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Histaminintoleranz:
Was bedeutet Histaminintoleranz?

Ausführliche Informationen über die Unterschiede von Allergie und Pseudoallergie finden Sie bei MedizInfo®Allergie

Histaminintoleranz kurz HIT, beschreibt eine Unverträglichkeitsreaktion von Histamin, das mit der Nahrung aufgenommen wurde und gehört deshalb zur Gruppe der Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Man ordnet die Histaminintoleranz aber auch den Pseudoallergien zu, weil die Beschwerden, die durch eine Histaminaufnahme ausgelöst werden, von allergiebedingten Symptomen kaum zu unterscheiden sind. Der Unterschied besteht darin, dass bei einer "echten" Allergie das Krankheitsbild durch eine fehlgeleitete Funktion des Immunsystems verursacht wird. Bei einer Pseudoallergie ist der Wirkmechanismus direkter. Im Gegensatz zu einer Nahrungsmittelallergie werden bei der Histaminintoleranz keine Antikörper (Immunglobulin E) gebildet. Das Immunsystem ist nicht direkt beteiligt.

 

Es findet keine Sensibilisierung statt

Als eine weitere Unterscheidung treten bei einer Pseudoallergie die Beschwerden schon beim ersten Kontakt mit Histamin auf. Bei einer "echten" Allergie wird der Körper bei Erstkontakt erst sensibilisiert, bei einem weiteren Kontakt mit dem Allergen treten dann Beschwerden auf (vgl. Typ 1 Allergie). Die Dosis ist bei einer allergischen Reaktion dann nicht mehr entscheidend.

 

HIT ist abhängig von der Dosis

Anders verhält es sich bei der Histaminintoleranz, die im Vergleich zu einer echten Allergie dosisabhängig ist. Histaminintolerante Menschen können schon bei einer geringen Dosis gesundheitliche Beschwerden verspüren. Pro Tag nehmen wir durchschnittlich 4 mg Histamin mit der Nahrung auf. Histaminempfindliche Personen entwickeln oft schon bei einer Dosis von 15-30 Mikrogramm (= Tausendstel Milligramm) Symptome. Die Histam-Intoleranzschwelle ist bei jedem Menschen individuell unterschiedlich.

 

HIT ist nicht angeboren

Die Histaminintoleranz ist keine angeborene Erkrankung, sie wird im Laufe des Lebens erworben. Einer französischen Studie zufolge sind 1 Prozent der europäischen Bevölkerung von einer Intoleranz gegenüber Histamin betroffen, wobei 80 Prozent der Erkrankten Frauen mittleren Alters sind. Bei viele Patienten, bei denen man eine Nahrungsmittelallergie vermutete und diese dann nicht diagnostizieren konnte, stellte sich heraus, dass sie an einer Histamin-Abbaustörung leiden.

 

 

Eine genetische Disposition zur Entwicklung der Histaminintoleranz ist bisher nicht nachgewiesen, wird aber diskutiert.

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