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Seltene Akneformen

Inhaltsübersicht:
Acne conglobata
Acne excoriée
Androgenetische Akne der Frau
Neugeborenenakne
Akne durch Medikamente und chemische Substanzen

+ Kosmetik-Akne
+ Chlor-Akne
+ Akne durch Medikamente
+ Berufsbedingte Akne

 

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Acne conglobata

 

Nach dem Abheilen bleiben Narben zurück. Die Acne conglobata ist die schwerste Form der Akne, die unbedingt in ärztliche Behandlung gehört. Es bilden sich schwerste Entzündungen, schmerzhafte entzündete Knoten und Fistelgänge. Häufig bleiben, im Unterschied zu den meisten anderen Akneformen, Narben zurück. Vorwiegend betroffen ist der gesamte Rücken, die Achselhöhlen, die Leistengegend und die Gegend um den After herum. Im Gesicht findet sich Acne conglobata meistens im unteren Wangenbereich und an den Schläfen.

 

ACHTUNG! An den Eiterabszessen darf auf keinen Fall herumgedrückt werden! Das kann Infektionen mit schwerwiegenden Folgen nach sich ziehen. Hier ein Beispiel.

 

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Acne excoriée

 

Akne zur Kratzen und Quetschen. Diese Form der Akne hat psychische Ursachen. Sie betrifft häufig junge Frauen und Mädchen, die unter dem Zwang leiden, schon bei geringfügigen Hautveränderungen zu Drücken, zu Quetschen und zu Kratzen. Durch diese Handlungsweise werden aus vorher geringfügigen Hautveränderungen schnell entzündete Pickel. Zwar verschwinden die Pickel, wenn auch das Drücken verzichtet wird, es bleiben aber meistens kleine Narben zurück. Das Kratzen kann auch zu Infektionen der Augenmuskulatur führen.

 

Psychische Behandlung hilft. Da diese Form der Akne auf einen Zwang zurückzuführen ist, gehört auch sie in ärztliche Behandlung.

 

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Androgenetische Akne der Frau

 

Akne nach der Geburt? Bei den seltenen Akneformen ist die androgenetische Akne der Frau doch relativ häufig. Sie tritt bei den betroffenen Frauen einige Wochen nach einer Geburt, oder nach Absetzen der Pille auf.

 

Pickel, Bartwuchs und Haarausfall, wie beim Mann. Die Hauterscheinungen beginnen mit einer verstärkt fettenden Haut und Kopfhaut. Dann bilden sich die typischen Erscheinungen der Akne. In schweren Fällen kann es sogar zu einem Haarausfall kommen, wie das bei Männern üblich ist. Vermehrter Bartwuchs, männliche Schambehaarung und eine Behaarung der Brust, sind Begleiterscheinungen bei einigen besonders schwerwiegenden Fällen.

 

Ursachen der Vermännlichung? Geschwülste in der Nebennierenrinde oder auch Zysten in den Eierstöcken können Ursache dieser Vermännlichung der Frau sein. Deshalb sollten bei entsprechenden Anzeichen einer androgenetischen Akne diese Möglichkeiten mit berücksichtigt werden.

 

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Neugeborenenakne

 

Nach wenigen Wochen ist alles vorbei. In den ersten Lebensmonaten kann es bei Neugeborenen zu Akne kommen. Die Auslöser für diese Erkrankung sind noch nicht zweifelsfrei geklärt. Man vermutet, daß in dieser Zeit aus den Nebennieren vermehrt Androgene freigesetzt werden. Normalerweise verschwindet diese Akne nach wenigen Wochen wieder.

 

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Akne durch Medikamente und chemische Substanzen

 

Empfindliche Haut reagiert mit Akne. Chemische Substanzen und Medikamente können Akne auslösen. Häufig ist das bei empfindlicher Haut der Fall. Zu den Substanzen gehören neben kosmetischen Artikeln auch Öl, Teer, Chlor, Rasierschaum, Hormone z. B. Cortison, Schlafmittel, Vitamin B12 und B6 und möglicherweise sogar fluorhaltige Zahncreme.

 

Kosmetik-Akne: Die meisten kosmetischen Artikel wie Make up und auch Sonnencremes haben chemische Substanzen als Inhaltsstoffe, die bei empfindlicher Haut zu Akne führen können. Dann entstehen die typischen Mitesser und Eiterpusteln an den Stellen besonders häufig, wo diese Artikel aufgetragen wurden. Meistens heilt die Kosmetik-Akne, sobald auf die entsprechenden Mittel verzichtet wird, problemlos ab.

 

Chlor-Akne: Hautkontakt und Einatmen von Chlor z. B. in Hallenbädern kann zu Akne führen. Das ist aber eher selten und nur bei entsprechend sensibilisierten Menschen der Fall. Bei chemischen Unfällen kann Chlor-Akne in starkter Form auch bei nicht sensiblen Menschen auftreten.

 

Akne durch Medikamente: Diese Form der Akne kommt in der Regel nur dann vor, wenn ein bestimmtes Medikament über einen längeren Zeitraum eingenommen wird. Nach Absetzen des Medikamentes verschwindet diese Akneform meistens problemlos. Besonders häufig ist medikamentös bedingte Akne bei:
  • Schlaf- und Beruhigungsmitteln, die Brom enthalten.
  • Vitamin B Präparaten.
  • Cortisonhaltige Salben, Cremes und Tinkturen.

 

Beruflich bedingte Akne: In einigen Berufen, besonders in den Bereichen, in denen vermehrt mit Teer und Erdölprodukten, Benzin, Heizöl, Schmieröle und technischen Ölen gearbeitet wird, können diese Substanzen bei Kontakt regelrechte "Mitesser-Schwärme" auslösen. Das geschieht dann meistens an den Unterarmen. Das Gesicht ist selten betroffen, weil diese Substanzen bei der Arbeit seltener mit dem Gesicht in Kontrakt kommen.

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