verschwindet ja nicht von heute auf morgen. Danach aber treten keine Blutungen mehr auf. Neuere Untersuchungen belegen, dass bei einer niedrig dosierten Kombination von Östrogen und Gestagen eine Blutungsfreiheit  für drei Viertel aller Frauen schon nach drei Monaten eintritt. Nach sechs Monaten haben 92 Prozent der Frauen keine Blutungen mehr.

 

Etwas Geduld wirkt sich positiv aus.

Das Körpergewicht einer Frau entwickelt sich unter einer Hormonersatztherapie anders, als ohne diese Therapie. Zunächst nimmt das Gewicht zu. Untersuchungen belegen aber, dass diese Zunahme nur von vorübergehender Dauer ist. Meistens senkt sich das Gewicht nach kurzer Zeit langsam aber kontinuierlich wieder ab. Untersuchungen zeigen, dass Frauen ohne Hormonbehandlung zwar zunächst langsamer zunehmen, dafür aber kontinuierlich. So liegt ihre Gewichtszunahme nach 1 1/2 Jahren im Schnitt über der Gewichtszunahme von Frauen, die eine Hormonersatztherapie durchführen.

Gewichtszunahmen bei Hormonersatztherapie.

Nach Strecker, Lauritzen: Praxis der Hormonbehandlung
im Klimakterium, Bücherei des Frauenarztes, Band 29, 1989

 

Hormonersatztherapie ist kein Auslöser für Brustkrebs.

Die größte Angst haben Frauen verständlicherweise vor einer Krebserkrankung. Es gibt sehr viele unterschiedliche Studien, die eine Hormonersatztherapie als ein erhöhtes Risiko darstellen. Ebenso gibt es viele Studien, die ein vermindertes Krebsrisiko nachweisen. Insgesamt zeigen heute die wissenschaftlichen Untersuchungen, dass eine Langzeit-Hormonersatztherapie das Auftreten einer Brustkrebserkrankung beschleunigt. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die Sterblichkeit bei diesen Frauen nicht höher ist, als bei Frauen, die keine Hormonersatztherapie mitmachen. Zum einen liegt die Ursache darin, dass Frauen mit Hormonersatztherapie regelmäßiger ärztliche Kontrolluntersuchungen durchführen lassen. Dabei wird ein Tumor meistens schon in einem sehr viel früheren Stadium entdeckt. Die Tumore sind dann einer Therapie besser zugänglich und die Prognose ist deshalb insgesamt günstiger. Ein zweiter Grund für die nicht-erhöhte Sterblichkeit ist die positive Wirkung der Hormonersatztherapie auf andere Risikofaktoren, wie ihre gefäßschützende Wirkung oder die knochenaufbauende Wirkung zur Vorbeugung von Osteoporose. Bei anderen Krebserkrankungen, etwa bei Dickdarmkrebs und bei Endometriumkrebs sinken die Risiken durch eine Hormonersatztherapie.

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