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Diabetes: Diagnose und Therapie bei Kindern

 

Die Diagnostik bei Kindern unterscheidet sich nicht von der bei Erwachsenen. Im Wesentlichen werden Blut und Urin untersucht auf Blutzuckerwerte, Zucker im Urin und evtl. ein Glukosetoleranztest. Zur Differenzierung zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2 dient eine Bestimmung der Autoantikörper, die sich nur bei Diabetes Typ 1 finden. Wird beim Kind ein Diabetes sicher festgestellt, so sollte das Kind so bald wie möglich in ein Krankenhaus, das über ein kinderdiabetologisch erfahrenes Team verfügt (Kinderärzte mit der Zusatzanerkennung Diabetologie). Dort wird dann eine individuell abgestimmte Therapie mit Insulin begonnen.

 

Insulin und Nahrung müssen abgestimmt werden

Ziel der Therapie ist es, den Blutzucker auf bestimmte Werte zu halten (siehe Tabelle). Da zur Senkung des Blutzuckers Insulin erforderlich ist, muss dieses mehrmals täglich gespritzt werden. Dabei kommt es auf den richtigen Zeitpunkt und die richtige Menge an. Beides muss mit den Mahlzeiten und mit der Zusammensetzung der Nahrung abgestimmt werden.

 

 

Grundregeln
 

Insulin senkt den Blutzucker
körperliche Anstrengung senkt den Blutzucker
 

Kohlenhydrate lassen den Blutzucker ansteigen
   (z. B. Brot, Zucker, Obstsaft)

 

Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie e. V.: T. Haak, M. Kellerer: Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle des Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter, S. 21

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Therapieziel bei Blutzuckerwerten

1 Diese allgemeinen Orientierungswerte müssen den individuellen Umständen eines Patienten angepasst werden. Abweichende Werte gelten insbesondere für Kleinkinder, Patienten mit schweren Hypoglykämien oder Patienten, die nicht in der Lage sind, Hypoglykämien zu erkennen [Cranston et al. 1994 EK III].

2 Ist die morgendliche Nüchtern-Blutglukose unter 72 mg/dl (unter 4 mmol/l), sollte die Möglichkeit einer vorangegangenen nächtlichen Hypoglykämie in Erwägung gezogen werden [Holl et al. 1992 EK III].

3 Diese Zahlen basieren auf klinischen Studien, es liegen aber keine strikten, evidenzbasierten Empfehlungen vor.

 

Kontrollen gehören dazu

Regelmäßige Kontrollen des Blutzuckerspiegels sind notwendig, um den Erfolg der Behandlung zu überprüfen. Einfache Geräte ermöglichen eine Blutzuckerkontrolle auch schon für viele Kinder. Bei der Interpretation der Messwerte brauchen Kinder aber häufig Hilfe. Schon im Krankenhaus erfolgt eine umfangreiche Schulung für Eltern und betroffene Kinder.

 

Therapie mit Insulin bei Typ 1

Bei Typ 1 Diabetes wird in der Regel eine intensive Insulintherapie durchgeführt. Wie das genau funktioniert, können Sie hier nachlesen. Heute gibt es auch schon die Möglichkeit einer Therapie mit einer Insulinpumpe für Kinder.

 

Bei Typ 2 helfen, Ernährung, Bewegung und Tabletten

Typ 2 Diabetes kommt bei Kindern sehr viel seltener vor. Davon betroffen sind vorwiegend übergewichtige Kinder mit starkem Bewegungsmangel. Hier setzt auch die Therapie an. Die Betroffenen müssen ihre Ernährung umstellen. Bewegung und Sport sind wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Außerdem können Tabletten die Therapie unterstützen. Diese Maßnahmen - insbesondere die Ernährungsumstellung und die Bewegungstherapie - sind sehr wirkungsvoll. Tabletten, wie sie für die Behandlung bei Typ 2 Diabetes angewandt werden, helfen bei Typ 1 Diabetes nicht.

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