Krebs - Onkologie

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Therapie bei Prostatakrebs

Je nach Alter des Betroffenen, Stadium und Grading des Tumors kommen verschiedene Therapieoptionen zur Anwendung.

Bei Prostatakrebs hängt das therapeutische Vorgehen maßgeblich von dem Stadium und dem Grading des Tumors ab, sowie vom Alter des Patienten:
  • In den Stadien T1/T2N0M0 und den Grading-Stufen 1 und 2 ist im höheren Lebensalter keine Therapie erforderlich. Regelmäßige Kontrollen sind ausreichend. Bei Vorliegen der Grading-Stufen 3 oder 4 stehen 2 Möglichkeiten zur Verfügung: die Entfernung der Prostata einschließlich der Beckenlymphknoten oder eine Bestrahlung.
  • Im Stadium T2N0M0 kommt eine Operation (Entfernung von Prostata und Lymphknoten im Becken) oder eine Bestrahlung infrage.
  • In den Stadien T3/T4N0M0 wird eine Bestrahlung durchgeführt und wenn möglich eine operative Entfernung der Prostata und der Beckenlymphknoten. Wenn die vollständige Entfernung des Tumors nicht möglich ist, kann ergänzend eine Hormontherapie zum Einsatz kommen.
  • In den Stadien T1 - T4 mit jeweils Befall von Lymphknoten und anderen Organen wird die Therapie mit einer Hormonbehandlung begonnen. Wenn diese nicht erfolgreich ist, kommen ergänzend eine Chemotherapie, eine Bestrahlung und/oder ein kleinerer operativer Eingriff (Entfernung von Prostatagewebe durch die Harnröhre, um die Tumormasse zu verkleinern und den Harnabfluss durch die Harnröhre zu gewährleisten) infrage.

 

Die Strahlentherapie kann interstitiell oder perkutan angewandt werden.

Für eine Strahlentherapie stehen 2 Möglichkeiten zur Verfügung, die "interstitielle" und die "perkutane" Anwendung. Bei der "interstitiellen" Methode werden kleine radioaktive Körnchen mittels einer Hohlnadel (unter Sicht mit Hilfe eines Ultraschallgeräts) direkt in den Tumor gesetzt ("interstitiell" bedeutet "zwischen den Zellen des Gewebes"). Unter der "perkutanen" Therapie ("perkutan": durch die Haut) wird die üblicherweise durchgeführte Strahlentherapie verstanden, bei der die Strahlung von außerhalb des Körpers auf das erkrankte Organ gerichtet wird. Für die Strahlentherapie sind 7 bis 8 Wochen einzuplanen. In der Regel kann sie, nachdem im Krankenhaus damit begonnen wurde, ambulant weitergeführt werden.

 

Bei der Hormontherapie wird die Wirkung von Testosteron gedämpft.

Im Rahmen der Hormontherapie werden Präparate verabreicht, welche die Wirkung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron dämpfen. Dies ist sinnvoll, weil ein hoher Testosteronspiegel im Blut das weitere Wachstum des Prostatakrebses fördern würde. Die Hormontherapie kann unbegrenzt durchgeführt werden. Die Therapiedauer richtet sich nach der individuellen Wirksamkeit und eventuell begleitend durchgeführten Behandlungen. Da Testosteron in den Hoden produziert wird, ist statt der Einnahme von Medikamenten auch die operative Entfernung der Hoden möglich. Dies wird jedoch nur selten durchgeführt.

 

Die Chemotherapie kann dauerhaft angewandt werden.

Bei einer Chemotherapie werden Substanzen verwendet, die das Wachstum des Tumors behindern. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der individuellen Wirksamkeit, die Therapie kann aber prinzipiell dauerhaft durchgeführt werden.

 

Regelmäßige Nachkontrollen sind sehr wichtig.

Nach abgeschlossener Behandlung sollten Betroffene noch regelmäßige ärztliche Nachsorgetermine wahrnehmen, und zwar in den ersten beiden Jahren alle 3 Monaten, später alle 6 bis 12 Monate. Bei den Nachsorgeterminen wird die Prostata abgetastet, außerdem der PSA-Wert im Blut bestimmt.

 

Angaben zur Häufigkeit von Rezidiven (Wiederauftreten der Erkrankung) sind für den Prostatakrebs nur spärlich vorhanden. Allerdings wurden Überlebensraten von bis zu 75 Prozent nach 5 Jahren ermittelt.

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Prostatakrebs

 




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