Haut und Haar

Anatomie und Physiologie der Haut
Akne
Allergien
Berufsdermatosen
Bakterielle Erkrankungen der Haut
Ekzeme - Juckflechte
Juckreiz

Haare und Haarerkrankungen
Haarausfall - Alopezie
Kleidung und Haut
Nagel und Nagelerkrankungen
Narben und Narbenbehandlung

Neurodermitis
Parasiten, Ungeziefer, Insekten
Hautpilze
Psoriasis
Sexuell übertragene Erkrankungen
Sonne, Hitze, Kälte
Symptome
Talg- und Schweißdüsen

Tattoos und Piercing
Bösartige Tumore
Gutartige Tumore
Verhornungsstörungen und Erbkrankheiten
Viruserkrankungen der Haut
Vitiligo
Wundmanagement

Graue Haare
Aminosäuren sind die Bausteine des Melanins. Verantwortlich für die persönliche Haarfarbe ist das Melanin. Gebildet wird das Melanin in den Melanozyten. Das sind Zellen, die in das Basalschicht und der Stachelzellschicht der Oberhaut vorkommen. Für die Bildung des Melanins benötigen die Melanozyten Aminosäuren. Die Aminosäure Tyrosin ist notwendig für die Bildung von Eumelanin. Die Aminosäure Cystein wird zusätzlich nötig, wenn das Phaeomelanin für blonde und rötliche Haare entstehen soll.

 

Weniger Tyrosinase führt zu geringerer Melaninproduktion. Ablaufen kann dieser Prozeß aber nur, wenn genügend Tyrosinase zur Verfügung steht. Dieses Enzym wird mit zunehmendem Alter seltener gebildet. Das führt  dann nach und nach zur grauen Haaren. Der Grund: mit wenig Tyrosinase wird auch immer weniger Tyrosin gebildet. So nimmt auch die Produktion von Melanin ab. Das fehlende Melanin wird durch die Einlagerung von Luftbläschen ersetzt. Die Haare erscheinen grau.

 

Die Reihenfolge des Grauwerdens: Dieser Prozeß ist in der Regel schleichend. Er beginnt an den Schläfen und weitet sich dann auf die gesamte Kopfbehaarung aus. Danach erwischt es den Bart und die Augenbrauen. Zuletzt sind schließlich alle Haare des Körpers grau.

 

Canities ist der medizinische Begriff für graue Haare. Medizinisch werden graue Haare als Canities bezeichnet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Ergrauens. Vorzeitiges Ergrauen, ab dem 20 Lebensjahr, nennt sich auch Canities praecox.

 

Verschiedene Auslöser können zum Ergrauen führen. Die Canities symptomatica, oder symptomatisches Ergrauen der Haare, kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören:
  • Perniziöse Anämie (Vitamin-B-Mangelanämie),
  • schwere endokrinologische Störungen, z. B. bei Schilddrüsenerkrankungen.
  • akute, fieberhafte Erkrankungen,
  • Arzneimittelnebenwirkungen,
  • Kosmetika,
  • Metalle.

 

Plötzliches Grauwerden hat nichts mit Sorgen zu tun. Plötzliches Grauwerden wird oft mit Schockeinwirkungen oder Trauer in Verbindung gebracht. Diese Annahme ist nicht bewiesen. Vielmehr geht man davon aus, daß dieses Phänomen durch eine akut einsetzende Alopecia areata begründet ist, bei der plötzlich alle gefärbten Haare ausfallen und nur noch die grauen übrigbleiben. Also: Man kann sich zwar "schwarzärgern", aber graue Haare bekommt man davon nicht.

Top

Zur Übersicht
Haare und
Haarerkrankungen

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas