Krebs - Onkologie

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Was ist Krebs?

Es können Organe oder auch nur bestimmte Gewebe betroffen sein - Krebs ist sehr vielgestaltig.

Das Wort "Krebs" ist kein einheitlicher Begriff. Unter dieser Bezeichnung werden eine Reihe verschiedener Erkrankungen zusammengefasst. Allen gemeinsam ist, dass sie mit einem vermehrten, oftmals unkontrollierten Gewebewachstum einhergehen. Dieses vermehrte Gewebewachstum kann von einem konkreten Organ ausgehen, z. B. von der weiblichen Brust bei der Brustkrebserkrankung. Innerhalb des Organs ist dann auch in der Regel ein spezifischer Gewebetyp betroffen, z.B. das Gewebe, welches in der weiblichen Brust die Milchgänge auskleidet. Aber auch die Vermehrung von Zellen eines bestimmten Gewebetyps in verschiedenen Regionen des Körpers ist möglich, z.B. die Vermehrung von Immun- oder Knochenmarkzellen. Insgesamt gibt es über 100 verschiedene Arten einer Krebserkrankung.

 

Gutartige Tumore bilden keine Tochtergeschwulste.

Tumoren, welche eine Metastasierung (Absiedlung von "Tochtertumoren" in anderen Organen des Körpers) auslösen, werden als bösartig eingestuft. Allerdings gibt es im Gegensatz dazu auch gutartige Tumoren. Diese wachsen zwar an ihrem Entstehungsort und verdrängen das sie umgebende Gewebe, jedoch bilden sie keine "Tochterzellen" und damit auch keine "Tochtertumoren". Gutartige Tumoren sind in der Regel durch ihre Entfernung zu heilen, bei bösartigen Tumoren müssen meist ergänzende Behandlungen, z. B. Chemo- und/oder Strahlentherapie, durchgeführt werden. Bei gutartigen Tumoren spricht man auch nicht von einer Krebserkrankung. Beispiele für gutartige Tumoren sind:
  • Adenome: Polypen der Darmschleimhaut
  • Hämangiom: Blutschwamm in der Leber
  • Lipom: Fettgewebewucherung unter der Haut

 

Häufig lässt sich keine konkrete Ursache für eine Krebserkrankung finden. Es gibt aber Risiken, die eine Erkrankung wahrscheinlicher machen.

In einigen Fällen kann eine Krebsentstehung mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine konkrete Ursache zurückgeführt werden, oft entwickelt sich das Gewebewachstum jedoch ohne erkennbaren Grund. Dies verdeutlich den Wert regelmäßiger Krebsvorsorgeuntersuchungen, da grundsätzlich jeder Mensch von einer Krebserkrankung betroffen sein kann. Allerdings konnte man für einige Krebsarten so genannte Risikofaktoren identifizieren, das heißt Merkmale, die das Auftreten einer bestimmten Krebsart wahrscheinlicher machen als bei anderen Menschen. Beispielsweise konnten für die Brustkrebserkrankung folgende Risikofaktoren identifiziert werden:
  • höheres Lebensalter: eine 65jährige Frau hat im Vergleich zu einer 45-jährigen ein 3 mal so hohes Risiko, in ihrem nächsten Lebensjahr an Brustkrebs zu erkranken.
  • familiäre Belastung: ist eine Verwandte ersten Grades (Mutter oder Schwester) erkrankt, steigt das Risiko um das 3- bis 4fache.
  • Mutation: ist ein bestimmtes Gen, das so genannte BRCA-Gen, verändert, steigt das Risiko um den Faktor 7 bis 8.
  • Vorerkrankung: wenn bereits eine Brustkrebserkrankung durchgemacht wurde, ist das Risiko für eine erneute Brustkrebserkrankung 5 mal höher als bei einer nicht betroffenen Frau.

 

Trotz schnellen Wachstums treten im Anfangsstadium oft noch keine Beschwerden auf.

