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Ein umfassendes Blutbild ist der erste Schritt
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Grundlage und erster diagnostischer Schritt ist die Untersuchung des
Blutes. Dazu wird ein so genanntes
Differenzialblutbild
oder "Großes Blutbild" angefertigt. Dabei werden nach
einer Blutabnahme im Blut die einzelnen darin enthaltenen Zelltypen untersucht. Gezählt
werden nicht nur die ausgereiften roten und weißen Blutzellen und die Blutplättchen.
Auch die vielen verschiedenen weißen Blutzellarten (vgl.
Reifungsphasen der Leukozyten) und
ihre unterschiedlichen Entwicklungsstadien der einzelnen Zellarten (z.B. unreife oder
ausgereifte Zellformen) werden gezählt. Gerade das gehäufte Vorkommen unreifer weißer
Blutzellen ist ein wichtiger Hinweis. Die Durchführung des Differenzialblutbildes erfolgt
durch mikroskopische Betrachtung oder auch durch eine maschinelle Auswertung. |
Punktion des Knochenmarks
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Besteht ein konkreter Verdacht auf eine Leukämie, ist zur Sicherung der
Diagnose und zur genauen Einordnung der Leukämieform eine Knochenmarkpunktion
erforderlich. Weil die "Blutkrebszellen" im Knochenmark gebildet werden, kann
durch die Untersuchung von Knochenmark der Entstehungsort beurteilt werden und nicht nur
die Zellen, die nach der Ausschwemmung aus dem Knochenmark im Blut zu finden sind. |
Die Punktion erfolgt
meistens aus dem Beckenkamm
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Eine Knochenmarkpunktion wird in der Regel am Beckenkamm vorgenommen. Eine
Punktion des Brustbeins wird nur in Ausnahmefällen durchgeführt. Gegen eine Punktion des
Brustbeins sprechen die anatomische Nähe zum Herz und die größere Schmerzhaftigkeit des
Eingriffs an dieser Stelle. In der Regel ist für die Untersuchung eine lokale Betäubung
der Punktionsstelle ausreichend. Jedoch kann auf Wunsch des Betroffenen vor der
Untersuchung auch ein beruhigendes und schläfrig machendes Medikament verabreicht werden. |
Die Punktionsstelle wird örtlich betäubt
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Für die Durchführung der Untersuchung liegt der Patient auf dem Bauch.
Die zu punktierende Stelle wird mit einem lokalen Betäubungsmittel schmerzunempfindlich
gemacht. Das Betäubungsmittel wirkt etwa 5 Minuten lang ein. Damit durch die Punktion
keine Krankheitserreger in das Knochenmark verschleppt werden, muss die Punktionsstelle
sorgfältig desinfiziert und der Patient mit einem sterilen Operationstuch abgedeckt
werden. Der Arzt trägt sterile Handschuhe. Nach ausreichender Einwirkzeit des
Betäubungsmittels wird mit einem Skalpell eine kleine Öffnung in die Haut gestochen.
Durch diese kleine Öffnung wird die eigentliche Punktionsnadel bis an den Beckenkamm
vorgeschoben und weiter durch die äußere feste Knochenschicht bis in das im Innern des
Knochens liegende weiche Mark. Aus der Nadel wird nun der innere Teil entfernt, sodass
eine hohle Hülle im Knochen verbleibt. In diese Hülle gelangen durch Drehungen der Nadel
innerhalb des Knochens kleine Gewebemengen. Nach Entfernung der Nadel aus dem Knochen kann
das Gewebe aus der Nadel entfernt und im Labor untersucht werden. |
Im Labor findet eine umfassende Beurteilung statt
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Solche speziellen Untersuchungsmethoden der gewonnenen Knochenmarksprobe
sind:
- Morphologie und Zytochemie: Das Gewebematerial wird angefärbt und
unter dem Mikroskop begutachtet. Die Zellen werden nach Anzahl und
Aussehen beurteilt. Dabei kann festgestellt werden, ob es sich um eine
lymphatische oder myeloische Leukämie handelt (vgl.
Leukämieformen)
- Immunphänotypisierung: Mit dieser Untersuchung lassen sich bestimmte
Merkmale auf der Oberfläche der leukämischen Zellen bestimmen und nach
Zellreihe (z.B. B- oder T-Lymphozyten) und Reifungsstadium einteilen.
- Zytogenetische und molekularbiologische Untersuchung: Mit diesen
Untersuchungsmethoden werden Veränderungen des Erbmaterials untersucht, die
bei Leukämie häufig festgestellt werden. Am häufigsten ist ein Austausch von
Material zwischen 2 Chromosomen (so genannte Translokation). Das zytogenetische
Untersuchungsergebnis hat einen Aussagewert für die Prognose der Leukämie.
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Untersuchung des Liquor
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Besteht Verdacht auf Befall der Hirnhäute, wird eine
Untersuchung der Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) vorgenommen (Liquoruntersuchung). |
Ultraschall u.a.
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Ferner sind manchmal Ultraschalluntersuchungen sowie Röntgen- und CT-
Untersuchungen erforderlich, um festzustellen, ob ein Organbefall vorliegt.
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