Krebs - Onkologie

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Akute myeloische Leukämie (AML):
Diagnostik

 

Bei der akuten myeloischen Leukämie zeigen sich im kleinen Blutbild, im Differenzialblutbild (großes Blutbild) und im Knochenmark typische Veränderungen.

 

Kleines Blutbild:

Blutbild: Die Thrombozyten und Erythrozyten sind stark erniedrigt, die Anzahl der Leukozyten ist bei der AML meist kaum vermehrt.

 

Großes Blutbild:

Es finden sich viele unreife Vorläuferzellen (Blasten), die ins Blut ausgeschwemmt wurden.

 

Knochenmark:

Die Bildung der Erythrozyten und Thrombozyten ist stark verdrängt, es finden sich viele unreife Vorläuferzellen (Blasten), die durch eine spezielle Untersuchungsmethode (Immunphänotypisierung) einer Zellreihe und einem Reifungsstadium zugeordnet werden können.

 

Veränderung der Chromosomen:

Durch zytogenetische und molekularbiologische Untersuchungen werden Chromosomenänderungen, die in Leukämiezellen häufig vorliegen, untersucht und eingeordnet. Das ist für die Wahl der Therapie und die Prognose wichtig.

 

FAB- Klassifikation der AML

Die AML wird der Zellreihe und dem Reifungsstadium nach (FAB- Klassifikation) in 8 Untergruppen eingeteilt.

  • M0: undifferenzierte Myeoblastenleukämie (peroxidasenegativ; immunologisch myeloische Marker nachweisbar)
  • M1: Myeloblastenleukämie ohne Reifung (peroxidasepositiv; mehr als 90 Prozent undifferenzierte Blasten)
  • M2: Myeloblastenleukämie mit Reifung (weniger als 90 Prozent undifferenzierte Blasten und Promyelozyten)
  • M3: Hypergranuläre promyelozytäre Leukämie (meist hypergranuläre Promyelozyten, z. T. mit Bündeln von Auerstäbchen)
  • M4: myelomonozytäre Leukämie (undifferenzierte Blasten und 20 bis 80 Prozent monozytäre Zellen)
  • M5: Monozytenleukämie ( mehr als 80 Prozent monozytäre Zellen)
  • M6: Erythroleukämie (selten)
  • M7: Megakaryoblastenleukämie (selten)

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