Durch das Gewebewachstum entwickelt sich zunächst eine kleinere Wucherung, ein Tumor. Ein kleiner Tumor verursacht häufig noch keine Beschwerden und ist in der Regel auch noch nicht zu tasten, insbesondere dann, wenn er tiefer im Körper gelegen ist, z.B. im Darm. Wenn der Tumor jedoch im Laufe der Zeit größer wird, verdrängt er das ihn umgebende Gewebe oder wächst in dieses hinein. Dadurch kann es zu einer Beeinträchtigung der normalen Organfunktion kommen. Bei dem angeführten Beispiel des Tumorwachstums im Darm kann unter anderem eine Verstopfung auftreten, weil der Tumor die Durchgängigkeit des Darmes beeinträchtigt und so den Weitertransport des Nahrungsbreis bzw. des Stuhls behindert. Durch die Größenzunahme des Tumors können auch Schmerzen auftreten, vor allem dann, wenn der Tumor durch seinen zunehmenden Platzbedarf Nervenfasern verdrängt oder in diese hineinwächst.

 

Mit dem Blutstrom oder über die Lymphbahnen können Tochterzellen eines bösartigen Tumors in jedes Gebiet des menschlichen Körpers gelangen.

Wenn der Tumor während seines Wachstums Kontakt zu Blutgefäßen (Arterien oder Venen) oder zu Lymphgefäßen erhält, kann er einzelne "Tochterzellen" in diese Blut- oder Lymphgefäße abgeben. Diese Zellen schwimmen dann mit dem Flüssigkeitsstrom und können sich in anderen Regionen des Körpers wieder absiedeln. Bei dem Transport über die Lymphgefäße bleiben die "Tochterzellen" in der Regel im nächsten Lymphknoten hängen. Lymphknoten sind als kleine "Filterstationen" den Lymphgefäßen zwischengeschaltet und reinigen die Lymphflüssigkeit. Der Transport über den Blutweg führt die Zellen in verschiedene andere Organe des Körpers, z. B. Leber, Lunge, Knochen oder Gehirn. In den Lymphknoten oder den Organen, in denen sich die "Tochterzellen" absiedeln, können sie sich vermehren und auf diese Weise "Tochtertumoren" des ursprünglichen Tumors bilden, so genannte Metastasen. Man bezeichnet diesem Vorgang der Wanderung von Tumorzellen mit anschließender Bildung von "Tochtertumoren" auch als Metastasierung.

 

Durch die Metastasierung können vielfältige Beschwerden entstehen.

Die Beschwerden, welche durch eine Krebserkrankung verursacht werden, lassen sich zum einen auf das Größenwachstum des Tumors selbst zurückführen, z. B. Beeinträchtigung der Funktion des betroffenen Organs und Schmerzen. Zum anderen können weitere Krankheitszeichen durch die Bildung von Metastasen entstehen, beispielsweise Schwellung der befallenen Lymphknoten oder Schmerzen bzw. Funktionsstörungen bei Befall anderer Organe (z. B. Kopfschmerzen, Sprachstörungen oder Lähmungen bei Bildung von Metastasen innerhalb des Gehirns). Zudem leiden die meisten Krebspatienten unter so genannten Allgemeinsymptomen, wie Schwäche, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, nächtliches Schwitzen oder Gewichtsverlust. Solche Allgemeinsymptome können durch die Tumorerkrankung selbst hervorgerufen werden. Sie können aber auch durch die oft belastende Therapie bedingt sein.

 

Vier Säulen der Behandlung: Operation, Chemo-, Strahlen- und Hormontherapie.

Für Patienten mit einer Krebserkrankung stehen allgemein Behandlungsmaßnahmen (Operation, Chemo- und Strahlentherapie), aber auch spezielle Möglichkeiten (z. B. Hormontherapie bei Brustkrebs) wie auch so genannten Begleitmaßnahmen (Krankengymnastik, psychische und soziale Betreuung, Rehabilitationsmaßnahmen) zur Verfügung.

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