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Chlamydien

Chlamydieninfektion
Symptome ähneln dem Tripper. Die Symptome einer Infektion mit Chlamydien-Bakterien ähneln denen der Gonorrhö. Eine bakteriologische Abklärung muß deshalb immer durchgeführt werden.

 

Beschwerdebild bei Männern: Beim Mann kommt es innerhalb von wenigen Wochen nach der Infektion zu einer Entzündung der Harnröhre. Es bildet sich Ausfluss, der weißlich ist und morgens auftritt. Daneben können Probleme beim Urinieren auftreten. Diese Beschwerden können unbehandelt abklingen, es können jedoch weitere Komplikationen auftreten, wie die Entzündung der Prostata und der Nebenhoden.

 

Beschwerdebild der Frau: Bei der Frau erstreckt sich die Entzündungsreaktion auf die Harnröhre oder die Gebärmutter. Den größten Schaden richten die Chlamydien jedoch an der Schleimhaut der Eileiter an, die infolge der Entzündung verkleben und somit zu Unfruchtbarkeit der Frau führen können.

 

Komplikationen sind möglich. Weitere Komplikationen einer länger bestehenden Chlamydieninfektion können sein:
  • die Entzündung der Bindehaut,
  • der Gelenke oder
  • des Bauchfellüberzugs der Leber.

Andererseits kann eine Infektion mit Chlamydien auch völlig symptomlos verlaufen.

 

Auch Neugeborene können sich infizieren. Ähnlich der Gonorrhö können Chlamydien bei bestehender Infektion der Mutter auch auf das Neugeborene übertragen werden. Das Neugeborene kann eine Bindehautentzündung, aber auch Bronchitis, Mittelohr- oder Lungenentzündung entwickeln. Diese Erkrankungen sind durch die Credesche Prophylaxe nicht verhinderbar.

 

Sonderform: Lymphogranuloma inguinale. Ebenfalls durch Bakterien aus der Familie der Chlamydien wird das sog. Lymphogranuloma inguinale verursacht. Diese Erkrankung kommt in den Tropen häufig, im europäischen Bereich eher seltener vor. Sie äußert sich in herpesartigen Bläschen. Die Lymphknoten der Leistenregion schwellen meisten einseitig an. Diese Schwellungen können faustgroß werden, durch die Haut durchbrechen und sich nach außen hin entleeren.

 

Antibiotika werden über 10 Tage verabreicht. Therapeutisch geht man gegen Chlamydien mit Antibiotika wie Doxycylin oder Erythromycin vor, die über 7-10 Tage in Form von Tabletten verabreicht werden. Bei Komplikationen kann eine intravenöse Therapie unumgänglich sein.

 

Partner sollten sich untersuchen lassen. Wie bei jeder Geschlechtskrankheit sollte auch der Sexualpartner sich einer Untersuchung unterziehen und bei Verdacht behandeln lassen.

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