Krebs - Onkologie

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Therapie bei Magenkrebs

Inhaltsübersicht:
Operation
Chemotherapie
Lasertherapie
Stenteinlage
Ernährungsfistel
Nachsorge

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Operation

Eine Operation ist fast immer notwendig und durchführbar.

Bei Magenkrebs "hilft" nur eine Operation.

Am häufigsten ist die Gastrektomie. Je nach Größe des Karzinoms wird ein mehr oder weniger großer Teil des Magens und der benachbarten Lymphknoten entfernt. Der Magenrest wird mit dem Dünndarm verbunden. Wird ein Teil des Magens entfernt (Magenteilresektion), so gibt es heutzutage eine Möglichkeit, diesen Bereich zu ersetzen. Dazu wird ein Stück des Dünndarms entnommen, um aus ihm einen "Ersatzmagen" zu schaffen. Mit Unterstützung entsprechender spezieller Medikamente kann auf diese Weise ein normales Leben weitergeführt werden.

 

Selbst bei der Entfernung des gesamten Magens ist es möglich, ein normales Leben zu führen, obwohl ein längerer Umstellungsprozess bei der Nahrungsaufnahme zu erwarten ist.

 

Bei kleineren Tumoren wird eine Resektion durchgeführt. Dabei werden kleinere krankhafte Bereiche entfernt.

 

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Chemotherapie

Die meisten Zytostatika greifen gesunde Zellen und Krebszellen gleichermaßen an

Ist ein Tumor nicht entfernbar, können palliative Maßnahmen durchgeführt werden. Darunter ist eine Beseitigung der Symptome zu verstehen, ohne die zugrundeliegende Krankheit (den Tumor) beseitigen zu können. Diese palliative Therapie wird mit Hilfe der Chemotherapie durchgeführt. Sie wird eingesetzt, wenn sich Metastasen gebildet haben oder der Tumor nicht operiert werden kann. Auch bei großen Tumoren, die örtlich schon weit fortgeschritten sind, setzt man die Chemotherapie ein. Die dabei verwendeten Zytostatika, z.B. Etoposid, Cisplatin, Docetaxel, Doxorubicin oder Epirubicin wendet man meistens in Kombination miteinander an. Ihre Wirkung, die Tumorzellen an ihrem Wachstum oder ihrer Vermehrung zu hindern, richtet sich auch gegen gesunde Körperzellen. Diese Arzneimittel können nicht zwischen gesunden und krankhaft veränderten Zellen unterscheiden. Das ist ein Nebeneffekt, dessen Risiko mit einkalkuliert werden muss. Ein sorgfältiges Abwägen des Nutzen-Risiko- Verhältnisses ist deshalb für jeden Betroffenen individuell vorzunehmen. Dabei spielen das Stadium der Krebserkrankung, der allgemeine Gesundheitszustand und das Alter eine wichtige Rolle. Danach wird die Entscheidung getroffen, ob eine Chemotherapie durchgeführt werden kann, ohne den Betroffenen zu sehr mit der Behandlung zu belasten.

 

Imatinib kann zwischen Krebszellen und gesunden Zellen unterscheiden

Ein Arzneimittel, das zwischen gesunden Zellen und Krebszellen unterscheiden kann ist der Tyrosin-Kinase-Hemmer Imatinib. Imatinib wird eingesetzt bei Magen-Darmkrebs, d.h. bei inoperablen und/oder metastasierenden, malignen (bösartigen) gastrointestinalen Stromatumoren (GIST). Stroma ist das bindegewebsartige Stützgewebe von Organen oder Tumoren.

