Labormedizin

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Triglyzeride

Umfangreiche Informationen zu Blutfetten bei MedizInfo®Lipide und Lipoproteine

Triglyzeride bestehen aus einem Molekül Glyzerin, an dem 3 ("tri") Fettsäuren gebunden sind. Triglyzeride sind im Fett der Nahrung enthalten und werden im Rahmen der Verdauung aus dem Darm zunächst in die Lymphgefäße des Bauchraumes aufgenommen. Über die Lymphbahnen gelangen die Triglyzeride dann in die Leber. Ausführlich ist dieser Vorgang hier beschrieben.

 

Triglyzeride werden in der Leber an Eiweiße gebunden

Zudem werden in der Leber selbst unabhängig von der Nahrungsaufnahme Triglyzeride produziert. Die mit der Nahrung aufgenommenen wie auch die körpereigenen Triglyzeride werden in der Leber an Eiweiße gebunden und in Form so genannter Lipoproteine in das Blut abgegeben. Im Fettgewebe können sich die Triglyzeride wieder aus der Bindung mit den Eiweißen lösen und im Fettgewebe als "Energiespeicher" gelagert werden.

 

Triglyzeridspiegel hängt von der Ernährung ab

Der Triglyzeridspiegel im Blut hängt zu einem großen Teil von der Ernährung ab (fettarm oder fettreich). Allerdings erhöht ein hoher Triglyzeridwert allein nicht das Risiko für eine Arteriosklerose, jedoch steigt dieses Risiko bei der Kombination aus hohem Triglyzeridspiegel und hoher LDL-Cholesterin-Konzentration im Blut an.

 

Um den Wert der Triglyzeridkonzentration im Blut nicht zu beeinflussen, darf 12 Stunden vor der Blutabnahme nicht gegessen werden; Trinken fettfreier Flüssigkeit ist erlaubt.

 

Normalwert und Risikogruppen

Die bei einem Patienten gemessene Triglyzeridkonzentration im Blut lässt sich einer von 3 Risikogruppen zuordnen:
  • kein Arterioskleroserisiko: unter 160 mg/dl bzw. unter 1,8 mmol/Liter
  • fragliches Arterioskleroserisiko: 160-200 mg/dl bzw. 1,8-2,3 mmol/Liter
  • erhöhtes Arterioskleroserisiko: über 200 mg/dl bzw. über 2,3 mmol/Liter

Um einen Wert mit der Einheit mg/dl in einen Wert mit der Einheit mmol/Liter umzurechnen, muss man den Wert mit der Einheit mg/dl mit 0,0114 multiplizieren.

 

Ursachen für erhöhte Triglyzeride

Bei folgenden Erkrankungen bzw. in folgenden Situationen kann die Triglyzeridkonzentration im Blut erhöht sein:

 

Ursachen für verringerte Triglyzeridwerte

Der Triglyzeridspiegel kann aber auch sehr niedrig sein, unter anderem bei:
  • schwerer Blutarmut (Anämie)
  • schweren Erkrankungen, die mit einem Verlust an Körpermasse einhergehen, z.B. fortgeschrittene Tumorerkrankungen
  • Auszehrung
  • Hungern
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Verbrennungen
  • Darmerkrankungen, die mit einem Flüssigkeitsverlust über den Darm verbunden sind, z.B. Morbus Crohn
  • Einnahme von Vitamin C
  • Behandlung mit bestimmten Medikamenten zur Senkung des Blutfettspiegels (so genannte Fibrate)
  • gerinnungshemmende Therapie mit Heparin

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