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Narben und Narbenbehandlung:
Formen der Wundheilung

Unterschiedliche Wunden erfordern unterschiedliche Wundheilung.

Nicht jede Wunde ist gleich. Je nach Art der Verletzung sehen sie völlig unterschiedlich aus. Schürfwunden sind oberflächlich und bluten nur wenig, Schnitt- oder Stichwunden sind tief und haben glatte Wundränder, Bisswunden haben ausgefranste Wundränder und Gewebe wurde herausgerissen. Zwar läuft physiologisch der gleiche Wundheilungsprozess bei jeder dieser Wunden ab, aber die Form der Wundheilung erfolgt dennoch auf unterschiedliche Art.

 

Regenerative Wundheilung:

Oberflächliche Wunden, die nicht mehr als die Oberhaut und Teile der Lederhaut betreffen, wie z. B. die Schürfwunde, heilen regenerativ. Es bildet sich keine Narbe. Bei der regenerativen Wundheilung entwickeln sich aus intakten Basalzellen, die in der Lederhaut erhalten geblieben sind, neue Hautzellen. Das neue Gewebe unterscheidet sich kaum von seiner Umgebung. Es hat annähernd dieselbe Farbe, Schweiß- und Talgdrüsen sowie Haarfollikel bleiben intakt.

 

Primäre Wundheilung:

Wunden, die primär abheilen, haben glatte Wundränder. Die Ränder liegen nah beieinander, die Wunde ist sauber und nicht mit Keimen oder Fremdkörpern verunreinigt. Sie enthält kein nekrotisches (totes) Gewebe. Außerdem ist das Gewebe um die Wunde herum gut durchblutet. Ein Beispiel für eine solche Wunde ist ein chirurgischer Schnitt. Bei primär heilenden Wunden werden die Wundränder z. B. durch Vernähen aneinandergefügt. Sie verheilen rasch in 4 bis 6 Tagen. Wundödem und Entzündung (vgl. Was geschieht bei der Wundheilung?) sind meistens nur schwach entwickelt. Es bildet sich nur eine minimale Narbe. Besteht der Verdacht auf eine Verunreinigung der Wunde, so kann es zu einer verzögerten primären Wundheilung kommen. Dann werden zur Versorgung der Wunde zwar auch Nähte angelegt, sie werden aber noch nicht fest verknotet. Das geschieht erst nach der Entzündungsphase, wenn sich keine Infektion eingestellt hat. Danach wird die Wunde fest verknotet und verheilt. Kommt es zu einer stärkeren Infektion, müssen die gelegten Fäden entfernt werden. Die Wunde kann dann nur sekundär abheilen.

 

Sekundäre Wundheilung:

Bei großflächigen Gewebeverlusten z. B. bei Hundebissen, bei starken Verbrennungen und bei tiefen Druckgeschwüren (Dekubitus) kann eine Wunde nicht zugenäht werden. Sie muss vom Grund her "zuwachsen". Die Form der Wundheilung wird sekundär genannt. Die Heilung einer solchen Wunde dauert Wochen bis hin zu Monaten. Außerdem ist sie anfällig für Infektionen. Sekundäre Wundheilung sollte durch eine fachgerechte Wundversorgung von Arzt und Pflegeteam unterstützt werden.

 

Bei der primären und sekundären Wundheilung entstehen Narben.

Bei der primären und bei der sekundären Wundheilung wird die Wunde mit unspezifischem Gewebe verschlossen. Man spricht dann auch von reparativer Wundheilung. Dabei entstehen mehr oder weniger auffällige Narben. Die Narbe ist weniger elastisch als die gesunde Haut und farblos, weil sie keine Pigmentzellen mehr enthält. Auch Schweiß- und Talgdrüsen, sowie Haarfollikel werden nicht wieder neu gebildet.

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