Kardiologie

Anatomie
Angina pectoris
Antiarrhythmika
Arteriosklerose
Ballondilatation
Blutdruck
Bypass-Operation
Echokardiographie
EKG
Endokarderkrankungen - Erkrankungen der Herzinnenhaut
Funktionelle Herzbeschwerden
Herzerkrankungen
Herzerkrankungen bei Frauen
Herzinfarkt
Herzklappenerkrankungen
Herzklappenoperation
Herzmuskelerkrankungen
Herzneurose
Herzrhythmusstörungen
Herzschwäche
Plötzlicher Herztod
Herztransplantation
Hypertonie
Niedriger Blutdruck - Hypotonie
Koronare Herzkrankheit
Lipide und Lipoproteine
Myokardischämie
Perikarderkrankungen
Risikofaktoren
Septumdefekte
Stents
Vorhofflimmern

Herz- und Gefäßchirurgie
Stents
Stents und Ballondilatation werden oft gleichzeitig durchgeführt Die Ablagerungen der Arteriosklerose bilden harte Krusten. Die Arterienwände, die eigentlich flexibel, geschmeidig und anpassungsfähig sind, werden dadurch starr und hart. Oft ist die Gefäßwand so stark beeinträchtigt, dass sie starken Verkrustungen den einzigen Halt für die Arterie bilden. Ist der Prozess so weit fortgeschritten, dann ist eine Ballondilatation oft nicht ausreichend. Die Gefäßwände würden bei der Dilatation zusammenbrechen und die Arterie vollständig verstopfen. Ein Stent muss die Arterienwand stützen. Diese beiden Eingriffe werden häufig gleichzeitig durchgeführt.

 

Ein spinnwebenfeines Drahtgeflecht dehnt und festigt die Wand der Arterie Ein Stent ist ein Drahtgeflecht, dass so fein wie Spinnweben aussieht. Es wird über einen Katheter (vgl. Ballondilatation) bis zu der Stelle vorgeschoben, wo die Gefäßwand verkrustete und die Arterie verengt ist. Dort wird das Drahtgeflecht mit Hilfe eines Ballons von innen an die Gefäßwand gedrückt. Die Wand wird gedehnt und gleichzeitig gefestigt, weil sich der Stent direkt an die Wand anschmiegt. Mit der Zeit wachen Zellen der Gefäßwand um den Stent herum, so dass er eine Stütze innerhalb der Arterie ist. Der Stent bewirkt auch, dass sich die Arterie nicht mehr zusammenziehen kann. So bleibt der Durchfluss offen und das Risiko, dass sich an dieser Stelle wieder ein Engpass bildet, verringert sich.

 

Das Thromboserisiko wird durch gerinnungshemmend Medikamente gesenkt. Nicht an jeder Stelle der Herzkranzgefäße können Stents sinnvoll eingesetzt werden. Die Stellen müssen gut erreichbar sein. Schon nach 2 bis 3 Tagen beginnt neues Gewebe über den feinen Draht zu wachsen. Der Stent ist dann nach einigen Wochen vollständig bedeckt. Weil der Stent ein Fremdkörper ist, besteht das Risiko, dass sich aufgrund von Abwehrreaktionen des Körpers kleine Gerinnsel bilden und am Stent anlagern. Um dies zu verhindern, werden für etwa 3 bis 4 Monate gerinnungshemmende Medikamente verordnet. Heparin macht das Blut dünnflüssiger. ASS und Clopidogrel hemmen außerdem die Bildung von Blutgerinnseln, indem sie die Zusammenballung von Blutplättchen verhindern. Möglich ist auch die Verordnung von Calciumantagonisten, die die Muskulatur der Blutgefäße entspannen. In den ersten Wochen nach dem Eingriff sollte das Blutbild kontrolliert werden, um die medikamentöse Nachbehandlung zu überwachen. Medikamente sollten immer so eingenommen werden, wie der Arzt sie verordnet hat. Sie sollten die Dosierung nicht selbständig verändern. Bitte sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt.

 

Nebenwirkungen

Medikamente können Nebenwirkungen hervorrufen. Bei ASS kann es zu Veränderungen der Magenschleimhaut kommen. Clopidogrel verursacht in seltenen Fällen Übelkeit und allergische Reaktionen. Bei Beschwerden sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, so dass dieser die Medikation entsprechend verändern kann.

 

Häufig muss der Eingriff wiederholt werden Nicht immer ist eine Stent-Operation beim ersten mal erfolgreich. Bei ungefähr 25 - 30 Prozent der Betroffenen tritt erneut eine Gefäßverengung auf. In diesem Fall muss eine erneute Stent-Operation oder Ballondilatation durchgeführt werden.

Top

Zur Übersicht
Herz- und Gefäßchirurgie

 



MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas

MedizInfo®Shop

Feedback - Email: redaktion@medizinfo.com

Grüne Links im Text?