 

Imatinib auch bei GIST erfolgreich

GIST ist eine der bösartigen Krebsformen im Magen-Darm-Trakt, die am häufigsten vorkommt. Bisher blieb als Therapieform nur die Operation übrig mit einer nachfolgenden Linderung der Symptome (palliative Therapie), ohne eine Heilung zu erreichen. Auf herkömmliche Zytostatika spricht dieser Krebs oft nicht an, da er sich gegen diese Medikamente meist als resistent (widerstandsfähig) erweist. Die Erfolgsquote von Imatinib ist hoch. Mehr als die Hälfte der Betroffenen erleben eine mindestens 50%ige Rückbildung ihres Tumors. Zu einem Stillstand kommt es bei einem weiteren Drittel der Betroffenen.

 

Imatinib hemmt die Tyrosinkinase

Imatinib ist eines der ersten Krebsmedikamente, bei dem man sich das Wissen um das unkontrollierte Wachstum der Krebszellen und deren Entstehungsmechanismus zunutze machte. So konnte ein Medikament entwickelt werden, das spezifisch die Krebszellen angreift. Es hemmt die Tyrosinkinase, ein Enzym der bösartigen Zellen, das für deren Wachstum und Teilung verantwortlich ist.

 

Tabletten machen die Anwendung einfach

Die Behandlung sollte solange fortgesetzt werden, wie das Medikament gut vertragen wird oder der Tumor sich weiter ausbreitet. Imatinib hat auch den Vorteil, dass es in Form von Tabletten eingenommen werden kann. Diese können, falls der Betroffene unter Schluckbeschwerden leidet, auch in Wasser angelöst und dann getrunken werden.

 

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Lasertherapie

Laserlicht verdampft die oberen Schichten des Knotens

Inoperable Tumore, die in die Speiseröhre, den Magen oder den Darm hineinwachsen und so den Nahrungsdurchtritt erschweren, können mit Hilfe von Laserlicht abgetragen werden. Dies geschieht durch Erzeugung einer hohen Temperatur direkt am Tumorgewebe. Daraufhin verdampfen die oberen Schichten des Knotens. Alle 7 bis 14 Tage muss die Behandlung durchgeführt werden, da der Tumor aus den unteren Schichten wieder nachwächst. Bei Ösophaguskarzinomen kann das Intervall jedoch verlängert werden, wenn zusätzlich eine Brachytherapie (Behandlung von Tumoren mit ionisierender Strahlung auf kurze Entfernung) eingesetzt wird.

 

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Stenteinlage

Stents halten die Nahrungswege offen

Sind die Nahrungswege stark eingeengt, man bezeichnet dies auch als Stenose, kann mittels eines Röhrchens (Tubus) aus Kunststoff oder eines röhrenförmigen Drahtgeflechts (Stent) die Öffnung aufrechterhalten werden. So ist der Nahrungsdurchtritt gewährleistet. Zusätzlich werden durch die Einbringung eines Stents die Wände der Speiseröhre oder des betroffenen Darmabschnittes abgedichtet. So bleibt die Stabilität erhalten.

Eine Heilung ist durch diese Methode nicht möglich. Sie verhilft dem Betroffenen aber zu einer Verbesserung der Lebensqualität, indem sie die Beschwerden lindert und eventuelle Komplikationen vermeiden hilft.

 

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Ernährungsfistel

Ernährung über einen direkten Katheter

Wenn alle anderen Möglichkeiten, den Nahrungsdurchtritt aufrechtzuerhalten, ausgeschöpft sind, bleibt diese Maßnahme übrig. Eine Ernährungsfistel wird gelegt. Sie besteht aus einem dünnen Kunststoffkatheter, der von außen direkt in den Magen oder Dünndarm führt. Über diesen Weg wird dann dem Betroffenen flüssige Nahrung zugeführt. Der Katheter kann mit einem kleinen Stöpsel verschlossen und unter einem Verband unsichtbar am Körper getragen werden.

 

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Nachsorge

Nachsorge ist notwendig.

Die Nachsorge besteht insbesondere aus einer Beratung zu Ernährungsfragen, medikamentöser symptomatischer Therapie z. B. zur Beseitigung von Übelkeit und in der Durchführung von Kontrolluntersuchungen.

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Magenkrebs - Magenkarzinom

 




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