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Symptomorientierte medikamentöse Therapie bei Reizdarm

Behandelt werden die Symptome

Bisher gibt es keine eindeutige und klare Ursache für das Reizdarmsyndrom. Auch eine Behandlung, die ursächlich die Beschwerden angeht, existiert bisher nicht. Die Behandlung orientiert sich deshalb an der Beseitigung einzelner Symptome der Betroffenen.

 

 

Anhand der vier im Vordergrund stehenden Symptomkomplexe, Durchfall, Blähungen, Schmerzen und Verstopfung können folgende medikamentöse Behandlungsversuche vorgenommen werden:

 

Durchfall:

 

 

 

Weitere Informationen unter:
www.pflanzliche-darmarznei.de

Bei Durchfall gibt es viele therapeutische Möglichkeiten. Wichtig ist vor allem, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust wieder auszugleichen. Außerdem kann die Zufuhr von Ballaststoffen die Flüssigkeit im Darm binden. Die Zufuhr sollte aber nur langsam gesteigert werden und immer mit einer ausreichenden Zufuhr von Flüssigkeit kombiniert werden. Weil Gelbildner (z. B. Hemicellulose, Pektine) weniger Gase bilden, als Faserstoffe (z. B. Leinsamen, Weizenkleie), ist diese Form der Ballaststoffzufuhr bei Reizdarm häufig besser geeignet. Bei von Durchfall geprägtem Reizdarm ist auch eine Kombination der Heilpflanzen Kamille, Myrrhe und Kaffeekohle hilfreich. Die Flüssigkeitsabgabe in den Darm wird vermindert, schädliche Stoffe werden gebunden und ausgeschieden. Die enthaltene Kamille wirkt außerdem kampflösend und entblähend. So wird auf sanfte Weise die Verdauung wieder stabilisiert. Ein sehr stark wirksames Medikament ist Loperamid, das nur bei schweren Durchfällen und nur auf ärztliche Anweisung angewandt werden sollte. Loperamid ist ein Opium-ähnlicher Stoff, der die Darmmuskulatur beruhig und die Darmbewegung verlangsamt. So bleibt dem Darm mehr Zeit, dem Stuhl Wasser zu entziehen und diesen einzudicken.

 

Blähungen:

Vorzugsweise pflanzliche Arzneimittel haben bei Blähungen positive Wirkungen gezeigt. Darmgase sind ein natürliches Produkt der Verdauung. Setzen sie sich aber fest, so dass sich Gasansammlungen bilden, so kommt es zu Blähungen mit teilweise heftigen Schmerzen. Die Ursache dafür kann z. B. in der gestörten Darmmotorik liegen (vgl. Erkrankungsursachen bei Reizdarm). Um Darmgase leichter weiter transportieren zu können, werden aus den normalerweise kleinen schaumartigen Gasbläschen mit Hilfe von so genannten Entschäumern, große Darmblasen gemacht. Bei manchen Menschen kann die Ursache für vermehrte Blähungen auch in einem Mangel an Verdauungsenzymen liegen, die über Medikamente zugeführt werden können (vgl. Verdauungsbeschwerden bei Enzymmangel). Erfolgreich werden auch pflanzliche Arzneimittel eingesetzt. Ausführliche Informationen dazu finden Sie unter "Pflanzliche Arzneimittel bei Reizdarm".

 

Schmerzen und Krämpfe:

Die gestörte Wahrnehmung der über 100 Millionen darmeigenen Nervenzellen führt dazu, dass normale Verdauungsvorgänge als extrem schmerzhaft wahrgenommen werden. Pflanzliche Arzneimittel, z. B. Pfefferminze, Fenchel, Kümmel, Anis, Melisse, Kamille, Schleifenblume, werden mit gutem Erfolg eingesetzt.
  • Beispiel Kamille: Sie wirkt krampflösend und regt die Magen-Darm-Bewegung an. Weil bei der Zubereitung von Tee aber nur wenige der wichtigen fettlöslichen Bestandteile der Kamille in den Tee übergehen, sollten besser alkoholische Mischungen bzw. Trockenextrakte (Apotheke) bevorzugt werden.
  • Beispiel Pfefferminze: Pfefferminzöl kann so zubereitet werden, dass es seine Wirkung erst im unteren Darm entfaltet. Speziell beschichtete Kapseln überstehen den Angriff der Magensäure und lösen sich erst in den unteren Darmabschnitten auf.

Neben pflanzlichen Arzneimitteln werden bei Reizdarm vor allem krampflösende Medikamente eingesetzt wie z. B. Mebeverin, ein Anticholinergikum. Muskelentspannende Wirkstoffe wie Butylscopalamin helfen, die Darmmuskeln zu entspannen. Bei sehr starken Schmerzen können zeitweise Opioide verordnet werden. Stellt sich keine zufriedenstellende Wirkung ein, so kann die Gabe eines niedrig dosierten Antidepressivums eine mögliche Alternative sein, denn der Botenstoff Serotonin spielt sowohl bei Reizdarm, als auch bei Depressionen eine Rolle.

 

Verstopfung:

Ebenso wie bei Durchfall gibt es auch bei Verstopfung zahlreiche medikamentöse Einflussmöglichkeiten. Auch hier kann die Zufuhr von Ballaststoffen sinnvoll sein. Die aufquellenden Substanzen vergrößern den Darminhalt und regen so bei Verstopfung die Darmmotorik an. Weil Gelbildner (z. B. Hemicellulose, Pektine) weniger Gase bilden, als Faserstoffe (z. B. Leinsamen, Weizenkleie), ist diese Form der Ballaststoffzufuhr bei Reizdarm häufig besser geeignet. Der Einsatz von Laxantien, vorwiegend osmotisch wirksamen Substanzen z. B. Laktulose, kann sinnvoll sein. Eine weitere Möglichkeit ist ein neues Medikament mit dem Wirkstoff Tegaserod, regt die Darmmotorik an und hat positive Effekte bei Verstopfung und Schmerzen. Tegaserod ist in Deutschland noch nicht auf dem Markt, aber in der Schweiz zu Behandlung des Reizdarmsyndroms zugelassen.

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