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Akute bakterielle Meningitis:
Therapie und Prognose
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Sofortige Behandlung mit Kortison und Antibiotika
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Die akute bakterielle Hirnhautentzündung erfordert sofortiges Handeln.
Unmittelbar nach der Lumbalpunktion, noch bevor ein definitiver Erregernachweis vorliegt,
erhält der Betroffene sofort ein Kortisonpräparat (Dexamethason) injiziert. Je nachdem,
welcher Erreger vermutlich die Erkrankung hervorgerufen hat und je nach Lebensalter des
Betroffenen wird eine Kombination verschiedener Antibiotika, bevorzugt Cephalosporin der
3. Generation und Ampicillin verabreicht. |
Anpassung der Therapie
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Gibt es dann aufgrund der Laborergebnisse einen direkten Erregernachweis,
wird der gefundene Erreger auf seine Resistenz gegenüber Antibiotika überprüft. Diese
Überprüfung entscheidet über das weitere Vorgehen. Eventuell muss dann das Antibiotikum
nochmals gewechselt werden. |
Therapiedauer
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Die empfohlene Behandlungsdauer der Antibiotikatherapie richtet sich
danach, wie der Betroffene auf die Therapie anspricht und nach der Erregerart. Für die
Meningokokkenmeningitis und die Pneumokokkenmeningitis liegt die Therapiedauer bei 14
Tagen, für die Meningitis durch Haemophilus influenzae bei 10 Tagen. |
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Der Betroffene muss intensivmedizinisch überwacht werden. Außerdem kann
eine vorbeugende Behandlung mit Antibiotika für Kontaktpersonen notwendig sein. |
Sterblichkeit
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Trotz der antibiotischen Therapie liegt die Sterblichkeit je nach Erreger
zwischen 5 und 40 Prozent. Am höchsten ist die Sterblichkeit bei der
Pneumokokkenmenigitis und Meningitis durch Listeria monocytogenes. Sie liegt dort bei 20
bis40 Prozent. Bei Meningokokkenmeningitis sterben 3 bis 10 Prozent der Betroffenen. |
Mögliche Folgeschäden
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Als Folgeschäden können Hörstörungen, epileptische Krampfanfälle,
Lähmungen oder Sehstörungen zurückbleiben. Eine frühzeitige Gabe von Dexamethason
erscheint nach verschiedenen Studien zur Vermeidung von Folgeschäden sinnvoll, eine
endgültige Bewertung muss jedoch noch abgewartet werden.
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