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Aufbau der Nägel
Die Nagelplatte besteht aus dicht gepackten, verhornten Zellen der Oberhaut. Die Nägel an Fingern und Zehen sind "Verlängerungen" der Haut. Sie bestehen aus harten, verhornten Zellen der Oberhaut, die ganz dicht aneinanderliegen. Deshalb sagt man auch, der Nagel gehört zu den Anhangsgebilden der Haut. Der sichtbare Teil des Nagels wird Nagelplatte genannt. Er ist durchsichtig. Seine zarte rosa Farbe hat er von den Blutkapillaren des Nagelbetts, die unter dem Nagel liegen und durch ihn hindurchscheinen. Der weiße, wie ein Halbmond geformte, Bereich des Nagels wird Lunula oder Nagelmond (Möndchen) genannt. Er erscheint weiß, weil das normalerweise durchscheinende Nagelbett von der Nagelmatrix verdeckt ist.

 

Ein Fingernagel braucht drei Monate, um vom Möndchen bis zur Fingerkuppe zu wachsen. Der mit der Haut verankerte Bereich des Nagels wird Nagelwurzel genannt. Der Nagel wächst, weil sich die oberen Zellen der Nagelmatrix in verhornte Nagelzellen umwandeln. Dabei schiebt sich der Nagel vom Möndchen aus vorwärts bis zum freien Rand, der die Fingerkuppe überragt. In der Woche wächst ein Nagel ungefähr 0,5 bis 1 Millimeter. Ein verlorener Fingernagel braucht etwa drei Monate, um wieder nachzuwachsen. Im Alter oder bei Durchblutungsstörungen ist das Nagelwachstum verlangsamt oder gänzlich eingestellt. Das Nagelhäutchen, das auch Cuticula genannt wird, hat keine physiologische Funktion. Der Nagel selbst bietet den Fingerkuppen einen gewissen Schutz vor Verletzungen. Außerdem erleichtern die Nägel das Greifen und den Umgang mit kleinen Gegenständen.

 

Der Nagel kann eine diagnostische Hilfe sein. Form, Aussehen und Beschaffenheit der Nägel sind für einen Dermatologen eine wichtige diagnostische Hilfe. Weil Nägel sehr langsam wachsen, zeigen sich in ihnen noch Wochen später Hauterkrankungen, die schon längst abgeheilt sind.

 

Die Nagelplatte führt "Protokoll". Ein Beispiel: Von Neurodermitis Betroffene haben sehr häufig stark glänzende Nägel. Das liegt daran, daß sie sich wegen des starken Juckreizes häufig kratzen. Auch die Nagelplatte wird durch einen neurodermitischen Anfall direkt geschädigt. Diese "Zeichen" werden in der Nagelplatte "festgehalten". Ein Arzt kann so sehr gut einschätzen, wann in den zurückliegenden drei Monaten ein neurodermitischer Anfall stattgefunden hat.

 

Das Nagelhäutchen zeigt, ob die Hautflora im Gleichgewicht ist. Auch das Nagelhäutchen kann Hauterkrankungen anzeigen. Ist das Immunsystem geschwächt, wird gerade das Nagelhäutchen häufig von Pilzen befallen. Ist die Hautflora nicht im Gleichgewicht, kann man das an den Nagelhäutchen erkennen.

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