Hämatologie - Erkrankungen des Blutes

Bücher zum Thema aussuchen Bücherliste: Hämatologie

Anatomie und Physiologie des Blutes
Diagnostik in der Hämatologie
Bluttransfusion - Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen

Anämie - Blutarmut
Blutungsneigung - Hämorrhagische Diathese
Neigung zu Thrombosen - Thrombophilie

Leukämie
Hodgkin-Lymphome
Non-Hodgkin-Lymphome
Plasmozytom - Multiples Myelom - Morbus Kahler

Myelodysplastische Syndrome (MDS)
Myeloproliferative Erkrankungen (CMPE)
Milzveränderungen
Polyglobulie

Bluttransfusion:
Erythrozytenkonzentrate

Feste und flüssige Bestandteile werden getrennt

Die Mehrzahl der in der Medizin verwendeten Blutkonserven sind Erythrozytenkonzentrate. Sie bestehen aus den roten Blutkörperchen, den Erythrozyten. Um ein Konzentrat aus Erythrozyten zu erhalten, wird das Vollblut in einer Zentrifuge geschleudert, bis sich zellulären Blutbestandteile des Vollblutes vom Plasma trennen. Danach erfolgt eine zweite Zentrifugation der zellulären Bestandteile, bis sich Blutplättchen (Thrombozyten) und weiße Blutkörperchen (Leukozyten) abtrennen und weitgehend nur noch rote Blutkörperchen (Erythrozyten) übrig bleiben.

 

Vorschriften werden strikt eingehalten

Es ist vorgeschrieben, dass Erythrozytenkonzentrate nicht aus Blut von verschiedenen Spendern gemischt sein dürfen. So lässt sich der Ursprung jeder Konserve genau nachvollziehen. Seit 01.10.2001 ist außerdem gesetzlich vorgeschrieben, dass ein Erythrozytenkonzentrat leukozytendepletiert sein muss. Unter Leukozytendepletion versteht man die zusätzliche Entfernung von Leukozyten durch Filterungsverfahren. Dadurch können mögliche Abwehrreaktionen des Empfängers auf HLA- Antigene auf Leukozyten des Spenders reduziert werden.

 

Blut von Spender und Empfänger muss kompatibel sein

Bei der Transfusion muss selbstverständlich streng darauf geachtet werden, dass das Blut von Spender und Empfänger in Blutgruppe und Rhesusfaktor übereinstimmen. Unter normalen Bedingungen soll die Transfusion einer Blutkonserve innerhalb einer Stunde abgeschlossen sein.

 

Indikationen

Eine Transfusion mit Erythrozytenkonzentraten wird erforderlich, um den Sauerstofftransport im Körper zu gewährleisten bei:

  • einem größeren akuten Blutverlust im Zuge eines Traumas oder einer Operation, wenn der Hb-Wert unter 7 g/dl sinkt
  • einer chronischen Blutbildungsstörung (Anämie, Leukämie) ab einem Hb-Wert unter 8 g/dl

Nach Transfusion eines Erythrozytenkonzentrates sollte der Hb-Wert eines etwa 70 kg schweren Empfängers um ca. 1bis 1,5 g/dl ansteigen.

 

Lagerung

Für die Lagerung von Erythrozytenkonzentraten besteht die Vorschrift, dass sie nur in speziellen Blutlagerschränken, in denen überall dieselbe Temperatur herrschen muss, gelagert werden dürfen. Keinesfalls dürfen sie in normalen Haushaltskühlschränken aufbewahrt werden.

Top

 

oder weiter mit: Was ist eine Bluttransfusion?  -  Vollblut der Blutspende  -  Erythrozytenkonzentrate  -  Thrombozytenkonzentrate  -  Plasmaprodukte  -  Vorgehen bei Bluttransfusionen  -  Eigenblutspende  -  Komplikationen und Risiken von Transfusionen

Zur Übersicht
Bluttransfusion - Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas