Neurologie - Erkrankungen des Nervensystems

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Diagnostik bei Koma

Fragen an Angehörige und/oder Freunde

Kommt es bei einem Patienten zu einem Koma, so versucht der Arzt möglichst rasch die Ursache des Komas herauszufinden. Angaben von nahe stehenden Menschen wie Familienangehörige und/oder Freunde bzw. Lebenspartner sind von großer Bedeutung, denn der Betroffene selbst kann ja nicht befragt werden. Geklärt werden müssen u.a. folgende Fragen:

  • Welche Vorerkrankungen hat der Betroffene (z. B. Diabetes, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen)?
  • Ist die Bewusstlosigkeit schnell oder langsam eingetreten?
  • Litt der Betroffene an einem Trauma?
  • Wurden Drogen- oder Alkohol konsumiert?
  • Gab es psychische Auffälligkeiten?
  • Welche Medikamente hat der Betroffene eingenommen?

 

Beurteilung des Bewusstseinszustandes

Generell wird die Beurteilung des Bewusstseinszustandes mithilfe der Glasgow Coma Scale (GCS) vorgenommen. Dabei werden 3 Grundfunktionen des wachen Bewusstseins nach einer Punktskala bewertet:

  • Augen öffnen
  • sprachliche Reaktion und
  • Reaktion auf Schmerzreize

Je weniger Punkte dabei erreicht werden, um so schwerer ist die Bewusstseinsstörung.

 

Der Glasgow Coma Scale:

Punkte

Augen öffnen

Motorische Reaktion

Verbale Reaktion

6

 
kommt Aufforderungen nach
 

5

 
gezielte Abwehrreaktion auf Schmerzreiz
orientiert

4

spontan
ungezielte Abwehrreaktion auf Schmerzreiz
nicht richtig orientiert

3

auf Ansprechen
Beugesynergismen auf Schmerzreiz (abnorme Beugung)
inadäquate Antwort

2

auf Schmerzreiz
Strecksynergismen auf Schmerzreiz (abnorme Streckung)
unverständliche Laute

1

keine Reaktion
keine Reaktion
keine Reaktion

 

Koma erst bei 3 Punkten

Der Arzt überprüft die Ansprechbarkeit des Betroffenen, untersucht den Bewegungsablauf auf Schmerzreize und die Pupillenreaktion. Ein gesunder, wacher Mensch hat einen GCS-Wert von 15. Ein tiefes Koma entspricht einem GCS von 3 Punkten. Der Betroffene zeigt auf keinerlei Reize eine Reaktion.

 

Laborbefunde

Zur weiteren Diagnostik werden die Blutzuckerwerte gemessen. Dies geschieht in der Regel anhand von Teststreifen. Weitere Laborbefunde geben Hinweise über Elektrolytentgleisungen, Nieren- oder Leberversagen und die Schilddrüsenfunktion.

 

Blutgase

Die Untersuchung der Blutgase zeigt die Sauerstoffsättigung und den CO2- Gehalt des Blutes an.

 

Weitere Untersuchungen

Für die weitere Diagnostik können das Elektroenzephalogramm (EEG), Computertomogramm (CT) die Kernspintomographie (MRT) und Angiographie herangezogen werden. Zur Aufdeckung entzündlicher Prozesse dient u.U. die Untersuchung des Nervenwassers (Liquoruntersuchung).

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